Freitag, 16. August 2019

KW 33, 2019: Die luserlounge selektiert!

Quelle: github.com
(sb/ms) Eine der großen Fragen der Musikkultur: Was ist Popmusik? Ich wette, dass Dietrich Diederichsen diese Frage anders beantworten würde als die Jury vom Preis für Popkultur, der dieses Jahr wieder im Oktober verliehen wird und Qualität statt kommerziellen Erfolg auszeichnen will. Schaut man sich die Shortlist an, so ist schnell zu vermuten, dass Popmusik in diesem Jahr zu einem Großteil aus HipHop besteht. Vom reinen Genre sind die beiden natürlich auseinander zu dividieren. HipHop ist aber (wieder) so dermaßen populär, dass der Begriff auf der anderen Seite auch passen mag. Schon letztes Jahr haben Rap-Tracks die Media Control-Charts dominiert, dieses Jahr ist es nicht anders. Dass da viel übler Schrott bei ist, ist natürlich schlimm, aber ein anderes Thema. Wenn die Kids üblen Schrott abfeiern, dann feiern die Kids halt üblen Schrott ab. Da müssen wir links-grüne Guthörer mal ein wenig die Klappe halten. Wirkliche Pop-Musik, die man sie irgendwie im Gefühl hat, ist nur ab und an bei der Jury zu finden. Ich würde Alice Merton, Mine und Bosse dazu zählen. Die Beatsteaks sind populär, machen aber keine Popmusik. Fatoni hingegen ist super, und sollte alle Kategorien, in denen er nominiert ist, gewinnen. Es bleibt spannend, was bei der Verleihung im Oktober herauskommt!
Nun ist erstmal Freitag. Wir sind die luserlounge. Wir haben selektiert:

Steaming Satellites 
Drei Typen, die den Groove im Blut haben. Das ist sicherlich einer der Gründe, warum die Steaming Satellites schon als Support der bockstarken Portugal. The Man aufgetreten sind. Das österreichische Trio weiß halt genau, was sowohl tanzbar als auch musikalisch richtig fein ist. Eine entsprechend gewachsene Fan-Schar ist der logische Beweis dafür. Kommenden Frühling - Vorsorge ist besser als Nachsorge - gehen sie weider auf Tour und bei den Terminen sollte für jeden etwas dabei sein. Heißt auch: Es gibt keine Ausrede, nicht hinzugehen. Seit dem 5. Juli gibt es schon den neuen Track Running Out Of Time zu hören - herrliche Gitarre! - nach Silvester irgendwann kommt dann das neue Album. Titel und genaues Erscheinungsdatum werden wir Euch natürlich umgehend mitteilen! Also: Kalender raus, Tickets holen, Boxen aufdrehen!

15.04.2020 Karlsruhe, Substage Café
16.04.2020 Osnabrück, Popsalon Festival
17.04.2020 Dresden, Polimagie Festival - Beatpol
18.04.2020 Berlin, BiNuu
21.04.2020 Hamburg, Nochtspeicher
22.04.2020 Köln, Helios 37
23.04.2020 Frankfurt, Zoom
24.04.2020 München, Technikum
25.04.2020 Innsbruck, Music Hall
27.04.2020 Graz, Orpheum
28.04.2020 Linz, Posthof
29.04.2020 Regensburg, Alte Mälzerei
30.04.2020 Konstanz, Kulturladen
11.05.2020 Salzburg, Szene
12.05.2020 Wien, Arena



Solstorm
Es gibt Schrott-Namen für Bands (ja, wir regen uns regelmäßig darüber auf), aber es gibt auch Musiker, die sich ihren Bandnamen mit Bedacht ausgewählt haben. Solstorm aus Norwegen gehören definitiv dazu. Was genau ein Sonnensturm ist, lest ihr besser in der Enzyklopädie Eures Vertrauens durch. Rein visuell ist es ein Spiel aus Helligkeit und Dunkelheit. Es ist schön und dennoch gefährlich. Und genauso hören sich Solstorm an. Satte Gitarrenriffs, heftig gespielter Bass, ein gut bearbeitetes Schlagzeug und - wenn er da ist - tiefer, rauer Gesang. Reiner Hardrock mit vielen instrumentalen Parts. Die Band hat vor acht Jahren ihr erstes Album veröffentlicht und Anfang Oktober (VÖ. 4.10.) legen sie nach! Es trägt de simplen Namen II und mit Eklips kann man sich drauf freuen. Setzt Euch hin, schnallt Euch vielleicht an und dann dreht die Boxen abermals auf!



Amanda Palmer
In der großen, weit gefassten Poplandschaft (siehe oben) gibt es nicht viele KünstlerInnen, von denen man behaupten kann, dass ihr kreativer Geist ihr gesamtes Schaffen auf höchstem Niveau zur Geltung bringt. Bei Amanda Palmer ist genau das seit Jahren der Fall. Ihr aktuelles Album There Will Be No Intermission ist nichts für schwache Nerven, nebenbei äußerst sie sich immer wieder lautstark in gesellschaftlichen Debatten und das neue Video zu Drowning In The Sound zeigt, dass sich der Inhalt des Songs durchaus in Elementen mit einer Tanzperformance darstellen lässt. Klug ausgewählt ist der Track, die Klaviermelodie zieht sich durch das ganze Album. Die Choreographin Coco Karol ist übrigens mitten im Video zu sehen; und ja, sie ist im siebten Monat schwanger. Die Dramatik des Liedes spiegelt sich toll in der Umsetzung des Videos:



Cassels
Wie stellen wir unsere wöchentliche Rundumschau zusammen? Neben vielen Möglichkeiten, Ideen und Vorlieben, schauen wir natürlich auch, was alles in den Mails zu entdecken ist, die wir von Agenturen und Labels bekommen. So wurde uns auch das neue Material des Londoner Duos Cassels zugespielt. Ich klickte auf Play für den Song The Woman In The Moon und wollte nach eineinhalb Minuten eigentlich wieder den Tab schließen. Doch dann hat der Track Fahrt aufgenommen. Der Lo-Fi-Indie zu Beginn holte mich nicht ab. Die anschließende Dynamik sagt aber: Hör ein Lied stets bis zum Ende, bevor du dir ein Urteils erlaubst, du Depp. Das Tempo zog an, sowohl in der Gitarre als auch im Gesang und so verdichtete sich der ganze Track. Richtig gut gemacht.
Bald - am 6. September - erscheint das zweite Album der Band, es heißt The Perfect Ending. Es ist zu hoffen, dass auf dem Langspieler noch mehr Überraschungen zu entdecken sind! Auch erwähnenswert: Loz an den Drums und Jim an Gitarre und Gesang sind Brüder. So klingt der Track:



Simon Joyner
Und dann sind da diese Stimmen, die einen sofort eine Gänsehaut bescheren. Sie sind dann noch intensiver, wenn die begleitende Musik reduziert ist. Vielleicht nur Gitarre, zurückhaltende Streicher, dezente Percussion und ganz im Hintergrund eine Trompete. Damit sind wir beim Singer/Songwriter Simon Joyner und seinem Song Tongue Of A Child. Klar, es liegt daran, dass seine Stimme angenehm tief ist, aber halt auch durchdringend und in dem Lied klasse in Szene gesetzt. Sollte er seinen Zigaretten- und Whiskey-Konsum (wenn überhaupt) massiv steigern, könnte er in vielen Jahren vielleicht wie Tom Waits klingen. Bis dahin können wir aber noch die pure, reine Form seines Gesangs und seiner Musik genießen. Der Herr aus Omaha veröffentlicht sein neues Werk Pocket Moon am 25. Oktober. Wahrscheinlich richtig gute Herbstmusik!

Mittwoch, 14. August 2019

Hanne Hukkelberg - Birthmark

Foto: Mike R. Cruz Angeles
(ms) Das Musikuniversum ist oft halt doch viel zu klein und zu ungleich verteilt, als dass den Künstlern, die wirklich qualitativ hochwertig arbeiten, der entsprechende Ruhm, Erfolg und der damit einhergehende Bekanntheitsgrad entgegen kommt. Es müssen nicht direkt die großen Hallen und die Heavy Rotation im Radio sein. Die gut gefüllten 500-Leute-Clubs machen sicherlich auch sehr glücklich.
Dabei ist Hanne Hukkelberg nicht die einzige Künstlerin, der wir das wünschen. Doch sie veröffentlicht an diesem Freitag (16. August) ein ganz großartiges Album.
Die Norwegerin macht unkonventionelle Musik, auf die man sich etwas einlassen muss, dann aber ganz schnell die darin innewohnende Schönheit entdeckt. Als grobe Leitlinie kann man sagen, dass Hukkelberg etwas zwischen Dear Reader und CocoRosie macht. Also: klasse Stimme, keine Angst vor außergewöhnlicher Instrumentierung, durchaus einen Hang zu ruhigeren Tönen, aber auch keine Furcht im nächsten Moment daraus komplett auszubrechen.
Zum Unkonventionellen gehört auch, dass das Album Birthmark nur neun Lieder beinhaltet und genau 30 Minuten lang dafür sorgt, den Alltag ganz schnell zu vergessen!
Bevor wir zu den einzelnen Songs kommen, hier noch ein paar harte Fakten zum neuen Werk: Hanne Hukkelberg veröffentlicht ihr sechstes Album auf ihrem eigenen Label Hukkelberg Music. Seit mehr als fünfzehn Jahren macht sie Musik und steuerte zuletzt die klangliche Untermalung zum norwegischen Dokufilm My Heart Belongs To Daddy bei. Hinter Birthmark steht eine ganz besondere Geschichte in der Entstehung: Die Lieder wurden alle via Improvisation geschrieben. Zudem saß sie dafür am Klavier ihrer verstorbenen Großmutter; was alles an Emotion halt in ein Album reingeht. Das große Tasteninstrument steht auch klanglich im Vordergrund bei den neun Songs. Außerdem  - Stichwort Unkonventionalität - nutzt sie als Percussion ein paar Haushaltsgegenstände. Hat sie vielleicht bei Hauschka oder Käptn Peng abgeguckt?



Wie klingen nun die Lieder auf Birthmark?
Der gleichnamige erste Track ist mit einer Minute Spielzeit eher ein Intro, arbeitet mit Samples und Sythie-Flächen und endet zu guter Letzt mit einem verzerrten Lächeln. Mit Samples geht es auf Don't Dream weiter, dieses Mal von Bläsern und den angesprochenen Percussion-Ersatzteilen. Der Track spielt durchaus mit Dissonanzen und arhythmischen Arrangements ohne jedoch unangenehm fürs Ohr zu werden. Mit Rules wird es poppig oder soulig; die Presse-Infos sprechen auch von R'n'B, meinetwegen. Die immer noch nonkonform klingenden Sounds regen hier jedoch extrem dazu an, dass daraus ein astreiner Ohrwurm wird, denn dieses Lied baut sich hervorragend auf und macht eine Menge Freude. Insbesondere durch den Uhh-huu-Gesang. Crazy ist die erste Auskopplung (s.o.) und das ist kein Wunder. Die Dame hat Jazz studiert, ist also vom Fach und weiß, was gut ins Ohr geht. Schöne Xylophon-Sounds sorgen hier für ein sehr harmonisches Gesamtbild. Stichwort Percussion und Alltagsgegenstände: die ersten Geräusche auf Catch Me If You Can klingen so, als ob sie eine mit Kleinigkeiten gefüllte Holzbox schüttelt.
Bei Faith kommt man einfach auf das innewohnende Thema: die großen Fragen. Die stellt Hukkelberg immer wieder auf dem Album; bei diesem melancholischen Song so: "Can you explain what's in your brain / Can you explain the places you've been / Can you explain all the things you've seen". Davon erzählen: sicherlich. Sie erklären: Heikle Aufgabe!
Mein Vorschlag: For The Young And Bold I sollte die nächste Single werden! Beatboxing ist zu vernehmen, dazu gesellt sich ein verspieltes Klavier und später dann ein insgesamt satter Beat!

Birthmark ist ein musikalisch anspruchsvolles Album. Ob es sich gut eignet, um nebenbei zu laufen, muss man selbst ausprobieren. Mir hat es schnell sehr gut gefallen, weil es außergewöhnlich ist. Außergewöhnlich schön und außergewöhnlich schlau arrangiert. Das kann man sich im Herbst genau hier anschauen:

12.10. - Essen, Peng Festival
13.10. - Hamburg, Turmzimmer
14.10. - Berlin, Monarch
16.10. - Frankfurt, Mousonturm Lokal
17.10. - Hannover, Feinkost Lampe

Sonntag, 11. August 2019

Live in Hannover: Fährmannsfest Freitag

Kettcar als Headliner. Foto: luserlounge
(ms) Vor zehn Jahren war ich das erste und letzte Mal beim Fährmannsfest in Hannover. Damals war ich für Schandmaul da. Puh, die Zeiten ändern sich!
Aber das Areal des Festivals ist gleich geblieben und ich erkannte die Gestaltung fix wieder. Ja, am Freitag war der Wettergott etwas unentschlossen, wie er dieses Wochenende in Niedersachsen einläuten soll. Hat er sich erst für Regen entschieden, so hat er  - sicherlich auf Grund der astreinen Musik an diesem Tag - sich später doch dagegen entschieden und der Trockenheit weitestgehend walten lassen.
Wo die Ihme in die Leine mündet, stand am Freitag die große Festivalbühne, deren Wiesen sich nach und nach sehr ordentlich gefüllt haben. Das lag sicherlich an dem geschmackvollen Booking für den Abend, aber auch an der persönlichen Note der Veranstaltung. Ich mag Veranstaltungen, bei denen Moderatoren durch den Abend führen. Der informationelle Mehrwert ist sicherlich streitbar, aber es macht das ganze heimelig und nimmt das Festival aus einem anonymen Nacheinander-Auftreten heraus.

Als es noch etwas nieselte, betrat der Drei-Mann-Dampfer Fortuna Ehrenfeld die Bühne und hat eine halbe Stunde abgeliefert, was das Zeug hält. Was ist das einfach für eine irre Band? Habe sie nun schon ein paar Mal live gesehen und jedes Mal steigt die Vorfreude immens! Natürlich liegt das auch an Martins Schlafanzug und der Pulle Rotwein, doch in Wahrheit sind es die Texte. Die von unglaublich wahr und nah bis gaga nichts auslassen und genau deshalb so ehrlich sind. Ganz große Klasse natürlich, dass zum Abschluss Puff von Barcelona gespielt wurde!
Nach wildem, aber planvollem Umbaugewusel auf der Bühne, standen da vier Hipster-Typen an den Instrumenten. The Districts. Ich habe vorher mal reingehört und es als solide empfunden. Was dann allerdings passierte, war kaum auszudenken. Die vier Kerle aus Pennsylvania haben jeden Funken Energie aus ihren Kehlen und Saiten und Trommeln geholt, die vorhanden waren. Wenn mich Musik umhaut, dann liegt das meist an etwas, das ich Dynamik nenne. Und die haben es raus gehabt. Insbesondere der letzte Track - völlige Verausgabung - war große Klasse. Super Booking!
Anmerkungen zu Isolation Berlin: Wenn ich Tocotronic hören will, gehe ich zu Tocotronic. Wenn ich Drangsal hören will, gehe ich zu Drangsal. Wenn ich Element of Crime hören will, gehe ich zu Element of Crime. Aber ich will keinen üblen pseudointellektuellen Mix aus diesen großartigen Gruppen haben. Durchsage beendet.

Den Abschluss gaben Kettcar. Und sie waren abermals der Grund, warum ich vor den unterschiedlichsten Bühnen stehe. Über ihre musikalische Qualität - auf Platte und auch live - kann man auf diesem Blog an anderen Stellen nachlesen. Warum gehe ich zum 27. Mal Kettcar angucken? Wird das nicht langweilig, werde ich gefragt? Spielen die nicht immer die gleichen Lieder, werde ich gefragt? Ja, sie spielen zum Großteil die gleichen Lieder, aber langweilig wurde es noch nie. Gründe, warum ich süchtig nach dieser Band bin: alle haben ein Mikrophon vor sich, niemand steht wirklich im Mittelpunkt, auch wenn Marcus singt und Reimer viele Ansagen macht. Es ist null Attitüde dabei; alles, wirklich alles kommt aus dem Herzen. Und genau da landet es halt auch wieder. Die Songs von Kettcar berühren mich jedes Mal. Manchmal auch, wenn ich es nicht erahnt habe. Es sind die politischen Lieder, die mich genauso hart treffen wie die Befindlichkeitsfixierten. Als Fan einer Band verbindet man natürlich auch Tracks mit eigenen Stationen und Situationen im Leben. Und während eines Konzerts wird dann oft ein innerer Film abgespult, der einen zum Schmunzeln bringt und genauso die Tränen ins Auge treiben. Zudem habe ich die Vermutung, dass die Band nun erstmal eine Pause einlegen wird, seit zwei Jahren sind sie extrem viel und erfolgreicher dennje auf Tour. Und Danny Simon muss nun bei Thees Uhlmann wieder Gitarren über die Bühnen werfen! Bis zum nächsten Mal, Kettcar. Bis zum nächsten Mal, tolles Fährmannsfest!

Freitag, 9. August 2019

KW 32, 2019: Die luserlounge selektiert!

Quelle: davingreenwell.com
(ms/sb) Über die Eventisierung von großen Festivals muss ich mich noch mal kurz auslassen. Auf dem Deichbrand Festival ist mir was Schlimmes aufgefallen. In der Regel hatten die Bands mindestens 60 Minuten Zeit für ihren Slot, bei den Größeren natürlich 90 Minuten. Und was machen einzelne Gruppen in ihrem Set? Sie covern Lieder! Oder - noch viel schlimmer - sie spielen sie einfach ohne eigene Note nach. Was soll das denn bitte? Fehlt den Künstlern Kreativität? Haben sie Angst, dass die Meute, die mit hoher Wahrscheinlichkeit das eigene Werk nicht kennt, dazu nicht abgeht? Vertraut man der Energie der eigenen Musik nicht? Imitiert man einen Dorf-DJ, der immer mal wieder einen Mega-Kracher raushauen muss, damit die angetrunkene Menge auf der Tanzfläche bleibt? Oder warum haben beispielsweise Swiss & Die Andern Schrei nach Liebe von Die Ärzte gespielt? Klar, das ist ein solider Song, aber ich kenne die Tracks von Swiss und bin stark von ihrer Festivaltauglichkeit überzeugt. Meine Vermutung: Spielen die Bands, die zum Beispiel auf dem Deichbrand vor mehreren Tausend Menschen gespielt haben auf kleineren Festivals, tun sie genau das nicht. Wenn das zutrifft, wäre das eine Bankrotterklärung in das eigene Schaffen.
Ich gehe davon aus, dass beim Traumzeit Festival, dem Immergut, dem Haldern Pop oder dem Appletree Garden keine einzige Band irgendwas covert, da das Publikum sich gern auf Neues einlässt. Wir haben auch Neues für Euch. Denn es ist Freitag und wir haben selektiert!

Onk Lou
Ganze zwei Wochen hat sich Onk Lou Zeit genommen, um ganz spontan im eigenen Wohnzimmer eine neue EP einzuspielen und diese zu veröffentlichen. Wir verfolgen den musikalischen Weg des Österreichers ja schon etwas länger und sind immer wieder sehr angetan von seinem Output, seiner Joe Cocker-esquen Stimme, seinem Songwriting und der Art und Weise, wie er mit scheinbar wenig Aufwand seine Hörer in seinen Bann zieht. Die Summer Tapes EP stellt da keine Ausnahme dar: sechs kleine Perlen, die ihren wahren Wert erst offenbaren, wenn man sich ihnen ganz hingibt und bereit ist, Onk Lou seine volle Aufmerksamkeit zu schenken. Ein bisschen Soul, ein bisschen Blues, ein bisschen 70s und fertig ist ein trotz allem extrem modernes Stück Musik, das Ihr Euch nicht entgehen lassen solltet.


Young Guv
Musikliebhaber und Zündfunkmoderator Achim Bogdahn überschüttet Young Guv geradezu mit (Vorschuss-)Lorbeeren und krönt Guv I zum "Sommeralbum des Jahres". Grund genug, sich das mal genauer anzuhören und zu checken, ob Achim auch diesmal wieder ein super Gespür bewiesen hat. Und ja: so ganz falsch liegt er damit nicht! Ich höre zwar aktuell lieber etwas ruhigere Töne, aber was Ben Cook, der Gitarrist der Hardcore-Band Fucked Up da abliefert, ist schon richtig stark. Young Guv erfindet das Rad definitiv nicht neu (teilweise erinnert mich Guv I ziemlich an Fountains Of Wayne aus dem Jahr 1996), aber das ist egal, denn Powerpop kommt heutzutage oft viel zu kurz und die Vermischung von psychedelischen Elementen mit Shoegaze und britischer Popmusik klingt schon ziemlich sexy. Taugt. Sehr sogar.


Sedlmeir
Wichtig ist auch, wenn Musik sich nicht immer so ernst nimmt. Dann darf es auch vor Kitsch triefen, sodass es einem normalerweiser schaudert. Doch Musik ist halt auch dafür da, den Kopf mal auszuschalten. Das geht bei Sedlmeir immer gut. Sein Label Weltgast bezeichnet seine Kunst als Lo-Fi Chanson und das trifft herrlich zu. Wo Pathos und große Worte sich mit einem Augenzwinkern zusammentun, können wir nicht nein sagen. Ein leicht melancholisches Lächeln im Gesicht ist die logische Konsequent. So auch beim neuen Song Frau Mit Hund. Ich mag zwar keine Hunde, Haustiere generell überhaupt nicht, kann aber verstehen, was der Mann uns sagen will. Der Track ist Teil des am 27. September erscheinenden Albums Senioren Gegen Faschismus. Allein der Titel macht in höchstem Maße neugierig! Ab heute ist der Herr live zu sehen:

09.08.19 Kassel, Goldgrube
23.08.19 Dorsten, Bürgerpark Maria Lindenhof
13.09.19 Wuppertal, Die Börse
19.09.19 Hamburg, Damensalon
20.09.19 Plauen, Malzhaus
27.09.19 Berlin, Cortina Bob (Record Release Party)
03.10.19 Tübingen, Blauer Salon
04.10.19 Bamberg, Pizzini
25.10.19 Saarbrücken, Theaterschiff Maria-Helena
07.11.19 Unna, Spatz & Wal
08.11.19 Mönchengladbach, Blu Box Studio
09.11.19 Celle, MS Loretta
22.11.19 Altötting, Festsaal MKT
05.12.19 CH- Basel, Hirscheneck
06.12.19 CH-Zürich, Helsinki Klub
07.12.19 Freiburg, Slow Club



Niels Frevert
Da sind diese speziellen Künstler, bei denen die große Vorfreude auf neues Material mit unpathetischem Berühren des Herzen verbunden ist. Das war kürzlich bei Enno Bunger so. Und Niels Frevert schlägt in die gleiche Kerbe. Wir haben schon auf das neue Album Putzlicht, das am 6. September bein Groenland Records erscheint, hingewiesen. Und wollen das heute nochmal untermauern.
Denn es gelingt nicht vielen Musikern richtig gut über die Emotionen zu singen, die Musik an sich übermitteln kann. Frevert kann das. Und zwar richtig gut. Das Lied heißt Immer Noch Die Musik und verbindet Ton und Video richtig gut. Wer kennt es nicht, nach einem gebrauchten Tag im Auto (im Zug, auf dem Rad...) den Sound so richtig aufzudrehen, dass er einem gut tut, den Ärger des Tages vergessen lässt und auf das besinnt, was einem Energie gibt: Töne und richtig gute Worte. Anfang September darf man dann also ein großartiges Album erwarten! Hier die dazugehörigen Tourdaten, die man dringend wahrnehmen sollte:

09.10.2019 Essen, Zeche Carl
10.10.2019 Köln, Clubbahnhof Ehrenfeld
11.10.2019 Frankfurt, Nachtleben
12.10.2019 Münster, Gleis 22
16.10.2019 München, Orangehouse
17.10.2019 Dresden, Scheune
18.10.2019 Berlin, Heimathafen
19.10.2019 Hamburg, Mojo



Battles
Es ist immer spannend, wenn Bands einen eher projektartigen Charakter haben. Battles würden das sicherlich nie von sich behaupten, für mich macht es aber dennoch den Eindruck. Denn: Ian Williams und John Stanier sind die Köpfe der Band und offiziell auch ihre gesamte Besetzung. Mit Keyboards, elektronischen Geräten, Gitarre und Schlagzeug bewaffnet haben sie schon auf drei Alben bewiesen, was überwiegend instrumentale Musik zu bewirken vermag. Regelmäßig holen sie sich jedoch Unterstützung am Gesang - das meine ich der Projektartigkeit. Je nach SängerIn kann man dann halt doch sehr unterschiedlich klingen, und das macht neugierig. Am 18. Oktober erscheint ihr neues Werk Juice B Crypts über Warp Records. Mit Titanium 2 Step, wo Sal Principato singt, kann man schon reinhören. Was einen erwartet: pure Dynamik und kluges Arrangements, die extrem zum Tanzen einladen. Euer Glück, dass wir freitags selektieren!
Battles spielen dieses Jahr noch ein Konzert hierzulande:

23.10 - Berlin, SchwuZ



Rikas
Hier kommt der nächste Hype. Obwohl... der steigt schon seit mindestens einem Jahr. Seitdem sind Rikas auf jeden Fall mehr geworden als nur ein Geheimtipp auf Festivals und in den kleinen, schönen Clubs. Ich habe sie letztes Jahr schon zwei Mal mehr oder weniger zufällig gesehen und war total angefixt von der extrem tanzbaren Gute-Laune-Musik. Und das ist keinesfalls negativ gemeint. Ich bin immer froh, Bands zu entdecken, die einen schönen Gegenpol zu den kopflastigen Künstlern bilden (siehe Niels Frevert) ohne plump zu sein. In wiederkehrenden Abständen haben die vier Schwaben Singles samt Videos rausgehauen, doch nun ist es endlich soweit: Ihr Erstling Showtime erscheint am 11. Oktober und das gleich beim Major Sony. Natürlich schwingt da die Sorge mit, sofort ausverkauft und verramscht zu werden oder so dämlich-beliebig wie die zuvor gehypten Von Wegen Lisbeth oder AnnenMayBumsi. Daher freuen wir uns auf das Album, das uns mit schwingenden Tönen den Herbst versüßen wird und können jetzt schon mal reinhören: Fanny Pack Party gibt's hier! Und dann folgt eine weitere Rutsche an Tourdaten, obwohl die Vier schon pausenlos unterwegs sind!

12.11.2019 Erlangen, E-Werk
13.11.2019 Frankfurt am Main, Das Bett
15.11.2019 Saarbrücken, Studio 30
21.11.2019 München, Strom
22.11.2019 AT-Wien, Rhiz
23.11.2019 AT-Linz, Stadtwerkstatt
27.11.2019 Tübingen, Sudhaus
28.11.2019 Köln, Artheater
29.11.2019 Hannover, Béi Chéz Heinz
30.11.2019 Kassel, Schlachthof
03.12.2019 Münster, Gleis 22
04.12.2019 Bielefeld, Movie
05.12.2019 Bremen, Lagerhaus
06.12.2019 Hamburg, Molotow
07.12.2019 Flensburg, Volksbad
10.12.2019 Leipzig, Moritzbastei
11.12.2019 Dresden, Altes Wettbüro
12.12.2019 Berlin, Badehaus
13.12.2019 Würzburg, Jugendkulturhaus Cairo
14.12.2019 Stuttgart, Im Wizemann

Freitag, 2. August 2019

KW 31, 2019: Die luserlounge selektiert!

Bild: commons.wikimedia.org
(sb) Das war also die Woche, in der ein Arschloch ein Kind vor einen fahrenden Zug stieß. Die Woche, in der der Täter und seine Nationalität mal wieder wichtiger waren als das bzw. die Opfer. Die Woche, in der ekelhAfDe Politiker das Stock-Foto eines Kindermodels in den sozialen Medien verbreiteten und der dummen Bevölkerung weismachen wollten, es handle sich dabei um den getöteten Jungen. Die Woche, in der Ex-Verfassungsschutzchef Maaßen ernsthaft die Aussage tätigte, er sei "sozial und damit eher links." Die Woche, in der ein vorbestrafter Ex-nach-Südafrika-Flüchtling und Montagsmarsch-Organisator eine schwedische Teenagerin aufs Übelste beleidigte, nur weil diese sich für den Umweltschutz und eine bessere Zukunft für die folgenden Generationen einsetzt.

Was ist nur los mit dieser Welt? Da läuft einiges gewaltig schief und die Spirale lässt sich nicht wirklich aufhalten. Sachdienliche Hinweise zur Verbesserung der Situation werden gerne entgegengenommen.

Bis dahin versorgen wir Euch natürlich gerne mit neuer Musik, denn: Es ist Freitag. Es wird selektiert.

Keele
So ganz neu sind Keele ja nun nicht, aber Kalte Wände (VÖ: 23.08.) ist tatsächlich erst das zweite Album der Hamburger. Und keine Frage: das Ding geht gut! Auch wenn ich kryptische Lyrics mitunter sehr gerne mag, überfordert mich das Album in einigen Passagen und ich denke, dass man schon Mitglied der Band sein muss, um so manche Metapher zu verstehen. Das liegt aber auch sicher daran, dass Keele auf ihrer Scheibe das Jahr 2018 Revue passieren lassen und Ereignisse reflektieren, mit denen sie selbst (oder zumindest ihr nahes Umfeld) konfrontiert wurden. Melodisch top, gesanglich auch sehr gelungen und textlich trotz der erwähnten Schwierigkeiten stark - taugt! Und sollte die Band das hier tatsächlich lesen: Geht es in Einer von den Großen um charakterliche Nullen, die ihr menschliches Versagen durch eine politische Karriere in einer NPD-liken Partei mit besorgtbürgerlichem Anstrich kaschieren wollen? Bin um eine Antwort sehr dankbar!

Live demnächst hier:

22.08. Hamburg, Nachtwache
12.09. Bremen, Capri Bar
13.09. Oberhausen, Druckluft
14.09. Düsseldorf, Spilles
27.09. Berlin, Schokoladen
28.09. Erfurt, Cafe Tiko
03.10. Jena, Cafe Wagner
26.10. Hamburg, Knust


Lagwagon
Seit 1990 (!) liefern Lagwagon feinsten Punkrock ab und an ein Ende ist nicht zu denken. Fünf Jahre nach dem Erfolgsalbum Hang lassen die Kalifornier nun Railer (VÖ: 04.10.) folgen und präsentieren darauf zwölf Songs, die die Skate Punk-Legenden auf einen Trip zurück in die Anfangstage der Band entführt. Mit Bubble erschien diese Woche die erste Single aus dem neuen Material und erinnert mich in der Tat an meine Jugend, in der Bands wie Pennywise, Millencolin und NOFX rauf- und runterliefen. Hach, was waren wir jung... Aber genug des Schwelgens in längst vergangenen Zeiten: Lagwagon liefern, überzeugen und machen Spaß. Viel Überraschendes sollte man allerdings nicht erwarten.

Für ganze drei Konzerte werden die Kalifornier auf ihrer bevorstehenden Tour auch im deutschsprachigen Raum Station machen:

17.11. Wels (AT), Alter Schlachthof
19.11. Berlin (DE), SO36
20.11. Münster, Skaters Palace


Jesse Barnett & Nathan Gray
Wenn sich die Köpfe von zwei erfolgreichen Post Hardcore-Bands zusammentun, um gemeinsame Sache zu machen, dann ist das per se schon mal sehr vielversprechend. Und wenn dabei dann auch noch so etwas Tolles rauskommt wie die Split EP (VÖ: 16.08.) von Jesse Barnett und Nathan Gray, dann wurden die Vorschusslorbeeren nicht umsonst verteilt. Sind beide sonst vornehmlich laut und treibend unterwegs, zeigen sie sich solo nun so persönlich und intim wie nie zuvor. Steht ihnen hervorragend!

Die Kooperation der zwei Sänger erweist sich als fruchtbares künstlerisches Neudenken, das seinen Ursprung bereits in der Begegnung der beiden auf einer gemeinsamen Tour vor einigen Jahren hatte. Mit ihren Hauptbands haben die Musiker indes schon wieder große Pläne: Gray spielt mit Boysetsfire im Herbst eine große Tour zum 25-jährigen Bandjubiläum und arbeitet parallel zudem an einem neuen Solo-Album. Barnett kommt mit Stick To Your Guns Ende 2019 erneut nach Europa, wo die Hardcore-Ikonen ihre zwei bislang größten Headline-Shows in Köln und Berlin absolvieren werden.


Grossstadtgeflüster
Die Elektro-Pop-Band aus Berlin schenkte uns überragende Hymnen wie Ich muss gar nix oder Fickt-Euch-Allee und meldet sich nun mit der Single Hallus zurück. Mit an Bord sind die Kollegen von Hgich.T, was auf etwas ziemlich Abgefahrenes schließen lässt. Und so ist es dann auch... Passt natürlich zu Grossstadtgeflüster, ist aber sicher nicht jedermanns Sache und reißt mich leider nicht wirklich mit. Das können die deutlich besser! Für das Video sollte zudem eine Epilepsie-Warnung ausgesprochen werden, aber das nur am Rande. Am 16.08. folgt zudem das neue Album Tips & Tricks - Termin selbstverständlich trotzdem vormerken!


No King. No Crown.
René Ahlig und seine Kollegen von No King. No Crown. begleiten uns schon das ganze Jahr mit ihrer wundervollen Musik und dem großartigen Album Smoke Signals. Auf Spotify hat diese Perle mittlerweile über 700.000 Aufrufe - Grund genug für die Dresdner, dem Titeltrack einen neuen Anstrich verpassen zu lassen! Makk liefert pünktlich zum Wochenende einen sommerlichen Remix von Smoke Signals ab und zeigt uns völlig neue Facetten des Songs. Toll bleibt toll bleibt toll.

Live gibts dann aber doch eher das Original und das solltet Ihr Euch nicht entgehen lassen:

27.09. Suhl (DE), Kulturbaustelle
28.09. Jena (DE), Leuchtturm
19.10. Rorschach (CH), Treppenhaus
20.10. Luzern (CH), Schürr
21.10. Winterthur (CH), Monomontag
22.10. Darmstadt (DE), Schlosskeller
24.10. Tübingen (DE), Secret Show
25.10. Stuttgart (DE), Atelierkonzert
26.10. Dresden (DE), Altes Wettbüro


Thees Uhlmann
Die frohe Kunde vom neuen Album (Junkies und Scientologen; VÖ: 20.09.) hatten wir Euch ja bereits überbracht, schon heute gibt es den ersten Vorgeschmack in Form der Single 5 Jahre nicht gesungen. Merkt man nicht, klingt wie eh und je. Macht Euch ein Bier auf, Thees Uhlmann ist wieder da! Er wird in diesem Leben wohl nicht mehr der beste Sänger der Welt, aber darauf kam es bei ihm ja noch nie an. Diese Texte, diese Liebe zur Musik. Thees, es ist so, dass Du gefehlt hast. Ehrlich jetzt.


Refused
Apropos "gefehlt": Satte 16 Jahre (abzgl. einer einjährigen Reunion im Jahr 2012 mit insgesamt 84 Konzerten) mussten Fans von Refused auf ihre Lieblinge verzichten, ehe sich die Schweden 2014 wieder zusammenrafften, um gemeinsam zu musizieren. Dass die Band nachwievor eine Daseinsberechtigung hat und mitunter wichtiger denn je ist, zeigen nicht zuletzt die Lyrics, die man auf dem bevorstehenden Album War Music (VÖ: 18.10.) zu hören bekommen wird:

"We still believe that capitalism is cancer
and we still believe it can be cured.
We still believe that the patriarchy is cancer
and we still believe it too can be cured.
We still believe in the power of art to transform and expand the mind.
And last but by no means least:
We still believe in the total violent obliteration of the one percent.
Blood red until we're fucking dead.
Let's go.“

Bereits heute erscheint die erste Single daraus (Blood Red, siehe Video) und auch live werden die Mannen um Dennis Lyxzén dieses Jahr noch vorstellig:

04.11. Köln, Carlswerk
05.11. Hamburg, Große Freiheit
11.11. München, Tonhalle
12.11. Berlin, Huxley's Neue Welt


Kyles Tolone
Der PR-Text spricht von "aufbrausenden Schallwellen" und "mitreißenden Stromschnellen" - klar, es ist Agentur-Job, da große Worte zu finden und immer wieder für neue Superlative zu sorgen, aber manchmal ist weniger halt auch mehr. Denn Kyles Tolone haben es gar nicht nötig, sich hinter solchen Phrasen zu verstecken; vielmehr überzeugt das Quartett aus Göttingen durch sinnvolle Texte, die im Hier und Jetzt verwurzelt sind, eine solide Instrumentierung und eine kraftvolle Stimme, der man zu keiner Zeit anhört, dass es sich um ein deutsche Band handelt. Mein erster Gedanke war ja, dass Low Spirits & Fireworks (VÖ: 13.09.) nach Matchbox 20, aber ein bisschen härter klingt. Ich bin sehr, sehr positiv überrascht und der ein oder andere Track des Albums wird es sicher auf meinen Auto-USB-Stick schaffen und mich somit in Zukunft regelmäßig beschallen. Stark!

Wer sich das auch live anschauen möchte, hat demnächst hier die Möglichkeit dazu:

27.09. Köln, Tsunami Club
28.09. Frankfurt/Main, Ponyhof
23.10. Münster, Cafe Sputnik
25.10. Hamburg, Astra Stube
26.10. Hannover, Lux
28.11. Berlin, Sage Club
30.11. Göttingen, Exil