Montag, 16. Juli 2018

Live: Nah am Wasser in Münster

Maeckes lässt sich tragen. Foto: luserlounge
(ms) Samstag. 14. Juli 2018. Hochsommerliche Gefühle in der Metropole Westfalens: Münster. Nachdem vor zwei Wochen das große Vainstream Festival am Hawerkamp stattgefunden hat, haben die gleichen Organisatoren die erste Version vom kleinen, feinen Nah am Wasser Openair über die Bühne gebracht.
Es ist ein bisschen eigentümlich, wie die Veranstaltung sich rumgesprochen hat. Die Facebook-Seite hat etwas mehr als 500 Likes, die Homepage ist so dermaßen übersichtlich gestaltet, um es positiv auszudrücken, dass man dort ausschließlich Links zum Vorverkauf anklicken kann. Stark plakatiert wurde auch nicht. Die Mund-zu-Mund-Propaganda hat also extrem gut funktioniert. Auf dem neu gestalteten Gelände des Coconut Beach, wurde ab Mittag beste Musik dargeboten. Das bei strahlendem, manchmal drückendem Sonnenschein, Sand in den Schuhen und der Möglichkeit vor Ort in den Pool oder nebenan in den Kanal zu springen.

Dass bei einem ersten Mal nicht alles reibungslos läuft, kennen die meisten von uns. So ließ ich mir sagen, dass das Tempo und die Versorgung von Speisen sehr schleppend lief. Ebenso bei Getränken. Zehn zusätzliche Mitarbeiter hätten den Leuten vor und hinter den Theken besser getan. Aber nun gut. Es gab reichlich Leitungswasser an den überlaufenen und zu wenigen Toiletten, aber das sind auch die einzigen kleinen Kritikpunkte.
Denn die Musikauswahl war so dermaßen fein, dass es sicher dazu beigetragen hat, dass der Tag so gut wie ausverkauft war. Wir haben es erst zu Rikas geschafft und wurden sofort unfassbar überzeugt. Die Stuttgarter Band spielte astreinen Gitarrenfunk und das passte ganz hervorragend zum Sommertag. Dazu gab es unterhaltsame Ansagen, extrem tanzbare Songs und sie haben für eine kleine Pause einen Campingstuhl ins Publikum gereicht. Super sympathisch. Kommt auf die Merkliste!
Danach Fortuna Ehrenfeld. Und da muss ich ein wenig parteiisch sein, denn seit gut eineinhalb Jahren bin ich wahnsinnig in deren Musik und die Texte von Martin Bechler verliebt. Auch ohne Keyboarderin Jenny, sondern zu zweit mit Drummer Paul haben sie gezeigt, was gute Musik ist. Das letzte Kommando und Zuweitwegmädchen haben live mal wieder sehr gut getan. Dabei trat Bechler natürlich in Puschelschuhen und Schlafanzug auf und war für schöne Gespräche danach zu haben.
Es folgte Isolation Berlin. Und ich weiß nicht genau wieso, ich kenne nicht einmal viele Lieder von denen, aber ich habe sie irgendwie unter nichtanhörbar abgespeichert und wurde bestätigt. Das ist einfach nur ein ganz schlimmes Derivat von Tocotronic. Punkt. Razz haben wir leider verpasst.

Olli Schulz. Foto: luserlounge
Es folgten drei Höhepunkte. Maeckes und Die Katastrophen haben eindrucksvoll bewiesen, wie man eine Masse in Ekstase versetzen kann. Ein großartiger Auftritt. Ich kannte fast keinen Song von ihm und wurde sehr sehr schnell angetan. Extrem guter Musiker!
Genauso Faber. Vor einigen Wochen beim Traumzeit Festival zum ersten Mal live gesehen und nun hatte ich richtig Bock drauf, da seine überzogene Art und die derben Liederzeilen sehr, sehr viel Spaß machen. Und natürlich: Der Schweizer sieht halt auch noch super aus! Auch ohne Hemd!
Den Deckel hat Olli Schulz drauf gesetzt. Sicher war die Bestätigung seines Auftritts ein großer Trumpf für die Veranstalter. In der sengenden Hitze hat er natürlich abgeliefert. Mit alten und neuen Geschichten und Liedern hat er nicht nur gezeigt, dass er ein toller Entertainer ist, sondern seit vielen Jahren ein genauer Texteschreiber. Und wer sich Max Schröder und Kat Frankie als MitmusikerIn erlauben kann, der... ja... ehm... genau.
Das Nah am Wasser-Festival war ein tolles Ereignis, ein herrlicher Tag, um die Kinderkrankheiten bei Toiletten, Theke etc. wissen die Verantwortlichen sicher genauso gut wie die Besucher. Über eine Wiederholung im kommenden Jahr würden sich bestimmt viele, viele Menschen freuen. Ich gehöre dazu!

Freitag, 13. Juli 2018

KW 28, 2018: Die luserlounge selektiert!

Quelle: en.wikipedia.org/wiki/28_(number)
(ms/sb) Zwei der größten Festivalwochenenden sind ja schon passé. Hurricane/Southside und Rock am Ring/im Park sind abgehakt und abgebaut.
Dabei geht es gefühlt jetzt erst so richtig los. Und eines der absoluten Höhepunkte wird das zweite Augustwochenende, wie seit Jahren. Da findet endlich wieder das Open Flair in Eschwege statt (ja, gleichzeitig auch das wunderbare Taubertal Openair und das Rokko del Schlacko). Wenn das ganze kleine Städtchen wieder Festival macht. Anders kann ich es nicht ausdrücken. Die Bauern helfen mit, die Bevölkerung hat Spaß, die Anwohner verkaufen Bier und lecker Essen und die ein oder anderen lassen einen auch rein, um das zuletzt getrunkene Bier auf natürlichem Wege wieder loszuwerden. Große Klasse und große Unterhaltung wird dann auch wieder die Gänsekapelle sein. Es ist so einfach, wie es klingt. Vorne ein Mensch mit einem Xylophon, dazwischen ein Dutzend Gänse, hinten ein Mensch mit Pauken und Percussion. Fertig ist das Schmunzeln auf dem Gesicht. Und dieses wunderbare Festival durfte diese Woche voller stolz verkünden, dass es ausverkauft ist. Gut, dass wir seit letztem August Karten haben.
Und diese Musik und Infos kann Euer Wochenende verschönern:

Neonschwarz
Sie sind wieder da. Sie haben wieder Bock. Sie sind wieder unterwegs. Wenn Marie Curry, Spion Y, Johnny Mauser und Captain Gips, dann ist der neonschwarze Block da und weiß ordnungsgemäß einzuheizen. Aus eigener Erfahrung kann ich bestätigen, dass es ein Fest wird, wenn die vier Hamburger auf der Bühne stehen und loslegen. Es kommen Gutelaunelieder genauso zur Geltung wie bitter notwendige politische und aktuelle Ansagen! Denn wenn wer was mit seinen Liedern zu sagen hat, dann sind es Neonschwarz. Die Tour nennt sich "40 Grad Fieber"; ob das ein Wink zu einem neuen Album ist, bleibt abzuwarten. Wir freuen uns ohnehin riesig drauf, die Schwizzys wieder live zu sehen:

09.11.2018 - Lüneburg - Kneipe im Anna&Arthur Lüneburg
10.11.2018 - Husum - Speicher Husum
23.11.2018 - Münster - Gleis 22
24.11.2018 - Heidelberg - halle02
07.12.2018 - Dresden - Club Tante JU
08.12.2018 - Wien (AT) - FLEX
24.01.2019 - Zürich (CH) - Dynamo Zürich (offiziell)
25.01.2019 - Bern (CH) - Dachstock Reitschule
08.02.2019 - Wiesbaden - Schlachthof Wiesbaden
09.02.2019 - Düsseldorf - zakk Düsseldorf
22.02.2019 - Stuttgart - Im Wizemann
23.02.2019 - München - Feierwerk
22.03.2019 - Nürnberg - Z-Bau
23.03.2019 - Hannover - Kulturzentrum Faust
05.04.2019 - Dortmund - FZW
06.04.2019 - Bremen - Kulturzentrum Schlachthof
13.04.2019 - Berlin - Festsaal Kreuzberg
27.04.2019 - Hamburg - Grosse Freiheit 36



Orph
Sie haben ein neues Video ins Internet geblasen. Das hochgradig spannende Künstler-Musik-Kollektiv Orph hat den Song Heart Of A Window aus ihrem aktuellen Album The Pyramid Tears Of Simba verbildlicht. Das Video legen wir Euch weiterhin sehr ans Herz! Die Idee zum Video ist so einfach wie genial. Lange bevor es Knuddels oder Tinder gab, gab es anscheinend Dating-Videos. Wie das so genau funktioniert haben soll, ist schleierhaft, zumindest haben Leute sich via VHS vorgestellt und warteten auf Antwort. Genau das ist im Video zu sehen. So herrlich anachronistisch und dadurch extrem sympathisch. Orph sind auch bald wieder live zu sehen:

27.07.18 - Jena - Kulturarena (mit Tocotronic)
26.09.18 - Hamburg, Nochtwache
27.09.18 - Berlin - ArtStalker
28.09.18 - Chemnitz -Aaltra
04.10.18 - Dresden - Groovestation
05.10.18 - Leipzig - Noch Besser Leben
06.10.18 - Vogtland - Kunsthaus Eigenregie
12.10.18 - Hatzenweier - Grüner Baum
13.10.18 - Aachen - Raststätte
24.10.18 - Bad Sulza - Toscana Therme
02. & 03.11.18 Bad Orb - LS Festival



Lässing
Wir haben Euch die Rocker Lässing letztens schon vorgestellt. Dass wir euch die Band erneut präsentieren, hat einen guten Grund. Nicht nur, dass Du nimmst die Liebe zu ernst mitsamt Video nun zu hören und sehen ist, sondern das Video hat eine durchaus einzigartige Geschichte: mit seinem frisch eingerichteten Tinder Gold-Profil veranstalteten sie eine virtuelle „Tinder-Tour“ durch über zehn Städte in Deutschland und konnten dabei über 400 Matches erzielen. Anschließend schickten sie an die Interessierten – wie vorab in der Profilbeschreibung angekündigt – das Video. Einige fanden das danach nicht mehr so lustig, andere haben bei dem Spaß gerne mitgemacht. Und über die Liebe nachzudenken, ist immer eine gute Idee! Bald hier live:

19.07. Cuxhaven - Deichbrand Festival
12.08. Eschwege - Open Flair Festival
17.08. Georgsmarienhütte - Hütte Rockt Festival



Gaika
Letztens haben ja alle mehr oder weniger zurecht über das Video von Childish Gambino gesprochen, geschrieben, diskutiert. Dabei ist das Lied musikalisch gar nicht mal so gut. Mit exzessiver Gewaltdarstellung kommt man halt überall in die Berichterstattung.
Ein wirklich gutes und total sehenswertes Video hat nun Gaika herausgebracht und wenn es nur ein Teil der Aufmerksamkeit bekommt, die Childish Gambino abbekommen hat, wird es dem mehr als gerecht. Das Bewegtbild zu Immigrant Sons (Pesos & Gas) sollte man am besten ohne vorherige Kommentare sehen. Es ist die erste Single aus dem Debütalbum Basic Volume, das am 27. Juli digital und am 28. September physisch via Warp Records erscheint. Dem Rap tut eine Hinwendung zum Text sehr gut, was nicht immer eine Selbstverständlichkeit ist!




Masayoshi Fujita
Ganz ungewöhnliche Töne erreichen uns aus Berlin, wo Masayoshi Fujita den dritten Teil seiner Trilogie von Solo-Vibraphon-Alben vorlegt. Book Of Life (VÖ: 27.07.) heißt das gute Stück, verschafft dem Vibraphon, einem vergleichsweise jungen Instrument (einfach mal googeln!) eine Plattform und lässt den Hörer in sphärische Welten eintauchen, die man so bisher nicht kannte. Der japanische Komponist hat sein jüngstes künstlerisches Schaffen ganz dem Vibraphon verschrieben und diese Passion, diese Liebe zum Instrument ist spürbar. Das ist nichts, was man sich so nebenher anhören sollte, sondern vielmehr ein Album, das geradezu danach schreit (und das ohne Lyrics!), aufmerksam aufgesogen zu werden. Leider gibt's (noch) kein aktuelles Video, stattdessen präsentieren wir Euch Tears Of Unicorn vom Vorgängeralbum Apologues.




Moop Mama
Am 07.09. kommt das neue Album ICH von Moop Mama, seit heute gibt's das Video zu Molotow auf den bekannten Portalen. Gewohnt gut. Auch live sicher ein ordentliches Brett wie immer, wenn die Bläser-Rap-Formation zum Tanzen einlädt!




Bonaparte
Eines der größten Herausforderungen als MusikerIn ist sicherlich, sich neu zu erfinden, mit Überzeugung etwas Anderes am eigenen Klang oder der Vorgehensweise zu entdecken und dies umzusetzen. So geschieht es nun mit Bonaparte! Seit einiger Zeit etwas abgetaucht und nun auf Deutsch zurück. Zwischen Ironie und Ernst bewegt sich Das Lied von Tod und das ganz ohne Western-Romantik. An der Elfenbeinküste ließ sich Tobias Jundt ein bisschen inspirieren, das schlägt sich auf jeden Fall im Video nieder und vielleicht auch im Sound. Kommendes Jahr versetzt er die heimischen Clubs wieder in Ekstase:

Zurück nach Abidjan Tour 2019
04.04.19 Hannover - Glocksee
05.04.19 Erfurt - Kalif Storch
06.04.19 Nünberg - Desi
08.04.19 München - Rote Sonne
10.04.19 Mainz – Schon Schön
11.04.19 Köln - Artheater
12.04.19 Hamburg – Hafenklang
13.04.19 Berlin - Lido


Donnerstag, 12. Juli 2018

The Bamboos - Night Time People

Die Combo, die kein Bein still lässt: The Bamboos. Foto: She Is Aphrodite
(ms) Was haben The Bamboos und Asaf Avidan gemeinsam?
Auf den ersten Blick kann es gar nicht viel sein, denn musikalisch verbindet den Israeli und die australische Band nichts. Avidan tritt solo auf oder ehemals mit seiner Band The Mojos, The Bamboos sind neun Leute! Er hat sechs, die Band jetzt acht Alben veröffentlicht. Sicherlich unterscheiden sich auch die Musikhörer und Besucher der Konzerte voneinander. Die Stimmung könnte live - hier spekuliere ich nur - völlig verschieden sein. Bei Avidan gibt es viele ruhigere, melancholische Parts. The Bamboos machen so eine lockere und leichte Musik mit Herz, die unumwunden gute Laune schafft. Also, was ist jetzt nochmals die Gemeinsamkeit?
Beide wurden zu einem Zeitpunkt, als sie schon jeweils länger im Musikgeschäft aktiv waren, durch einen Remix eines anderen Akteurs richtig, richtig bekannt.
Bei Asaf Avidan war es der Song One Day, der durch den DJ Wankelmut extrem erfolgreich wurde. Bei The Bamboss ist es das Lied This Girl, das durch das Kollektiv Kungs vs Cookin’ on 3 Burners groß wurde. Beide Tracks verzeichnen bei YouTube Klickzahlen im schwindelerregenden Millionenbereich.
Das muss doch ein seltsames Gefühl sein, wenn man jahrelang Musik mit Leidenschaft und Hingabe macht und der Erfolg durchaus okay ist, man sich aber immer ein Stück mehr wünscht. Dann kommt wer, klopft einmal an, fragt, ob man aus diesem oder jenem Lied nicht etwas machen dürfe, natürlich sagt man zu und dann kommt der große Boom...

Die australische Band The Bamboos haben letzte Woche ihr neues, achtes Album Night Time People über BMG veröffentlicht. Das Kollektiv um den Gitarristen Lance Ferguson und die Sängerin Kylie Auldist haben auf der Platte elf Tracks untergebracht, die wirklich ein wunderbares Zusammenspiel ergeben. Der funkige Soul ist absolut ansteckend, kurzweilig, toll arrangiert und wird über die Spielzeit von einer guten Dreiviertelstunde nie langweilig. Dafür ist sicherlich die wundervolle Stimme von Auldist verantwortlich aber halt auch die Art und Weise wie sie ihre Instrumente nutzen. Der Bass ist genial und gibt manchmal Melodien vor. Das Klavier kann, muss sich aber nicht, zurück halten. Die Gitarre bringt ab und an Rockattitüde in die Takte und die Bläser... ja, die Bläser sind die Geheimzutat der Bamboos. Sie machen das Hören zu reinem Genuss und zu einem Erlebnis der guten, ungezwungenen Laune.

Genau so beginnt das Night Time People auch. Nach wenigen abwartenden Takten, steigt das Feuerwerk. Lit Up ist nicht nur die erste Singleauskopplung, sondern bei dem Lied bekomme ich enorm Lust das ganze Spektakel in einem kleinen Kellerclub zu sehen, wo man nah an den Musikern ist. Stranded überzeugt mit angezogenem Tempo und Streichern im Hintergrund. Wie funkig ihre Soulmusik ist, zeigen sie in Pony Up, spielerisch sind die Instrumente aufeinander abgestimmt und in einigen Momenten fühlt man sich musikhistorisch in eine andere Zeit hineinversetzt. Man darf auch guten Gewissens zugeben, dass es bei vielen Titeln lockere Musik für die breite Masse ist, was aber keinen negativen Beigeschmack haben soll. You Should've Been Mind ist dafür ein Beispiel, ein Lied, das niemand schlecht finden dürfte und das auch nicht langweilig ist.


Das neue Album von The Bamboos ist eine Dreiviertelstunde Auszeit vom Alltag und neben allzu viel verkopfter Musik ein hervorragender Ausgleich. Anhören, bitte!






Samstag, 7. Juli 2018

Ben Rector - Magic

Foto: Cameron Powell
Das Nach-Hause-Kommen sieht bei uns folgendermaßen aus, es gibt zwei wesentliche Varianten und beide finden im Dezember statt. Variante 1: In der frühen Adventszeit findet in der kleinen Heimatstadt, wo man groß wurde und zur Schule ging, ein kirmesartiger Weihnachtsmarkt statt mit Glühweinbuden ohne Ende, leckeren Schlemmereien und Fahrgeschäften, die das dann vorzüglich im Magen durchmischen. Dieses Fest ist eine Institution der Stadt, der gesamten Gegend. Man fährt da immer hin, obwohl man weiß, dass man sich wahnsinnig betrinken wird und es doch nicht soo super ist, egal. Variante 2: An Heilig Abend oder am ersten Weihnachtsfeiertag, nachdem alle Braten verschlungen, Geschenke verschenkt, Hände geschüttelt, Geschichten gehört und Tannenbaumkerzen ausgepustet worden sind, geht man noch in die Kneipe. Da sind dann, wie ein paar Wochen zuvor genau die Leute, die man zwar nicht mehr zwingend als Freunde bezeichnen würde, aber mit denen man viel verbindet und erlebt hat.

Was haben diese Kleinstadtgeschichten nun mit dem neuen Album Magic von Ben Rector zu tun, das vor zwei Wochen auf OK Kid erschienen ist? Ganz einfach: Auf einem Großteil der 13 neuen Lieder geht es um genau das: in Erinnerungen schwelgen, alte Geschichten raus holen, darüber lachen und das fern ab von aller Nostalgie gut finden.
Beim 31-jährigen Amerikaner, der seit einigen Jahren in Nashville wohnt, hat sich in letzter Zeit viel Magisches getan. Unter anderem ist er letztes Jahr zum ersten Mal Vater geworden; ein Ereignis, das schwer in Worte zu fassen ist und den Musiker staunen lässt. Davon erzählt bereits das erste Lied Extraordinary Magic, das er mit reiner Klavierbegleitung singt. Old Friends erzählt die obrigen Geschichten nur in anderem Gewand. Dazu gibt es ein wunderschönes Video (s.u.), in dem er den Song mit seiner alten Schülerband in der Garage spielt, die zu dem Haus gehört, in dem er aufgewachsen ist. Nein, das ist kein Kitsch, das ist einfach eine gute Idee.

Klar, Ben Rector macht große Radiopopmusik, die aber nicht nervt, der es aber ab und an an Raffinesse fehlt. Im Klang bewegt er sich zwischen Tom Odell (nicht ganz so groß und breit) und Rufus Wainwright (nicht ganz so melancholisch). Auch die beiden stellen das Klavier in den klanglichen Vordergrund ihrer Lieder. Was wiederum ein richtig toller Effekt ist, sind die spielerischen Kinderchöre, die später im Song Kids zu hören sind, das macht einfach richtig gute Laune. Auf Magic durchspielt er auch ein Gedankenspiel, das sicher jeder von uns mal gemacht hat im Song Sometimes: Was ist eigentlich aus der alten Jugendliebe geworden? Was wäre wenn...? Was wäre, wenn wir heute noch ein Paar wären? Kennen wir uns überhaupt noch?!

Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat er schon eine beachtliche Karriere hingelegt. 2006 hat er den höchsten Preis beim John Lennon Songwriting Contest gewonnen und alle Alben, die er bislang veröffentlicht hat - Magic ist Nummer sieben! - sind in den amerikanischen Charts immer höher eingestiegen als ihr jeweiliger Vorgänger. Was in den kommenden Wochen also passiert, ist mehr oder weniger klar.

Am 22. Juni ist Magic auf OK Kid veröffentlicht worden.



Freitag, 6. Juli 2018

KW 27, 2018: Die luserlounge selektiert!

Quelle: number27.org
(ms) Es gibt sie noch, die guten Geschichten. Ach, wieso eigentlich dieses "noch"? Es gibt immer gute Geschichten, immer und überall. Man muss sie nur zulassen und nicht so tun, als ob die Zeiten wirklich so schlimm wären.
Letztens haben wir schon von der endlosen Suche des Musikers Ed S. nach einer passend großen Location für sein NRW-Konzert geschrieben. Nun ist er mit seinem Management fündig geworden. Es ist die Veltins-Arena in Gelsenkirchen. Das ist gut, denn dann müssen keine Bäume gefällt und auch keine Tiere vertreiben werden. Zudem bleibt der schlimme Sound an dem Ort, wo schlimmer Fußball gespielt und schlimmes Bier getrunken wird. Irgendwie passt es dann doch ganz gut. Zudem - weil ja nicht so richtig Openair - schallen die schlimmen Töne dann auch nicht so weit übers schöne Ruhrgebiet. Am Dienstag war schon die Halbzeitpausensängerin Helene F. vor Ort, dabei dachte man, es könnte gar nicht mehr schlimmer werden.
Aber besser kann es werden mit wirklicher Musik, die mit Herz und Hand gemacht wird:

Fatoni
Der Gedanke, dass Rap derzeit das innovativste Musikgenre ist, lässt mich nicht los. Tendenziell wird mit neuen Liedern nicht mal auf eine neue CD/EP-Veröffentlichung hingearbeitet, was beim Indierock beispielsweise beinahe unvorstellbar ist. Fleißig dabei ist luserlounge-Favorit Fatoni, der letztes Jahr nicht nur extrem viel getourt ist sondern auch mit Mine ein Wahnsinnsalbum raus gebracht hat. Mit Calman hat er diese Woche Manchmal lüg ich meinen Arzt an herausgebracht, das mit einem ungemein minimalistischen Beat überzeugt. Wenige Wochen vorher erschien Dis is was ich mach mit Lux und Edgar Wasser mit einem ziemlich coolen Video. Wir sind halt Fan!





Public Service Broadcasting
Im Frühjahr haben sie die großartigen Editors auf ihrer Tour begleitet. Nun kommen Public Service Broadcasting im Herbst erneut auf Tour hierzulande und ein Besuch sei dringend ans Herz gelegt. Denn die drei sind nicht nur extrem gute Musiker, sondern haben auch noch eine Geschichte zu erzählen. In den Filmen, Beiträgen und Radiomitschnitten, die sie während der Show und in ihren Videos zeigen, geht es um den Niedergang der Kohlekraft in Südwales, die Raumfahrt oder den technischen Fortschritt generell. Das ist doch mal ein wirklich guter Grund, um Musik zu machen! Schaut Euch das hier an:

07.11. - Stuttgart - Kellerclub
08.11. - Bochum - Rotunde
13.11. - Berlin - Columbia Theater
14.11. - Leipzig - Werk 2
17.11. - Wien - B72
21.11. - Zürich - Bogen F



Rick Astley
Vor zwei Jahren hat Rick Astley die Definition von Comeback geschafft. Nach großen Erfolgen in den 80er und 90er Jahren hat er fast dreißig Jahre später wieder ein Album an die oberste Spitze der britischen Charts befördert. Das soll jetzt nochmal funktionieren: Beautiful Life heißt nicht nur das kommende Album (VÖ:13.07), sondern auch die erste Single daraus, die nun mit einem feinen Video erschienen ist. Der lockere, funkige Klang mag tatsächlich ein toller Radiosommerhit werden. Es ist einfach besser als dieses gewollte Latino-Zeug, was wieder durch die großen Rundfunkanstalten plärrt. Im Herbst geht er auch auf Tour, und zwar hier:

13.09.  -München - Tonhalle Kultfabrik
14.09. - Frankfurt - Batschkapp
16.09. - Köln - E-Werk
17.09. - Hamburg - Große Freiheit 36
18.09. - Berlin - Admiralspalast




Leto
Wir bekommen regelmäßig elektronische Post von Rookie Records. Und das freut mich immer, wenn sie als Absender von Mails erscheinen, denn deren Inhalt verspricht immer die neusten Tipps was Punkrock auf deutsch oder aus Deutschland und darüber hinaus angelangt. So ist es auch mit Leto, die am 31. August ihr erstes Album Vor Die Hunde auf eben jenem Label herausbringen. Into The Wild ist der erste Vorbote zum Erstling und ein extrem abwechslungsreiches Lied, das sich nicht zu schade ist, im Refrain englisch zu singen oder fantastische Chöre zum Ende hin mit einbezieht. Könnte also ein Topalbum werden! Das Quartett ist ab dem Sommer hier live zu bestaunen:

10.08. - Grindau/Schwarmstedt, Heimatzoo Festival
11.08. - Kiel, Kieler Bootshafensommer
17.08. - Soltau, Rock Im Hagen Open Air
18.08. - Stemwede, Stemweder Open Air
30.08. - Hamburg, Hafenklang (Release Show)
21.09. - Mönchengladbach, Blaues Haus
22.09. - Göttingen, Exil
04.10. - Hannover, Bei Chéz Heinz
05.10. - Chemnitz, Subway To Peter
10.10. - Kiel, Medusa
12.10. - Osnabrück, Dirty + Dancing
13.10. - Köln, Limes
27.10. - Oldenburg, UmBauBar
24.11. - Rüspel, Indoor Festival im "Kliemannsland"
01.12. - Celle, Cd-Kaserne



Peals
Manchmal ist es schon kurios, wie man auf einzelne Bands stößt. So geschehen bei Peals. Ich bin großer, alter Fan von Blackmail und der zweiten Band von Kurt Ebelhäuser, Scumbucket. Ebelhäuser betreibt in Koblenz das Tonstudio45, wo er diversen, großartigen Bands deren Alben produziert. Seiner Facebook-Präsenz folge ich und da war letztens von den Peals die Rede, die im Mai ihr selbstbetiteltes Album veröffentlicht haben. Es ist ordentlicher, schnörkelloser Gitarrenrock, der zu gefallen und überzeugen weiß. Doch hört am besten selbst mal rein:



Mittwoch, 4. Juli 2018

Hello Emerson - Above The Floorboards

Papierkrieg mit Sam Bodary
(ms) Sam Bodary hat vor Kurzem sein Literaturstudium an der Ohio State University beendet. In seiner Abschlussarbeit beschäftigte er sich mit der Verbindung von Kurzgeschichten von David Foster Wallace und J.D. Salinger. Spätestens da hat man mich!
Von Salinger las ich letztes Jahr den Fänger Im Roggen, Frédéric Beigbeder hat ein Buch über die Beziehung von Oona O'Neill und Salinger geschrieben, die spätere Frau von Charlie Chaplin hatte mit dem Schriftsteller eine intensive und kurze Beziehung. Von Wallace habe ich sowieso alles gelesen, was zu haben ist (natürlich auch Unendlicher Spaß!), inklusive einer Abhandlung über die Fatalismus-Theorie von Taylor (hab aber nicht alles verstanden).
Dieser Literaturstudent kennt sich nicht nur mit Intertextualität (so nennt man diese Querverweise in der Literatur) aus, sondern ist auch Musiker, nennt sich Hello Emerson und hat letzte Woche sein erstes Album Above The Floorboards veröffentlicht, das hierzulande über Kumpels & Friends Records erschien.

Sanft und warm beginnt das Album mit Streichern, die eine Begrüßung an den Hörer haben: Hello (so heißt das Intro), hier bin ich, die Platte, mit der Du jetzt mindestens die nächste Dreiviertelstunde verbringen wirst.
Dass Nebengeräusche vom Aufnahmeprozess zu hören sind, finde ich immer sehr sympathisch, als ob man ganz nah am Künstler und seinem kreativen Prozess dabei ist. Da darf es gerne knacken und rauschen, obwohl ausnahmsweise keine Vinylplatte sich dazu dreht.
Ruhig, unaufgeregt und doch mit klarer Richtung geht es weiter. Sams Stimme ist rein, doch eine gewisse Zerbrechlichkeit darin ist nicht zu leugnen, zum Glück hat es jedoch nichts Weinerliches. Der Sound bei Bridge ist breit und filigran: Aufgrund der Instrumentation ist es einleuchtend, dass über 20 Leute bei der Produktion von Above The Floorboards beteiligt waren. Herrlich, dass der Klang dennoch so fein bleibt, es ist beim zweiten Stück schon ein Album, für das man sich gerne Zeit nimmt.

Ein technisch schneller Start an der Gitarre leitet Straw ein, den man fast gar nicht bemerkt hätte, wenn die Tracknummer sich nicht von zwei auf drei gesprungen wäre. Die Lieder gehen geräuschlos ineinander über, eine Verfahrensweise, die man so bei dem minimalen Folk-Pop nicht erwartet hätte: sehr schön!
Die Stärke der Platte liegt weiterhin in der Ruhe und dass es nur selten man lauter wird, wenn man das so überhaupt nennen kann, es gibt ja gar kein Schlagzeug und keine verstärkten Gitarren. Doch das ewig kopierte Mumford-and-Sons-Konzept wird hier zum Glück nicht bedient. Doch eigentlich gibt es ja derzeit genügend Jungs-mit-Gitarre-um-den-Hals-Musiker. Hello Emerson sticht dennoch heraus, weil seine Lieder so leise allein mit dem Saiteninstrument funktionieren. Die einsetzenden Streicher, die Percussion-Arrangements machen diese Musik jedoch tiefer und stärker, müssen nicht zwingend sein und - das mag jetzt paradox klingen - erweitern den Klang auf wundersame Weise.
Und schon wieder... den Übergang von Travel zu Uncle habe ich gar nicht richtig realisiert, auch wenn ich total entspannt auf dem Sofa liege und diesem tollen Album lausche. Das Wort Eskapismus bahnt sich an.

Nebenbei ist es übrigens kaum zu glauben, dass Sam Bodary erst 23 Jahre jung ist. Die Arrangements der Tracks und das Gesamtbild klingen so rund, ausgefuchst und erwachsen, dass er locker auch fünfzehn Jahre älter sein könnte.
Flamenco ist ein weiteres schönes Beispiel für die Unaufgeregtheit des Albums. Einfache Elemente kommen und gehen, lassen die Ohren aufmerksam lauschen, wie alle Fassaden so gut zusammen gebaut sind. Ja, dieses Loblied hört nicht auf, das Genießen dieser Platte wird immer mehr zu einer Insel der Ruhe mit einem ganz sanften Lächeln auf dem Gesicht, bis Lake nochmal alles raushaut, was Bodary sich so ausgedacht hat, ein tolles Finale!
Das genaue Hinhören bei englischen Texten ist immer eine Facette, die sich mir persönlich tatsächlich nie so oft auftut. Sam hat jedoch was zu sagen, was man in einem sehr liebevollen und detailreichen Booklet nachlesen kann. Literatur am Anfang und Literatur am Ende; eine Analyse lässt sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch hier gut durchführen.

Live gibt es diese herrliche Musik ab August hier zu hören:

26.08.18 Offenbach – Hafen 2
27.08.18 Chemnitz – Inspire Chemnitz
28.08.18 Hamburg – Freundlich & Kompetent
29.08.18 Berlin – Ä
30.08.18 Berlin – Art Stalker (mit Wayne Graham)
01.09.18 Annaberg-Buchholz – Alte Brauerei
02.09.18 Dresden – The Sound of Bronkow Music Festival
04.09.18 Bayreuth – Sübkültür
05.09.18 Marburg – Q
06.09.18 Düsseldorf – Zakk
07.09.18 Karlsruhe – Nun Kaffehaus (mit Wayne Graham)
08.09.18 Freiburg – Swamp (mit Wayne Graham)
09.09.18 Hof – Dachbodenkonzert
10.09.18 Münster – Pension Schmidt




Freitag, 29. Juni 2018

KW 26, 2018: Die luserlounge selektiert!

Quelle: brewbound.com
(ms/sb) Was ist so richtig schön am Sommer? Unter anderem ist es eine relativ einfache Erkenntnis, die in jedem Kalender zu finden ist und eigentlich schon totgeleiert wurde und gar nicht mehr richtig zieht, weil es halt auch jedem klar ist.
Es sind im Wesentlichen die Abende und Nächte, an denen man bis spät in die Nacht mit kurzer Hose, Shirt, lockerem Schuhwerk, guten Freunden, leckeren Getränken und den großen und kleinen Themen der Welt draußen sitzen kann und einfach nur das genießt, was da ist.
Es muss ja noch nicht einmal spät werden, die reine Möglichkeit auch um halb zehn noch leicht bekleidet eine Runde durch den Park zu drehen, stimmt froh. Es ist absolut legitim, die sehr kleinen Dinge im Leben ausführlich zu zelebrieren!

Heinrich von Handzahm
Dieser Name macht sofort aufmerksam und neugierig. Und nicht nur das, sondern auch das wunderschöne schwarz/weiß-Video zur neuen Single Die Zeiten. Darin gibt es einen Haufen wahrer Zeilen, die man sich unumwunden auf die Kleidung, ins Gesicht oder auf die Instrumente malen lassen kann, wie das Bewegtbild eindrucksvoll zeigt. Das Lied ist die Ankündigung zum neuen Album Auf Anderer Frequenz, das kommende Woche Freitag (06. Juli) auf dem Label Bring Me Home erscheinen wird. Kaum zu glauben, dass Heinrich von Handzahm mal eine Pokershow für einen großen Privatsender erfunden oder als Rechtsanwalt gearbeitet hat, denn seine Musik ist wirklich gut und sehr sehr schön.



Feuerschwanz
Letztens haben wir Euch schon das neue Album von Saltatio Mortis angekündigt. Nun sind Feuerschwanz dran. Neben Pfeifen, Tröten, Dudelsäcken und anderen historischen Instrumenten, dominieren auch bei ihnen die verstärkten, elektrischen Gitarren. Doch sie sind hauptsächlich die Begleitung zu sehr unterhaltsamen Texten. So auch Schubsetanz, das als Vorbote zum neuen Album Methämmer, das am 17. August auf FAME Records erscheinen wird. Dass das Video jetzt nicht die allerhöchste Kunst ist, ist okay, da kann man sich eher auf die zum schmunzeln bringenden Zeilen konzentrieren. Live hat man in den kommenden Wochen und Monaten ausreichen Möglichkeit die Kombination zu sehen:

30.06. - Weil am Rhein, Mittelalterlich Phantasie Spectaculum
14.07. - Bückeburg, Mittelalterlich Phantasie Spectaculum
20.07. - Pförring, Open Air Pförring
27.07. - Trier, 1. Trierer Nacht der Spielleute
02.08. - Wacken, Wacken Open Air
04.08. - Köln, Mittelalterlich Phantasie Spectaculum
08.08. - Wunsiedel,1 0 Jahre Colllis Clamat
11.08. - Höchstadt a. d. Aisch, Schlosshof Festival
17.08 -  Hamburg, Hammaburg Fest
18.08. - Dinkelsbühl, Summer Breeze
23.11. - Bremen, Aladin
24.11. - Köln, Essigfabrik
29.11. - Frankfurt, Batschkapp
30.11. - Karlsruhe, Substage
01.12. - Pratteln, Z7
06.12. - Berlin, Columbia Theater
07.12. - Kiel, Pumpe
08.12. - Hannover, Musikzentrum
13.12. - Hamburg, Markthalle
14.12. - Leipzig, Hellraiser
15.12. - Bochum, Matrix
20.12. - Wien, Szene
21.12. - Graz, Explosiv
22.12. - München, Backstage
28.12. - Nürnberg, Hirsch



Hannah & Falco
Über die bezaubernde Debüt-EP von Hannah & Falco haben wir Euch ja bereits berichtet, nun legen die beiden in Form einer Akustik-Session nach. Face In The Moon thematisiert den Verlust eines lieben Menschen und das Erinnern. Zwischen dem Versuch, zu vergessen, und schmerzlichen Momenten des Bewusstwerdens - wie es im Refrain des Songs vorkommt - scheint das bekannte Gesicht des Menschen immer bei Nacht, im Mond, wieder zu erscheinen.
Die Live-Session zum Song wurde am kühlsten Juni-Tag dieses Sommers in den Würzburger Weinbergen aufgenommen, mit der untergehenden Sonne im Rücken. Schön ist das.





L'aupaire & Phela
Und wo wir gerade schon bei Duetten und Sessions sind: manchmal braucht es nicht mehr als eine Frau, einen Mann und ein Klavier, um einem Tränen der Rührung in die Augen zu treiben. Danke L'aupaire, danke Phela. Ihr seid toll - in jeder erdenklichen Weise.


Adam Angst
In erster Linie muss man Felix Schönfuss gratulieren. Denn die Formation Adam Angst ist die erste, mit der ein zweites Album herausbringen wird. Mit Frau Potz oder Escapardo hat das irgendwie nicht so richtig funktioniert. Nun also Album Nummer zwei, das auf den Titel Neintology hört und am 28. September auf dem famos guten Label Grand Hotel Van Cleef erscheinen wird. Es ist davon auszugehen, dass die Texte erneut staunen lassen und direkt ins Knochenmark wandern werden. Wir sind sehr gespannt, freuen uns auf die neue Platte, hören bis dann Alexa rauf und runter und sind sicherlich bei einem der Konzerte anzutreffen:

06.07. - Straubenhart, Happiness Festival
13.-14.07. - Talge, Talge Open Air
03.-05.08. - Lustenau, Szene Open Air
17.-19.08. - Großpösna, Highfield Festival
31.08. - Losheim, Rockaway Beach Festival
15.11. - Wiesbaden, Kesselhaus
16.11. - Wien, Dreiraum
17.11. - München, Orangehouse
18.11. - Zürich, Dynamo21
20.11. - Köln, Gebäude 9
21.11. - Hannover, Musikzentrum
22.11. - Münster, Sputnikhalle
23.11. - Bremen, Tower
24.11. - Hamburg, Molotow
25.11. - Berlin, Musik & Frieden