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| Quelle: pixabay.com / Pikura |
Christin Nichols
(Ms) Apropos das Gute im Menschen! Und ein komischer Verhörer. Punkt Nummer 1: Standhaft bleiben ist sicher eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Denn gepöbelt wird schnell, direkt und viel. Mitunter auch anonym im Netz. Das macht es leider so leicht. Dabei sind Frauen, insbesondere wenn sie sich Normen entziehen, besonders betroffen. Denen und allen anderen Frauen stärkt Christin Nichols mit ihrer neuen Single Spotlight den Rücken. „Es gibt keine Gefahr für mich / Weil Mut größer an Angst ist“ - yeah. Große, wichtige Worte. Eingehüllt sind sie in ein rock-pop-punkiges Soundgewand, das mächtig stark nach vorne prescht. Das macht schnell viel Spaß und erhöht die Vorfreude auf das neue, nach ihr benannte Album, das am 24. April bei PIAS erscheinen wird. Punkt 2: Sie singt davon, dass sie alles haben will und dazu ein Biermixgetränk. Das hört sich doch stark nach BMX-Getränk an, oder?! Isotonische Drinks sind ja eh im Trend…
23.04.2026 Stuttgart - Werkstatthaus
24.04.2026 Mainz - Schon Schön
01.05.2026 Husum - Speicher
02.05.2026 Münster - Gleis 22
06.05.2026 Leipzig - Neues Schauspiel
07.05.2026 Berlin - Lido
04.06.2026 Hannover – Faust
05.06.2026 Köln – Jaki
06.06.2026 Hamburg - Molotow
Sophia Kennedy
(Ms) Verregnet ist es im Norden. Seit Tagen hat die Sonne sich nicht blicken lassen. Die Aussichten: trüb. Ein Wort wie Frühling scheint noch sehr weit weg zu sein. Daher lohnt der gedankliche Ausflug in den Sommer, ein paar Erinnerungen aufploppen lassen. Zum Beispiel zum großartigen Watt En Schlick Fest. Auch das war vollkommen verregnet und nass und bäh. Aber es gab so viele gute Momente. Am eindrücklichsten war der Auftritt von Sophia Kennedy, die auf der Paletten-Bühne performte und das mit so viel Wucht und Energie und Drang, dass sie schnell diesen Strandabschnitt einnehmen konnte. Eine enorme Künstlerin, deren Musik sowohl sehr tanzbar ist als auch immer ein wenig zwickt. Nun hat sie das erste Mal zwei deutschsprachige Songs selbst veröffentlicht. Musik Ist Kein Krieg ist ein 20-er-Jahre-Chanson über die abwegigen Tendenzen der Musikbranche: Klicks, Berechnungen, Gewinne. Wo ist der Zauber geblieben?! Eben! Schenke Mir Ein ist ein Dudel-Radio-Feelgood-Schlager aus einer vergangenen Zeit. Es geht durchaus um das entspannte, gut gelaunte Versacken in einer Kneipe, doch nicht ohne den Hinweis, dass der nächste Tag wehtun könnte. Es hat den Eindruck, als ob diese Musikerin mit jedem Lied ihr eigenes Œuvre bis ins Unerschöpfliche erweitert. Was für enorme Kunst. Schaut sie euch an:
18.02.26 Hannover – Pavillon
19.02.26 Bremen – Schlachthof Magazinkeller
20.02.26 Münster – Gleis 22
08.04.26 Aachen – Musikbunker
09.04.26 Heidelberg – Karlstorbahnhof
10.04.26 Basel – Kaserne
12.04.26 Bern – bee-flat
23.04.26 Jena – Trafo
25.04.26 Essen – Zeche Carl
Vlimmer
(Ms) „Das ist nicht was du willst / Du weißt nicht, was du brauchst.“ Ein Taumeln. Damit lässt sich die neue Single von Vlimmer sicher ganz gut beschreiben. Aufbeißer heißt sie und ist seit kurzem zu hören. Da der Text - wie so oft bei der Musik von Alex Donat - nicht so gut zu verstehen ist, lohnt sich das Taumeln auch in der Musik zu suchen. Das Finden ist leicht, denn es liegt auf dem Silbertablett. Insbesondere der Versetzte-Drum-Computer-Beat fühlt sich an wie ein Stolpern. Hinzu kommen die Synthies, die irgendwie nie so genau wissen, ob sie aufbauen oder einreißen. Das erzeugt zusammen einen wuchtigen Höreindruck, auch wenn er dieses Mal nicht so brachial ist wie bei einigen Songs zuvor. Clever! Als Topping liefert Vlimmer eine deutschsprachige Dark-Wave-Synthie-Version von Young Folks von Peter, Bjorn & John. Noch Verrückter: Er fertigt dazu sogar CDs mit eigenem Cover an. Was für ein genialer Typ!
Ain‘t Ur Enn
(Ms) Musik ist ja oft wie eine Serie. Am Ende eines Albums - oder einer Staffel - bleibt ja manchmal die Frage: Wie wird es wohl weiter gehen? In welche Richtung setzen die MusikerInnen ihre nächsten Schritte? Cliffhänger an allen Ecken und Enden. Ennio De Caro, der sein musikalisches Alter Ego Ain‘t Ur Enn nennt, hat erst im Mai letzten Jahres sein erstes Album veröffentlicht. Bald folgt schon eine neue EP und Don‘t Tell My Bullet ist die erste Single, die es daraus zu hören gibt. Und der Schritt ist groß. Allein, dass der Track gut dreieinhalb Minuten lang ist, ist eine große Neuerung - die Platte hatte gerade mal eine Spielzeit von unter 19 Minuten! Doch auch das verspielte Schlagzeug, die tanzenden Klaviertöne und der etwas klarere Gesang sind deutlich vernehmbare Schritte. Schritte, seine Musik noch runder zu machen, noch zugänglicher. Noch besser?! Das entscheidet ihr. Dieser Song ist auf jeden Fall super!
Fjørt
(Ms) Über diese Band steht in diesem Blog schon so viel, dass ich aus dem Kopf den Shortcut für das ø finde. Fjørt: Musik gewordene Wucht. Brachial. Brutal. Heftig. Groß. Kompromisslos. Aggressiv mitunter. Und in all der Energie ungemein wohltuend. Nun ist mit Yin die dritte und letzte Single aus ihrem neuen Belle Époque erschienen. Die Platte reicht das Aachener Trio kommende Woche hinterher. Wir dürfen sie schon hören und eines ist klar: BÄM! Das wird schon sehr, sehr krass. Und dunkel. Und hoffnungslos. Gut, dass so ein Track wie Yin darauf enthalten ist, der ein wenig die Wogen glättet. Und einer, auf dem Chris Hell recht melodisch singt. „Bis das Material versagt.“
Na, zum Glück nicht. Insbesondere bei dieser Gruppe. Da wird gar nichts versagen. Ja, sie werden mit der neuen Platte alles einreißen, was möglich ist. Das hier ist der Track zum Durchatmen.
12.03. Jena, Kassablanca
13.03. Wien, WuK
14.03. Leipzig, Werk 2
18.03. Berlin, Festsaal Kreuzberg
19.03. Wiesbaden, Schlachthof
20.03. Dortmund, FZW
21.03. Hamburg, Gruenspan (ausverkauft)
25.03. Bremen, Schlachthof
26.03. Hannover, Capitol
27.03. Stuttgart, Im Wizemann
28.03. Köln, E-Werk
24.04. Hagen, Stockrock






