(Ms) Vorfreude. Warten. Neugier. Langeweile. Ratlosigkeit. Das waren die fünf Stadien, als Die Sterne am Freitag im Bremer Lagerhaus gespielt haben. Fangen wir vorne an.
Vorfreude. Als Die Sterne im Januar ihre neue Platte Wenn Es Liebe Ist veröffentlichten, freute ich mich irre auf die anstehende Tour, denn das Album hat mich ganz schön angefixt. Der Sound, die Energie, der Witz. Da kribbelte es schon in meinen Fingern, konnte es kaum abwarten, bis sie endlich an die Weser kommen. In meinen Gedanken war es schon ein abgemachtes Highlight des Frühjahrs.
Warten. Durchaus kurios an dem Datum war ja, dass es Karfreitag war. In Niedersachsen oder Hamburg hätte dieses Konzert an diesem Tag gar nicht stattfinden können, da das sogenannte Tanzverbot dem ein Riegel vorgeschoben hätte. Doch Bremen hat die kürzeste Stillezeit überhaupt, um 21 Uhr kann alles wieder wie gewohnt rundgehen. Also stellte sich vorher die Frage, ob Resi Reiner, die den Abend eröffnete, erst um 21 Uhr anfängt. Ach, ganz so eng hat man es dann doch nicht genommen und gegen viertel nach acht ging es los. Licht aus, Spot an.
Neugier. Die Wiener Musikerin kam auf die Bühne, platzierte sich zwischen Keyboard und Drumcomputer und ließ ihren Elektropop durch das ausverkaufte Lagerhaus schallen. Charme, Witz, sich selbst nicht allzu ernst nehmen - das stand im Vordergrund. Und die BremerInnen haben es dankend angenommen, die Menschen setzten sich in Bewegung, fingen an zu schmunzeln, ließen sich durch ihre Lieder tragen. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Es war ein kurzweiliger Auftritt, der mir persönlich Lust auf mehr ausgelöst hat - da könnte noch sehr viel Tolles kommen von der Dame mit den irren Augen!
Langeweile. Ja, das dieses Wort hier überhaupt auftritt, hätte ich im Vorhinein auch nicht gedacht. Aber - um es direkt vorweg zu nehmen - der Auftritt von Die Sterne hat mich schlussendlich gelangweilt. Uninspiriert und matt schienen die MusikerInnen auf der Bühne. Müde gar. Vor zwei Jahren sah ich sie noch beim Watt En Schlick, es war energiegeladen und tanzbar! Woran hat es gelegen? Wahrscheinlich an einem Mix. Es war schon spannend, dass Frank Spilker solo und mit Akustikgitarre Universal Tellerwäscher als Start darbot. Das war ungewohnt, aber irgendwie gut. Danach kam die Band auf die Bühne und sie spielten das aktuelle Album in Gänze. Nicht ganz von vorne bis hinten, aber weitestgehend. Doch da stimmte was nicht - waren die Instrumente nicht richtig eingestellt? Das Keyboard zu dominant, die Gitarre zu leise? Ach, ich weiß es nicht. Der Funke sprang nicht über. Tatsächlich sah man das den Menschen auf der Bühne aber auch an. Da fand wenig Austausch statt. Jeder bleib ein wenig bei sich, als Band waren diese vier Menschen irgendwie nicht aufgetreten. Klar, es legte sich, als sie später Was Hat Dich Bloß So Ruiniert oder Du Musst Gar Nichts gespielt haben. Da kam mehr Energie. Aber das großartige GNZRZND oder Fan Von Irgendwas schienen nur so runtergespult. Bei Hallo Euphoria bleib letztere irgendwo in der Luft hängen.
Ratlosigkeit. Ging das jetzt nur mit so? Der Applaus sagte etwas anderes. Doch ein paar andere Stimmen aus unserer Gruppe gingen in eine ähnliche Richtung. Das ist natürlich immer etwas enttäuschend. Aber es kann ja auch nicht immer alles großartig, perfekt, ideal, wahnsinnig, umwerfend, bäääm sein! Ob es nun am Sound oder an der schon etwas anhaltenden Tour der Band liegt - keine Ahnung. Was mir bleibt, ist, dass ich Resi Reiner als tolle Musikerin entdeckt habe, bei der es sich sehr lohnt zu schauen, was als nächstes kommt.
Ist es ein Virus meiner Generation oder liegt es an irgendwelchen ungeschriebenen Gesetzen, dass To-Do-Listen viel zu überbewertet sind und richtig stark stressen? Was soll dieser Abarbeitungswahn? Oder gibt es wirklich so viel zu tun? Oder rede ich mir das nur ein? Was davon ist wirklich wichtig? Was muss ich denn wirklich tun? Und warum immer „müssen“? Das, was mir wichtig ist, sollte mir doch so wichtig sein, dass ich es eh mache, oder? Wäre für den Rest nicht eine Verschiebung in der Wahrnehmung besser? Können wir vielleicht das ganze Ding umtaufen und uns ein wenig austricksen? Ein Versuch ist es doch wert, oder? Wie wäre es denn mit einer To-Want-Liste? Das würde doch den Druck nehmen, den Stress reduzieren. Es soll aber nicht die Verantwortung nehmen, selbstredend gibt es Dinge, die ich als erwachsene Person machen muss. Aber beim Rest ist es doch ein Versuch wert, mehr zu wollen als zu müssen. Los geht‘s!
AIMING
(Ms) Es gibt ja mittlerweile diese abendlichen Kurz-Partys. So von 19 bis 21 Uhr oder so. Als ich das erste Mal davon las, habe ich es aus irgendeinem Reflex heraus belächelt. Nun finde ich das Prinzip gar nicht mehr so schlecht. Ganz ehrlich: Freitags feiern gehen ist so gut wie unmöglich. Samstags Erholungszeit, Sonntags haben die Clubs zu. Dilemma. Aber das wird nun gelöst durch eine noch komprimiertere Party-Variante. Das Duo AIMING aus New York hat vor zwei Wochen eine EP mit vier Tracks veröffentlicht, die so viele Zustände abdecken, dass man gut dazu feiern kann. Snail & Wreck heißt die Platte, hat eine Spielzeit von 16 Minuten und beginnt erstmal sehr breitflächig Shoegaze-mäßig entspannt. Erstmal reinschweben. Auf First At The Accident erhöhen die Synthies merklich das Tempo, der Körper gerät in angenehme Wallungen. Shit In The 80s ist genau das, was der Titel sagt: Allerbester, basslastiger Dark Wave, der den Trip herrlich intensiviert. Ja, diese EP ist eine sehr gute Möglichkeit, um kurz aber wirkungsvoll aus dem Alltag zu treten und alles fallen zu lassen.
Blood Red Shoes
(Ms) Im sehr guten Reflektor-Podcast zwischen Jan Müller und Tristan Brusch bezeichnete sich letzterer in seinen Zwanzigern als „Musik-Snob“. Hach, den Begriff fand ich direkt ganz toll. Als ob man halt alles weiß und die Weisheitssuppe schon zwei Mal ausgelöffelt hat. So ging es mir auch in dieser Zeit. Ich dachte, alles zu kennen, alles zu wissen und nur Sigur Rós zählen (na gut, für mich sind sie immer noch die musikalische Maxime). Egal. Worauf ich hinaus will: Bei so einer Einstellung geht echt viel an einem vorbei. Blood Red Shoes zum Beispiel. Eine Band, die ich nie gehört habe und ich kann nicht mal sagen, wieso oder wieso nicht. Vielleicht lag es am Überangebot oder am Snobismus. Das britische Duo hat unlängst eine neue Single veröffentlicht, die hervorragend an die goldenen 00er-Jahre erinnert. Verträumt, aber nicht langweilig. Eingängig, aber dennoch treibend. Screams heißt der Track und sicher - so läuft das Geschäft nun mal - wird da noch eine Platte folgen, denn Tourdaten gibt es schon für den Herbst:
08.10. - Zürich - Plaza
09.10. - Wien, Flex
12.10. - München, Technikum
13.10. - Berlin, Festsaal Kreuzberg
14.10. - Hamburg, Uebel & Gefährlich
15.10. - Köln, Bürgerhaus Stollwerk
Blond
(Ms) Viel drüber gelesen, nie gehört. Wieso?! Keine Ahnung. Vielleicht liegt es am musikalischen Überangebot (s.o.) oder an manchmal begrenzten mentalen Aufnahmekapazitäten. Es geht um die Bald Blond, die in den letzten Jahren ziemlich durchgestartet ist und ziemlich abzureißen weiß. In irgendeiner Musikkultur-Doku haben sie erzählt, wie schwer es ist, als Frau backstage irgendwo ungestört duschen zu können. Ist halt alles für Kerle ausgelegt. Ekelig. Doch das Trio ist eine starke, laute, elektrisierende Stimme, die diesen Wandel kräftig mit nach vorne peitscht. Offen, ehrlich, kritisch, mitreißend. Letztes Jahr erschien ihre aktuelle Platte Ich Träum Doch Nur Von Liebe mit der sie in Kürze wieder fleißig durch die Gegend touren - alle hin da, okay?
22.04.26 Kiel, Die Pumpe 23.04.26 Hannover, Capitol 25.04.26 Rostock, Moya 26.04.26 Bremen, Modernes 28.04.26 Münster, Skaters Palace 29.04.26 Düsseldorf, Zakk 01.05.26 Dortmund, FZW 02.05.26 Saarbrücken, Garage 03.05.26 Heidelberg, halle02 04.05.26 Erlangen, E-Werk 06.05.26 Graz (AT), ppc 08.05.26 Bern (CH), Dachstock 09.05.26 Wiesbaden, Schlachthof 10.05.26 Erfurt, Club Central 29.05.26 - 30.05.26 Konstanz, Campus Festival 18.06.26 Halle (Saale), Campusfestival 23.07.26 - 26.07.26 Karlsruhe, Das Fest 31.07.26 - 01.08.26 Bonn, Green Juice Festival 04.09.26 - 05.09.26 Ratingen, Jetzt & Immer Festival 19.09.26 Osnabrück, Campus Festival Osnabrück 24.07.26 Dresden, Konzertplatz Weißer Hirsch 13.08.26 Berlin, Kulturbrauerei Open Air
Káryyn
(Ms) Wenn sich künstlerische Schleifen schließen, dann knistert es doch in der Luft, oder? Ah, ich bin großer Fan davon. Die Künstlerin - ja, es geht hier nicht nur um Musik - Káryyn veröffentlichte vor einigen Wochen ein tolles Tanz-Performance-Video. Nun gibt es eine neue Single und zu End Of Knowing You geht es im gleichen Setting weiter. Ein wunderschönes Zeichen, wie ganzheitlich Kunst funktionieren kann. Der Track ist eine Auseinandersetzung zwischen erotischer Begierde, unerfüllten Sehnsüchten, ein Schwebezustand der nicht-greifbaren Beziehung. Vielleicht eher zu erahnen, als wirklich in Worten zu verstehen. Das kommt im Video hervorragend zur Geltung - schaut es euch einfach an. Am 29. Mai erscheint ihre Platte Physics Universal Love Language und könnte eine ganz großartige Kunstdarbeitung werden!
Überangebot lähmt. Insbesondere diese Serien- oder Filmeaussucherei, wenn man abends einfach mal ein bisschen Berieselung auf dem Sofa braucht. Unendliche Suchen, ewige Durchklickerei durch die ganzen Anbieter und Mediatheken und am Ende schaut man doch wieder das wie immer. Umso besser, wenn das gerade mal nicht geht. Im Urlaub oder so. Wenn da einfach ein ganz normaler Fernseher mit den Sendern steht, die es nun mal gibt. Kein Prime, kein Streaming, kein Netflix, kein YouTube. Geil irgendwie. Da heißt es dann: Stöbern im Programm des Abends, sorgfältig abwägen, was denn wohl passen könnte und dann entspannt zurück lehnen. Weg von diesem ganzen irren alles-ist-immer-verfügbar-Ding. Gruselig. Die Entscheidung kommt dann auch echt viel schneller. Und das ist dann auch gut. Gibt ja halt auch keine große Alternative. Wieder was gemerkt für den Alltag. Film ab!
Sarah Lesch
(Ms) Wie schön die Kunst doch ist. Wie schön sie neugierig machen kann. Wie sie auch ein kurzes Stutzen oder Staunen erzeugen kann: Hm, da muss doch jetzt noch was kommen, oder? Hä, wie ist das denn nun gemeint?! Sarah Lesch erzeugt auf Zwei Von Liebe genau diesen Effekt (zumindest bei mir). Ein Stück, das ganz große, feinfühlige Songwriterkunst offenbart. Denn es baut sich textlich ganz großartig auf. Hier eine weitere Information, da noch ein Aha-Vers und dann macht es auf einmal Klick. Denn der Titel mutet ja auch etwas mysteriös an. Sie meint: Wenn zwei von Liebe reden, kann es durchaus vorkommen, dass sie zwei verschiedene Dinge meinen. Ja, eindeutig ist selten etwas. Gut, sich immer wieder daran zu erinnern. Wir sollten nicht krampfhaft auf unserer Position beharren. Vielleicht mal nachfragen, neugierig bleiben, sich annähern. Manchmal sich auch überzeugen lassen. Ja, wieso nicht?! Eben! Ein tolles Lied, das uns die Musikerin hier schenkt. Es wird auf Poesie & Widerstand, ihrem neuen Album zu finden sein, das am 17. April schon erscheint!
29.03.26 Roth, 33. Rother Bluestage 30.03.26 Münster, Hot Jazz Club 09.04.26 Konstanz, KULA 10.04.26 CH - Langenthal, Old Capitol 08.08.26 Plauen, Malzhaus 02.10.26 Bayreuth, Das Zentrum 03.10.26 Aschaffenburg, Colos-Saal 04.10.26 Erlangen, E-Werk – Clubbühne 08.10.26 Leer, Zollhaus 17.10.26 Hoyerswerda, Kulturfabrik 07.11.26 Lindau, Club Vaudeville
Klez.e
(Ms) Sollte es einem mal nicht so gut gehen, kann man sich nun folgendes Rezept ganz einfach holen: Ein tägliches, großes Synthie-Bad. Es hat reinigende Kräfte, aufbauende Strömungen und sagt auch: Bleib mal im Moment! Den passenden Track dazu liefern Klez.e. Nach ihrem letzten Album Erregung melden sie sich nun zurück! Einmal Mehr Mit Dir Gegen Die Furcht erscheint am 5. Juni und bringt Hoffnung in diese dunkle Zeit. Hymnus ist der erste Track der - mea culpa - schon seit drei Wochen zu hören ist. Große Soundflächen, eine sanfte Melancholie, die Geschichte einer Affäre. Ein starkes hin und her - ist das gut oder schlecht? Soll ich‘s tun oder lass ich‘s sein? Ach, egal - ich gebe mich dem Schönen hin und schaue danach, wie es weitergeht. Große Töne, große Romantik, große Gesten. Wenn das nicht wohltuend ist, weiß ich auch nicht weiter…
(Ms) Woher kenne ich das? Woher kenne ich das denn?! Na, woher kenne ich diesen Track denn nun? Ist es ein Cover, ohne es zu deklarieren? Nein, das würde Konstantin Gropper doch nicht machen. Hat er sich eine Melodie geklaut? Eigentlich auch unwahrscheinlich. Mit seinem Projekt Get Well Soon hat er eine weitere Single veröffentlicht: A Night At The Rififi-Bar heißt sie. Nach kurzer Recherche ist klar: Ja, der Track ist wirklich ein Cover. Quasi. Von sich selbst! 2014 veröffentlichte er eine 3er-EP Box, eine hieß The Lufthansa Heist. Darauf ist dieser Song bereits erhalten. Clever: Es gibt die Lieder nicht bei Spotify oder so. Vielleicht fand er das Stück von damals ja so gut, dass er es einfach in einer etwas roheren Variante nun für das kommende Album Minus The Magic (VÖ: 22. Mai) ausgewählt hat. Die Geschichte darauf ist unterhaltsam und sicher jedem bekannt: Was wäre wenn?! Was wäre, wenn ich eine Bar betreiben würde? Ein paar Stammgäste bedienen, Getränke zubereiten, ein bisschen dem Talk of the Town lauschen?! Hach, herrlich. Erneut zeigt Konstantin Gropper, dass doch nicht all sein Schaffen voller Bedeutung aufgeladen ist, sondern auch eine kleine Träumerei sein kann.
Bei verhältnismäßig einfachen Tätigkeiten kann ich gut meinen Gedanken nachhängen. Anfang der Woche ein wenig im Garten gewirkt und über Collien Fernandes und Christian Ullmen nachgedacht. Zuerst war ich bestürzt und danach angeekelt und dann nochmal bestürzt. Natürlich spricht man auch im privaten Feld darüber und da ploppte schnell die Frage auf, warum Männer das machen. Ich entgegnete aus irgendeinem Reflex mit der Aussage, dass ich nicht der Anwalt meines Geschlechts sei. Darüber habe ich dann im Garten nochmal nachgedacht und die Aussage für falsch empfunden. Natürlich, ich bin Anwalt meines Geschlechts, solange so viel Scheiße passiert. Solange Männer es nicht hinbekommen, einfach nett zu sein und ein bisschen Respekt an den Tag zu legen, ein wenig Anstand, ein bisschen Gleichberechtigung, so lange muss auch ich meinen Kopf hinhalten und jeden einzelnen Tag versuchen, dass das Gegenteil möglich ist. Das ist doch das mindeste, oder? Und wenn man Scheiße sieht, muss man sie als solche benennen. Da haben wir leider immer noch einen wahnsinnig weiten Weg zu gehen. Und so lange wir Typen da nicht voran gehen, sondern immer wieder unsere Stellungen missbrauchen, wird da leider nichts passieren. Männer, seid ihr dabei? Ist doch nicht so schwer.
Kettcar
(Ms) Wer hier etwas länger mitliest, weiß recht gut, dass diese Band bei mir recht weit vorne steht. Es müssten sich mittlerweile so 35 bis 38 Kettcar-Konzerte zusammengesammelt haben und jedes war auf seine Weise wirklich toll. Ob in Osnabrück das Publikum komplett Balkon Gegenüber singt oder sich eine Fahrt nach Hildesheim lohnt. Ob mit Streichern im Dortmunder Konzerthaus oder im Innenhof vom Molotow. Kettcar holen mich immer wieder ab. Nachdem sie im September verlautet haben, dass erstmal wieder Ruhe einkehrt und die Band neue Lieder schreibt, kommt nun die Nachricht, dass sie im Juni drei Konzerte spielen. Wer rastet, der rostet… oder so. So macht die Gruppe einen kleinen Norddeutschlandausflug und dass sie im Bremer Schlachthof spielen, ist mir ein ganz besonderes Vergnügen, denn zum Einen ist das einer der besten Läden an der Weser, zum Anderen war das Pier2 doch echt keine Kettcar-Location, oder? Eben. Also: Alle hin da und der Band die Karten aus der Hand reißen. Vielleicht gibt es ja einen neuen Song zu hören?!
18.06. - Bremen, Schlachthof 21.06. - Stralsund, Motorfähre Vitte 22.06. - Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben
Fatoni
(Ms) Wer hätte je gedacht, dass Fatoni so ein guter Sänger ist?! Vielleicht nicht mal er selbst? Über seine Rap-Qualitäten muss ja wirklich nichts mehr gesagt werden. Auch über seine Kunst, Texte zu schreiben, auch wenn er so stark daran zweifelt. Dann noch Schauspieler: Ja, Kacken An Der Havel ist ein nettes, schräges, unterhaltsames Vergnügen. Wann Werd Ich Endlich Ausgetauscht? heißt seine neue Single, die vergangene Woche erschien und auf der sein Bariton im Refrain so richtig toll zur Geltung kommt. Ein typischer irgendwas-ist-immer-Fatoni-Track, der aber musikalisch doch anders aufgebaut ist. Die satten Beats aus Nachos sind verschwunden, dafür ein wenig mehr Pop. Es steht ihm gut. Die Vielfalt macht ja den Reiz aus, oder? Eben! Am 3. Juli erscheint seine neue Platte Drama Endet Nie und im Herbst geht er damit auf Tour. Alle hin da, okay?
03.09. - Leipzig, Felsenkeller
04.09. - Erlangen, E-Werk
05.09. - Stuttgart, Wagenhallen
11.09. - Hamburg, Große Freiheit 36
12.09. - Köln, Carlswerk Victoria
22.09. - Wien, Arena
23.09. - München, Muffathalle
24.09. - Wiesbaden, Schlachthof
10.10. - Hannover, Capitol
11.10. - Münster, Sputnikhalle
28.10. - Berlin, Columbiahalle
Portugal. The Man
(Ms) Wenn man Mitte dreißig ist, ging dieses Lied - je nach Lebenslage - vollkommen an einem vorbei. Wer jedoch altersunabhängig mit Kindern zu tun hat, dem ist Golden definitiv ein Begriff. Auch wenn einige Kinder K Pop Demon Hunters nie gesehen haben, können sie alle diesen Track mitsingen. Von vorne bis hinten. Man mag sich ja manchmal fragen, wie das alles geht… aber ist ja auch ein bisschen egal. Letztens habe ich im Musikunterricht das Lied mit einer zweiten Klasse mit Boomwhackern begleiten lassen und die Meute war außer Rand und Band. Logisch, dass so ein Track dann auch massig gecovert wird. Selbst Portugal. The Man machen eine eigene, etwas reduzierte Version daraus. Sie ballert nicht so sehr, holt diesen Hit ein wenig auf den Boden und die Band aus Alaska zeigt, dass Glitzerpop doch eine gewisse Faszination ausstrahlen kann…
Ostern steht vor der Tür. Spätestens seit ein paar Wochen wird es fleißig durch die prall gefüllten Supermarktregale angekündigt. Dann haben die Schulen für zwei Wochen frei, Klein und Groß freuen sich über allerhand Leckereien und schönen Suchaktionen im Frühling. Die Familie kommt zusammen, Menschen zünden große Feuer an oder fahren in den Urlaub. Doch der Grund, warum das alles passiert, ist mittlerweile völlig egal, oder? Ostern ist ein riesen Bohai, aber dass dem ein kirchliches Fest, das höchste im Christentum, zugrunde liegt, scheint egal, oder? Warum sollte man das also noch feiern? Um die Schokoladenindustrie zu finanzieren? Um einen Anlass zu haben, die Familie zusammenzutrommeln? Hat da jemand eine Antwort?
Dekker
(Ms) Wenn der Mann unter dem großen Hut anfängt zu spielen, dann wird es warm, weich, kurzweilig, entspannt. Dekker aus Brooklyn liefert ganz unscheinbar seit vielen Jahren sehr gute Musik ab. Sie ist unaufgeregt, meist ruhig, hin und wieder auch sehr beschwingt. Doch eine leichte Melancholie liegt stets auf seinen Songs. So auch auf seinem aktuellen Album Neither Up Nor Down. Elf Lieder sind auf der Platte und sie nehmen die Mitte des Lebens mit seinen ganzen Facetten als Thema auf. Ja, ist manchmal gar nicht so leicht, wenn die Jugend - oder das, was man eventuell lange dafür gehalten hat - wirklich vorbei ist und eine Phase einsetzt, die an manchen Tagen auch schwer zu akzeptieren ist. Dekker nimmt die Hörenden mit seinen Stücken an die Hand, trägt sie dadurch, schenkt Verständnis und lässt trotz der Schwere die Leichtigkeit nicht zu kurz kommen. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass ein Dekker-Gig einfach eine gute Zeit ist. Und, ganz ehrlich: Sehnen wir uns nicht ein wenig danach? Eben, also hin da!
(Ms) Na, habt ihr auch schon das ein oder andere Frühlingsgefühl? Ist es nicht faszinierend, dass der Wechsel der Jahreszeiten nie aufhört, uns zum Staunen zu bringen?! Ich bin wirklich großer Fan davon. Man selbst und die Freunde kommen wieder aus der Winterhöhle raus, die Abende werden wieder länger, die Stimmung - trotz all dem Grauen auf der großen Weltbühne - besser. Oder? Dazu liefert uns Christin Nichols den passenden Track. Noch Wach ist nicht nur eine ziemlich treibende Nummer mit Hey Hey Hey-Elementen, die an die goldenen Indiejahre erinnern, sondern auch die Leichtigkeit einer guten Beziehung bejubelt. Es ist schon ein Liebeslied, wo sich das lyrische Ich das Gegenüber spät herbeisehnt, um einfach beieinander zu sein und über alles zu reden. Der Track könnte genauso gut eine Hymne auf eine große Freundschaft sein. Egal, wie wir uns den Song zurechtinterpretieren, es ist ein hervorragender, Lust-auf-Mehr-machendes Lied: Am 24. April erscheint ihr neues Album mit dem einprägsamen Titel Christin Nichols.
(Ms) Wem bei diesen flirrenden Gitarren und diesem rollenden Bass nicht das Herz höher schlägt, ist echt nicht weiter zu helfen. Zum neuen Album Beest von Fluppe ist die Band aus einem Trio zum Quartett gewachsen. Letzten Freitag erschien diese Platte und liefert uns elf neue Tracks, die in Post-Punk-Manier die Gegenwart sezieren. Es lohnt sich sehr, diese Songs recht laut zu drehen, denn dadurch schwappt die Energie noch stärker über. Ja, auch der Band aus Hamburg ist anzumerken, dass die Dramatik des aktuellen gesellschaftspolitischen Zustandes nicht ohne Kratzer an ihnen vorbei geht. Doch in ihren Liedern ist so viel Drang zu spüren, dass das seltsamerweise viel Spaß macht. Denn irgendwo muss die Unzufriedenheit, die Wut, der Zorn, das Unverständnis ja hin. Und wenn da zwischendurch noch die Synthies knallen und die Texte sich ins Hirn einbrennen, dann hat diese Band ziemlich viel richtig gemacht! Lasst euch live davon überzeugen:
09.04.26 Hamburg, Nochtspeicher 24.04.26 Fürth, Kopf und Kragen 25.04.26 Bamberg, Live Club 26.04.26 Viechtach, Altes Spital 27.04.26 München, Glockenbachwerkstatt 28.04.26 Mainz, Schon Schön 29.04.26 Düsseldorf, Ratinger Hof 30.04.26 Trier, Villa Wuller 01.05.26 Frankfurt, Dreikönigskeller 02.05.26 Freiburg, Slow Club 12.05.26 Bremen, Eisen 13.05.26 Köln, Stereo Wonderland 14.05.26 Oberhausen, Druckluft (Open Air) 15.05.26 Langenberg, KGB 16.05.26 Berlin, Schokoladen 30.05.26 Braunschweig, KufA Haus
Rahel
(Ms) Beim ganzen Trubel da draußen, ist es mehr als sinnig, auch mal wieder nach innen zu hören. Die Ohren zu machen, die Welt abschalten. Mal gucken, was dann so los ist. Auf diese kleine Reise nimmt uns Rahel aus Wien auf ihrem neuen Lied Weidentier mit. Was passiert, wenn die Welt still gedreht wird? Dann vermisst man womöglich das geliebte Gegenüber, dann möchte man gern kotzen oder alles kurz und klein schlagen. Ja, wenn man erstmal die anderen Stimmen leise stellt, passiert eventuell mehr als gedacht. Diese wunderbare Gedankenreise untermalt die Musikerin mit einem sanften akustischen Gitarren-Bass-Schlagzeugspiel. Zudem sind noch Vögel zu hören, man geht ein wenig mit ihr spazieren - wunderbar! Hier lässt sich großer, entspannter, musikalischer Kunst lauschen - das solltet ihr auch tun!
Rantanplan
(sb) Ein Coveralbum von Rantanplan? Muss das sein? Ja, das muss! Nicht, weil jeder Track darauf nun wirklich super und besser als das Original ist, sondern weil einfach jedes Lied auf Geschwedet so klingt, als könne es tatsächlich von den Hamburger Ska-Punk-Urgesteinen stammen. So geht Cover! Kein tumbes Nachspielen dessen, was es eh schon gibt, sondern Entwicklung, in vielen Fällen gar Weiterentwicklung. Meine Highlights: Durch die schweren Zeiten (Udo Lindenberg), Alles verkauft (Funny van Dannen) und Raus aufs Land (Die Höchste Eisenbahn).
Prostitute
(sb) Dearborn, Michigan, 100.000 Einwohner, die größte Moschee des Kontinents. Das ist das Umfeld, in dem Prostitute sozialisiert wurden. Und auch wenn keins der Bandmitglieder einen direkten arabischen Background hat, so sind die kulturellen Einflüsse auf die Musik des Quintetts nicht zu überhören. Von der Attitüde her erinnert Attempted Martyr an die frühen Korn. Diese Wut, diese Verzweiflung, dieses Aufbegehren. Musikalisch ist das Ganze im Noise-Rock anzusiedeln, aber hört selbst!
(Ms) Es gibt Bands, deren Konzerte eine außerordentliche Erfahrung sind. Was dort auf der Bühne und zwischen Musikern und Publikum passiert, ist beinahe magisch. So ein Erlebnis der besonderen Art liefern The Hirsch Effekt. Im Januar erschien ihre neue Platte Der Brauch und am Donnerstag haben sie im Bremer Tower Halt gemacht.
Das zum großen Teil männliche Publikum war zum großen Teil sehr dunkel gekleidet und sehr entspannt. Was den Abend direkt so gut gemacht hat, war, dass es keine Vorband gab. Mittlerweile finde ich das immer attraktiver. So wird der ganze Abend viel intensiver und zieht sich auch nicht so in die Länge. Gegen viertel nach Acht kam das Trio nach und nach auf die Bühne. Was danach passiert ist, war der absolute Wahnsinn. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich die Musik der Band nicht in Gänze kenne. Mit dem aktuellen Album bin ich vertraut, das war es auch. Doch es drang seit Jahren viel Hörensagen und damit viel Begeisterung zu mir durch. Sie sollte bestätigt werden.
Selten habe ich so viel Präzision live erlebt. Klar, das, was diese Band live auf die Bühne stellt ist ganz schön wild. Aber dieses Wilde ist geplant. Wie gut das geplant ist, lässt sich beim selbstverständlichen und einfach extrem harmonischen Zusammenspiel erleben. Da ist so viel Intuition zwischen den drei Musikern, so viel Vertrautheit, dass das Derbe einfach extrem gut aufgeht. Dabei sind die Songs von The Hirsch Effekt super komplex komponiert. Wie oft die Takte brechen, das Tempo verschleppt oder angezogen wird, wie schnell zwischen lautem Chaos und ruhigen Parts gewechselt wird - irre! Ich stand so, dass ich insbesondere Bassist Ilja John Lappin gut beobachten konnte. Dass seine Finger nicht verknotet sind, grenzt an ein Wunder. Er spielt den fünfsaiten Bass mit einer bewundernswerten Leichtigkeit. Zudem growlt er, singt dann wieder wie ein Engel und spielt halt in der Zugabe noch Cello - klar. Bei dieser Band ist alles zu erwarten, alles tritt ein, alles ist möglich, es ist irre. Es macht einfach unglaublich viel Spaß, Moritz Schmidt beim Schlagzeugspielen zuzusehen und wie sehr Nils Wittrock einfach alles gibt am Mikrophon und an der Gitarre. Er spielt um sein Leben.
Knapp zwei Stunden haben sie gespielt. Sehr komprimiert, sehr dicht, sehr sympathisch, sehr nah und aufmerksam mit dem Publikum interagierend. Zum Ende habe ich mich gefragt, ob sich das Wilde nicht auch ein wenig abnutzt. Ob irgendwann die Überraschung nicht mehr kickt, weil es halt die ganze Zeit so geht. Aber nein - bei weitem nicht! The Hirsch Effekt spielen so druckvoll und energiegeladen, dass es wirklich gar nicht langweilig werden kann.
(Ms) Über einen Abend, der ein Zeugnis außergewöhnlicher musikalischer Kraft war und stark nachhallt.
Ausverkauft - am Nachmittag, bevor das Konzert von Tristan Brusch im Bremer Lagerhaus stattfand, kam diese Meldung über die sozialen Kanäle. Was für ein schöner Erfolg für den Musiker, der damit in seinem vierten Anlauf an dieser Spielstätte zum ersten Mal ein volles Haus hatte. Auch viele andere Auftritte seiner aktuellen Tour sind restlos ausverkauft. Dafür gibt es zahlreiche gute Gründe, die spätestens nach so einem Besuch glasklar sind. Offenbar lockt der Wahlberliner ein Publikum an, das sehr, sehr aufmerksam ist. Wow - wie still es zwischendurch war. Niemand quatschte während seiner Lieder, höchstes verträumtes Mitsingen. Allein das ist eine große Anerkennung!
Eingeleitet in den Abend hat Lisa Harres. Sie setzte sich ans E-Piano, das vorne am Bühnenrand stand, spielte zaghaft mit der rechten Hand ein paar Töne und sang darüber mit sicherer, sehr virtuoser Stimme. Viel zu verstehen war davon nicht, so sehr hat sie die Töne in die Länge gezogen. Ob der Text wichtig war? Ich kann es nicht sagen, lehne mich aber mal aus dem Fenster und sage: Nein. Es ging eher um den Klang an sich, um Stimme und Melodie. Als sie dann auf Deutsch sang, habe ich das auch erst nach einigen Augenblicken mitbekommen. Zwei Stücke spielte sie dann noch an der Gitarre, die ursprünglich für Orgel und Bläser geschrieben worden sind. Große Flächen, verträumt schwebende Stimme. Kunst und musikalisches Können. Ich musste an Schuberts Winterreise denken.
Kurzer Umbau. Zeit, um der im Off laufenden Musik zu lauschen, denn sie war auch Teil einer tollen Inszenierung des ganzen Abends. In Dauerschleife lief eine verzerrte, reduzierte Version von Grundsolider Schläger. Hach, wie schön, wie gut dieser Abend geplant war! Und das lag zu großen Teilen auch an der phantastischen Band, die mit auf der Bühne stand. Allen voran Friedrich Paravicini am Keyboard, Gesang, Mundharmonika und vor allem am Cello - enorm! So zurückhaltend er sich gab, so wirkungsvoll war all sein Tun auf der Bühne. Tristan Brusch nennt ihn im Reflektor-Podcast den Ambassador einer besseren Musikwelt. Zudem saß Hanno Stick am Schlagzeug, der unter anderem auch bei Niels Frevert, der Crucchi Gang und seiner eigenen Band Tapes spielt. Leider konnte ich nicht herausfinden, wie die beiden Damen am Bass und Backgroundgesang hießen, sie haben genauso wunderbar musiziert! Zusammen haben sie einen irren Sound erzeugt. Er war hervorragend gemischt, weich, rund, präzise.
Im klassischen Musikerschwarz kamen sie auf die Bühne und starteten mit eben jenem Grundsolider Schläger. Toller Start, das Staunen hat ab dem ersten Takt eingesetzt. Und vor allem ganz viel Gänsehaut. Die Musik seiner Lieder ist ja gar nicht so wuchtig, dafür aber in ganz außerordentlichem Maße seine markante Stimme. Ich gehe davon aus, dass alle vor Ort schnell hin und weg waren. Es folgten einige Stücke der neuen Platte wie Vierzehn, Wasser Und Licht, Heiliges Land, Wir Kinder Vom Bahnhof Zoo und das großartige Geboren Um Zu Sterben. „Lieben und geliebt zu werden“ - das sind doch wirklich die einzigen Dinge, die wir hier zu lernen haben, oder? Der Rest kommt dann von allein. Natürlich gab es auch frühere Songs wie Der Abschaum, Wieder Eine Nacht, Wahnsinn Mich Zu Lieben (!), Oh, Lord oder Baggersee.
Zwischen verträumtem Dreinschauen, Messerstechereien und allen Formen der Liebe ist an einem Tristan Brusch-Abend wirklich allen zu hören. Kleine Randnotiz: Das u in Brusch wird übrigens lang gesprochen. Ja, dieser Auftritt brachte wirklich alles mit, was einen hochklassigen, musikalischen Abend ausmacht: Starke Texte, hervorragende MusikerInnen und ein unglaublich aufmerksames Publikum. Aus irgendwelchen Gründen war die Luft vor Ort nicht gut, zwei BesucherInnen sind umgekippt, ihnen wurde aber schnell geholfen, auch von den sehr lieben, umsichtigen Menschen auf der Bühne.
Hach, was gab es alles zu bestaunen während dieses Konzertes! Es wirkt ganz stark nach. Insbesondere durch den sehr autobiographischen Abschluss mit Theo, diesem unverschämt tollen Lied für seinen Sohn, und seiner eigenen Geschichte in Das Leben Ist So Schön. Mit verdient viel Applaus und einem hohen Andrang am Merch endete dieser Auftritt. Tristan Brusch ist ein höchst außergewöhnlicher Künstler, ein irrer Texter, ein leidenschaftlicher Musiker und toller Darbieter seines Schaffens. Geht da unbedingt hin, wenn es möglich ist!
14.03.2026 Hamburg, Mojo Club 18.03.2026 Dresden, Beatpol 19.03.2026 Erlangen, E-Werk 20.03.2026 München, Ampere 21.03.2026 Stuttgart, Im Wizemann 22.03.2026 Wiesbaden, Schlachthof 26.03.2026 Magdeburg, Moritzhof 27.03.2026 Leipzig, UT Connewitz 28.03.2026 Berlin, Huxleys