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| Quelle: pixabay.com / LukaJagor |
Dissy & Fatoni
(Ms) Uff! Gibt es noch irgendeinen Musikpreis für das beste Video?! Ja, den Preis für Popkultur! Liebe Jury, sollte das irgendwer lesen - ach, egal, dieses Video, diesen Kurzfilm werdet ihr sowieso gesehen haben: Dissy und Fatoni haben diese Woche mit Gewehr einen neuen Track veröffentlicht und der ist… puh! Es geht um Vorhaben, die anstehen, wichtig sind. Doch was, wenn es gerade einfach nicht passt?! Wenn man keine Kraft hat. Keinen Antrieb. Wenn da gerade ein Loch ist. Ja, dann halt nicht. Dann halt später. Lasst mich mal eben bitte, bitte in Ruhe. Das ist mir gerade alles viel zu viel! Diese eh schon nicht ganz angenehme Thematik gepaart mit diesem intensiven Video ist eine irre Kombination. Eine, die mir recht schnell den Atem genommen hat, voller Fokus auf die Geschichte aus diesem Bus. Und ein großartiger Beweis, dass das Format Musikvideo immer noch eine ganz hohe Relevanz haben kann und einen Song noch mal stärker machen kann als er ohnehin schon ist. Dazu kommt ein klasse Beat, der das Beste aus den 80ern nimmt, es ein wenig schneller und mit mehr Bass koppelt und so hervorragend wirkt. Am 27. März erscheint Morgen Werde Ich Mich Dafür Hassen von Dissy. Könnte enorm werden.
The Notwist
(Ms) Diese Band ist ein Phänomen für mich. Ich höre sie seltsamerweise nicht so oft zu Hause oder unterwegs und ich kann mir nicht recht erklären, wieso das so ist. Denn The Notwist ist eine großartige Gruppe. Eine Band, die sich immer weiter entwickelt, die nie still steht, ganz viel Zauber entstehen lassen kann, ganz viel Wucht und Schönheit. Am 13. März erscheint mit News From Planet Zombie ihre neue Platte und macht in einer irgendwie LoFi-gearteten Weise dort weiter, wo The Vertigo Days vor fünf Jahren aufgehört hat. Der Sound ein wenig direkter, ein wenig roher eventuell. Nun ist mit How The Story Ends ein neues Lied erschienen und es ist einfach großartig! Denn die ganzen feinen Elemente, die diese Band ausmachen, insbesondere live, sind hier super gut zu hören. Viel Rhythmus, viel Vibraphon, viel Bassklarinette. Das ist so ungeheuer gut arrangiert, so wunderschön und dennoch mit einem tollen melancholischen Vibe. In diese Musik kann man einfach nur eintauchen, alles andere ist doch gar nicht möglich.
Maiija
(Ms) Wenn die ersten Takte, die ersten Sekunden schon direkt so viel Sog entfalten, dass Weghören nicht möglich ist, dann passiert Großes. Ungelogen. Ein durchgehend verhaltener, aber dennoch markanter Schlagzeugbeat. Eine Gitarre, die das melodiöse Gerüst baut und eine Stimme, die darüber eine gewaltige Schönheit entfacht. Zusammen ergibt Recover aufs erste Hören schon einen melancholischen Song, doch er bleibt nicht dabei. Maiija, das Projekt von Marilies Jagsch, singt von ihrem Weg, mit Endometriose zurecht zu kommen. Ein Signal an andere erkrankte Frauen, wie sie mit diesem chronischen Leiden umgeht. Laut Titel geht es natürlich um die Erholung, aber das Lied macht auch klar, dass der Weg langsam ist - „Slow, slow we go“. Ganz ehrlich: So schöne, kraftvolle Musik, die das Zerbrechliche in sich trägt, aber dennoch stärker ist, habe ich lange nicht gehört. Ja, dieses Lied hat etwas Heilendes. Wow! Am 13. Februar erscheint ihre neue Platte What If und könnte wundersam werden!






