Donnerstag, 18. Oktober 2018

Live in Köln: Get Well Soon

facebook.com/youwillgetwellsoon
(ms) Okay, die Erwartungen waren riesig, sehr schwer zu erfüllen. Aus einem einfachen Grund: Get Well Soon habe ich erst vor wenigen Wochen auf dem Reeperbahn Festival im Hamburger Michel gesehen. Ein ganz tolles Venue für ein Konzert dieser (Extra-)Klasse und es hat bleibenden Eindruck hinterlassen und noch mehr Vorfreude erzeugt auf den gestrigen Abend in der Philharmonie Köln.

Genau, das ist das Gebäude, auf dessen Außenbereich hinter dem Dom man nicht gehen darf, weil das im Saal zu stark hallt. Das ist auch das Gebäude, unter dessen Bühne in zwei Meter Tiefe die U-Bahn entlang saust. Laut Medienberichten soll auch das zu spüren sein. Gestern war nichts zu erahnen. Trotz dieser kleinen Schönheitsfehler ist festzuhalten, dass die Philharmonie ein chic anzusehender Komplex ist; edel aber nicht zu elitär. Doch: warum ist die Reihe 2, so wie es auf dem Ticket steht, in Wirklichkeit die erste Reihe?! Keine Ahnung, aber immerhin saß ich vollster Überzeugung auf dem falschen Platz, um dann noch nach vorne zu rücken. Why not?!

Die erste Reihe ist bei solch einem Konzert ein ganz besonderer Ort, an dem man den Abend verbringt. Das breite Equipment lässt sich von Nahem begutachten und der Blick auf die vielen GWS-Banner hinter der Bühne oder an den Notenständern waren - auch mit unbewaffnetem Auge - großartige Details.
Schlag 20 Uhr ging das Licht aus und Sam Vance-Law hat mir seiner virtuosen Band das Kommando übernommen. Und wie! Er ist nicht nur ein alter Bekannter von Konstantin Gropper (Dear Reader, Traded Pilots), sondern auch ein erstklassiger Entertainer mit enorm viel Charme. Im Nu hat er das Publikum um den Finger gewickelt und liefert in einer halben Stunde eine feine Auswahl an Songs aus seinem Homotopia-Album: Phantastisch! Musikalisch herausragend, inhaltlich stark und unglaublich sympathisch. Klar, dass man die Platte mit nach Hause genommen hat!

Um 21 Uhr ging dann nochmal das Licht aus und die große Horror-Show hat begonnen. Konstantin Gropper spielt diese Tour nicht nur mit seiner normalen Band, die mit ihm schon zu sechst ist, sondern auch mit einer Big Band, sodass 14 Akteure ihre Instrumente bedienten. Gerne würde ich wissen, wie lange sie üben mussten, um diesen perfekten Klang hinzubekommen, es war ideal abgestimmt. Okay, der Sound in der ersten Reihe ist leider nicht so klar gewesen, aber es war okay. Das extrem aufmerksame Publikum hat das Können mit viel verdientem Applaus honoriert und auch zwischendurch gab es Standing Ovations, womit die Musiker sichtlich nicht gerechnet haben. Neben den ruhigen und mächtigen Liedern des aktuellen Horror-Albums gab es natürlich auch ein paar alte Klassiker zu hören. Die Auswahl der Stücke war sehr harmonisch und mit einigen Details geschmückt, zum Beispiel ältere Lieder in neuem Gewand. Ein sehr cleverer Einfall war zudem, zu Nightjogging einen Jogger auf die Bühne zu holen, der sehr diszipliniert die gesamte Länge des Liedes auf der Stelle gelaufen ist. Gropper kann man nicht mehr vorwerfen, dass er nicht weiß, wie er sonst die Leute unterhalten soll. Vor Jahren hat er mal gesagt, dass er sich ein Witzebuch für die Pausen zulegen sollte. Nein, braucht er nicht. Vor neuneinhalb Jahren habe ich ihn zum ersten Mal gesehen und nun lässt sich gut erahnen, was für eine irre Entwicklung er durchgemacht hat: stets musikalische Perfektion, aber viel mehr aufgetaut auf der Bühne.
Ein wahres Highlight des Abends war, dass sie zum Schluss I Sold My Hands For Food So Please Feed Me gespielt haben. Auf den vergangenen Touren ist dieses Machtwerk öfter aus der Playlist geflogen und nun in diesem wunderbaren Ambiente knallte es den Zuhörern gewaltig um die Ohren.

Was für ein herausragender Abend, es war richtig schön. Toll war es auch von ganz vorne den Musikern direkt ins Gesicht zu schauen, wenn die Lieder an Dynamik gewonnen haben. Intensive, schmerzverzerrte, aber hochzufriedene Mimiken, die schreien, genießen, spielen was das Zeug hält.
Beglückt steigt man dann auch in die Bahn und ist drei Stunden später zu Hause.
Aber okay: Im Michel war es noch ein klitzekleines Stückchen besonderer und besser. Meckern auf hohem Niveau.



Dienstag, 16. Oktober 2018

Live in Münster: Staring Girl

Staring Girl in der Pension Schmidt. Foto: luserlounge
(ms) 15. Oktober in Münster, Westfalen. Streift man abends bei diesen milden, spätsommerlichen Temperaturen durch die Stadt, sieht man Horden an jungen Leuten und erinnert sich plötzlich: Achja, es ist ja Beginn des neuen Semesters und die Erstis erkunden die einschlägigen Lokalitäten der Innenstadt, wo man angenehm oder derbe versacken kann.

Die Pension Schmidt ist eher ein Laden, in dem man tagsüber sehr gut versacken kann, so gemütlich ist es dort. Die alten Sofas und Sessel lassen einen genauso nicht mehr gehen wie die frischen Kuchen, Quiches oder Kaffees.
Für allerhand kulturelle Veranstaltungen zu Abend hat sich die Adresse seit einigen Jahren genauso etabliert. Seien es Pub Quizze, Lesungen oder Konzerte. Eines davon fand gestern Abend statt und die Gruppe mit dem besten deutschsprachigen Album diesen Jahres - bis dato - war der Höhepunkt: Staring Girl. Das Hamburger Quintett um Steffen Nibbe inklusiven ehemaligen Mitmusikern von Gisbert zu Knyphausen wie Frency Suhr am Bass sind auf kleiner Herbsttour und hielten für einen wunderbaren Abend in Westfalen.
Das Konzert wurde von der Münsteraner Band Francois Dillinger eröffnet. Lustigerweise sind dies auch fünf Jungs, die mit entspanntem Indiepop zu unterhalten wussten. Es erinnerte stark an die wunderbaren Herrenmagazin, doch man wurde den Eindruck nicht los, dass es etwas uninspiriert zuging auf der kleinen Bühne. Musikalisch gut, aber der Funke sprang nicht über.

Das änderte sich nach kleiner Umbaupause. Das mag auch damit zu tun haben, dass der Ton nun wesentlich besser abgemischt war, die Klaviertöne waren zu hören, der Gesang wesentlich klarer und das Schlagzeug nicht so scheppernd. Schon nach den ersten Takten lag spürbar in der Luft, dass es in dieser Band ganz hervorragend harmoniert. Es brauchte kaum Absprachen für ein reibungsloses Spiel. Staring Girl entführte die aufmerksamen Zuhörer sofort in eine andere, innere Welt. Die treibenden Horden auf dem Bürgersteig waren kaum mehr wahrnehmbar. Denn Nibbes Texte sind ein Fenster, durch das man klettern kann, um dem Alltag zu entfliehen und komischerweise genau in ihn wieder einzusteigen, nur aus einer anderen Perspektive. Es sind alltägliche Geschichten, es geht um Liebe, Menschen, Diebe, Halunken. Leicht kommt man rein in diese Zeilen und sie tun gut. Sie spielten Lieder von ihren beiden Platten: Cornflakes und Milch, Die guten Gedanken, Jeder geht alleine, Stolpern taumeln und laufenViertel Vor Nichts, Matratzenladenneonröhrenlicht undundund. Zum Glück kommt nie Schwermut, große Melancholie oder Selbstmitleid hindurch in ihren Liedern, ein großer Pluspunkt. Das erlaubt auch gute Ansagen, einen angenehmen Draht zum Publikum inklusive musikalisch untermaltem Werbeblock. Herrlich!
Was doch kurios war - und da schließe ich mich dem Thema der letzten beiden Beiträge an - ist, dass zwischendurch eine etwas ältere Frau auf ihrem Handy laut einen Livemitschnitt eines ihrer Konzerte hat laufen lassen. Wie absurd kann es nur zugehen? Wie respektlos kann man sein? Was soll das? Das kann hoffentlich nur diese Dame erklären.
Sie hat sich zumindest ablenken lassen von wunderbarer, nahegehender Musik. Selbst Schuld.



Montag, 15. Oktober 2018

lit.ruhr in Essen mit Marcus Wiebusch

Quelle: berlin030.de
(ms) Was habe ich mich am Freitag und Samstag noch über das Publikum bei Bukahara aufgeregt. Immer noch zu Recht, wie ich meine. Umso besser, wenn es Veranstaltungen gibt, die auch dem Wirken der Künstler abseits der Bandkonstellation Raum geben. Dazu gehört die lit.ruhr, die in den letzten Tagen auf dem Gelände des Zollvereins in Essen stattgefunden hat. Fünf Tage lang gab es dort zahlreiche Veranstaltungen aus dem Literaturkosmos für Groß und Klein. Einen wahren Höhepunkt lieferte am Sonntagabend ein Interview von Marcus Wiebusch, das von Ingo Neumayer geleitet wurde. Zuerst muss jedoch würdigend hinzugezogen werden, auf welch atemberaubendem Gelände die lit.ruhr stattfand. Der Zollverein in Essen ist ehemalige Kokerei und Steinkohlebergwerg und heute Weltkulturerbe. Wer mal da war, weiß dann auch wieso. Das Areal ist riesig, die Anlagen, Gebäude, Konstruktionen lassen den Besucher staunen. Was dort wohl für ein Lärm, ein Geruch, ein Tempo, ein Gewusel, eine Temperatur vor vielen Jahren geherrscht haben. Unabhängig vom Literaturfestival ist dies einen Ausflug von nah und fern wert!

Marcus Wiebusch also. Er ist in diesem Jahr 50 geworden und erlebt seit letztem Jahr die wohl erfolgreichste Zeit als Musiker. Das Kettcar-Album Ich vs. Wir ist das Beste an deutschsprachiger Gitarrenpopmusik, das in den letzten Jahren das Licht der Welt erblickt hat. Das gibt er selbst auch offen zu, wenn er den klugen Fragen von Ingo Neumayer geantwortet hat. Einige hundert Leute sind gekommen, um diesem Gespräch zu lauschen. Die Halle auf dem Kokerei-Gelände war schön und schnell voll. Dass so eine Menge einen erfahrenen Künstler immer noch nicht kalt lässt, macht Wiebusch so nahbar und extrem menschlich. Nach kurzer Ansage kamen er und Neumayer auf die Bühne und der Sänger war sichtlich aufgeregt, knetete die Hände, suchte an Schuh und Hose nach Halt. Klar, das verflog auch, dafür ist er zu lange im Business.
Kokerei am frühen Abend. Foto: luserlounge
Und genau darum ging es. Es ging nicht nur um Kettcar, um das Grand Hotel van Cleef, um ...But Alive oder sein Solo-Album. Es ging um Marcus Wiebusch als Songwriter, Mensch, Musiker. Dass er dabei auf einer Literaturveranstaltung auftrat, verdankte er hauptsächlich Juli Zeh, die seine Lieder mit guter Literatur verglich, als das letzte Album erschien. Es war ein Abend für Nerds, Fans, Kenner. So ist das halt. Über 90 Minuten lang wurden die Aufmerksamen mit Hintergrundinfos, Geschichten von Kalkül, Krise, Kunst gefüttert. Über die Wichtigkeit eines guten Musikvideos, warum Humor in seinen Songs kaum eine Rolle spielt, über den Moment, als Kettcar kurz vor dem Aus standen und den großen, lohnenden Anstrengungen, sich aufzuraffen. Über das Idol Bruce Springsteen, der Schwäche der deutschsprachigen Popmusik und warum die wenigsten seiner Lieder autobiographischen Anteil haben und immer wieder um den - ja, man kann es sicherlich so sagen - Hit Sommer '89. Und über die wunderbare, vorbildhafte Einstellung eines politischen Menschen, dass Zynismus und Fatalismus nie, nie, nie eine Option sein werden: Sich von den Verbitterten nicht verbittern lassen. Klar, er hat auch ein paar Lieder gespielt: Benzin und Kartoffelchips, Rettung, Balkon Gegenüber mit zweiter Strophe, Was hätten wir denn tun sollen, Ich werde sie Yoko Ono nennen und auch zum gleichzeitigen Erstaunen und der Freude der Anwesenden Balu.
Was mich jedoch noch beschäftigt hat, um den Bogen zu den ersten Zeilen zu spannen, er sprach auch über die großen Gefühle als Musiker. Es seien zwei. Der eine ist der Moment, wenn er auf der Bettkante eine Idee für einen Song hat, bei der er sofort merkt, dass die zündet. Ja, da ist auch Kalkül dabei. Wenn jemand jedoch seit 30 Jahren Musik macht, ist das doch verständlich. Der zweite Schlüsselmoment ist das Stehen auf der Bühne und Spielen der eigenen Lieder, die dann im besten Fall ganz nah an den Menschen gehen. Wenn Band und Publikum Synergieeffekte bilden und verschmelzen. Und das ist bei Kettcar-Konzerten oft zu bemerken: Das Publikum ist enorm aufmerksam, hört zu, lauscht, singt mit, goutiert die Leistung mit Applaus, man kennt sich irgendwie. Solch eine Haltung zwischen Musiker und Publikum finde ich sehr erstrebenswert. Marcus Wiebusch hat eine Menge zu sagen, man sollte ihm noch öfter zuhören. Gelegenheiten wird es ausgiebig geben, denn neue Songs sind bereits in der Mache!

Samstag, 13. Oktober 2018

Live: Bukahara in Münster

Sorgten für Partylaune: Bukahara. Foto: luserlounge
(ms) Liebe Gruppe Bukahara,

Das was jetzt folgt, wird Eurer Musik nicht gerecht. Denn Euer gestriges Konzert im Skaters Palace war wirklich gut, insbesondere ist live die Mischung der verschiedenen musikalischen Einflüsse, die ihr alle mitbringt, genial, kommt sehr gut rüber.
Dennoch habe ich mich relativ weit vorne stehend sehr unwohl gefühlt. Und das lag an einem wahnsinnig rücksichtslosen Publikum.
Bei der wunderbaren Vorband Jamil And The Other Heroes war das noch nicht so zu bemerken. Doch spätestens als Max, Ahmed, Daniel und Soufian ihre Instrumente in die Hand nahmen, passierte etwas Seltsames bei den 1.400 Leuten, die so zahlreich den Laden ausverkauft haben.
Zuhören? Aufmerksam sein? Respekt gegenüber der Musik? Komplette Fehlanzeige! Es wurde sich überall munter unterhalten, als wäre man in einer Kneipe. Dass da vorne eine unfassbar gute Band spielt, die allein durch ihre unterschiedlichen Herkünfte etwas zu sagen haben, politisch und gesellschaftlich, schien völlig belanglos zu sein. Es hat sich wohl herumgesprochen, dass Bukahara live das Publikum in Ekstase versetzen kann. Heißt: Die Leute kommen, um eine Party zu erleben und nicht ein Konzert zu besuchen, das ist meines Erachtens ein Unterschied bei diesem Genre. Wäre da Deichkind, Scooter oder Kraftklub gewesen: okay. Da erwartet man ja gar nichts anderes.
Es findet eine wahnsinnige Beliebigkeit und Eventisierung von Konzerten statt. Das merkt man schon bei den etwas größeren Festivals, die langsam keinen Spaß mehr machen, weil man das Gefühl hat, am Ballermann zu sein. Nennt mich ruhig einen starrsinnigen Spießer, damit komme ich zurecht. Aber ich will mir eigentlich meine Leidenschaft nicht durch einen Haufen ignoranter Idioten kaputt machen lassen.
Das sind auch solche Leute, die nach einer dreiviertel Stunde noch mit vier, fünf Leuten sich in die zweite Reihe drängeln wollen. Kann man machen, ist halt eine Sauerei. Und wenn man diese Menschen dann anspricht und sagt, dass es vorne voll und jetzt direkt vor mir zu stehen auch scheiße sei, bekommt man selbst noch einen blöden Spruch. Das sind Konzerte, die ich so nicht besuchen will und die ich folglich auch nicht genießen kann.
Ja, es ist gut möglich, dass es daran lag, dass ich selbst vorne stand, ich hätte auch nach hinten gehen können, aber nicht aus dem Grund, den Blasierten das Feld zu überlassen. Nein. Um es mit sookee auf die Spitze zu treiben: Einsame Insel oder Untergrund? Mal schauen...

Freitag, 12. Oktober 2018

KW 41, 2018: Die luserlounge selektiert

Quelle: zahlenparty.de
(ms/sb/mb) Am Mittwoch hat sich der Todestag von Nils Koppruch zum sechsten Mal gejährt. Wie schön wären weitere Bilder unter dem Namen SAM oder ein zweites Kid Kopphausen-Album oder ein Solo-Werk? Stattdessen bleibt uns nur die einzige Möglichkeit, seine wundervollen Lieder aus einer langen Schaffenszeit zu hören, genießen, die Texte zu lesen, sich an vergangene Konzerte zu erinnern. Apropos: Bei den Nils Koppruch-Gedenkkonzerten in Hamburg vor wenigen Jahren wurde versprochen, dass das irgendwann regelmäßig stattfinden wird. Doch Kettcar würden darauf antworten, dass irgendwann nur ein anderes Wort für nie ist. Traurig aber wahr? Wir wissen es ja auch nicht so genau.
Die Zukunft liegt vor uns, das wissen wir. Und damit auch Folgendes:

Bosse
Ich mag den Aki Bosse ja: sympathisch, wortgewandt, das Herz auf der Zunge und auf der Bühne ein hervorragender Entertainer. Dazu hat er noch ein außergewöhnliches Gespür für eingängige Melodien und das lässt ihn auch auf seinem neuen Album Alles Ist Jetzt (VÖ: heute!) nicht im Stich. Manche Songs erscheinen zwar etwas zu gewollt (v.a. Pjöngjang), doch das wird durch Perlen wie Hallo Hometown und Robert de Niro mehr als wettgemacht. Der ganz große Kracher à la Schönste Zeit fehlt freilich, als Gesamtwerk funktioniert Alles Ist Jetzt aber spitze und wird die Fanbasis des Braunschweigers sicher weiter vergrößern.



Simon Lewis
Zwar nicht vom Tellerwäscher zum Millionär, aber immerhin vom Straßenmusiker zur Labelhoffnung: Simon Lewis veröffentlicht am 26.10. auf Karmarama sein langersehntes Debütalbum namens Pilot. Die Scheibe klingt deutlich weniger indie, dafür aber sehr viel radiotauglicher als es die Live-Eindrücke (als Support von Olympique) hatten vermuten lassen, das tut der Qualität jedoch keinen Abbruch und ist ein heißer Kandidat für eine positive Chart-Überraschung. Der Österreicher wurde in seiner Heimat sogar schon als bester Songwriter für den Amadeus Award nominiert, es geht also stetig bergauf - und das völlig zurecht!

11.12.18 Wien, WUK  (AT)
29.12.18 Weiz, Kunsthaus (AT)
10.01.19 Götzis, Kulturbühne Ambach (AT)
11.01.19 Salzburg, Rockhouse Bar (AT)
12.01.19  Graz, PPC Bar (AT)
09.02.19 Leoben, Theater (AT)
15.02.19 Bärnbach, Theater (AT)
20.02.19 Köln, Subway (DE)
21.02.19 Hamburg, Nochtwache (DE)
22.02.19 Berlin, Privatclub (DE)
23.02.19 München, Backstage Club (DE)



Tim Neuhaus 
Letztes Jahr hat der von uns sehr geschätzte Tim Neuhaus sein aktuelles Album Pose I + II veröffentlicht. Darauf hat er typische Songs und solche versammelt, auf denen er ein bisschen herumexperimentiert hat. Wie wunderbar, wenn Künstler so viel Freiheit genießen und daraus kreatives Potential schaffen und es sich trauen, daraus eine Platte zu machen. Und sie ist sehr gut geworden! Nun geht er erneut auf Tour. In einigen Städten spielt er als Duo zusammen mit dem kongenialen Kollegen Flo Holoubek, der übrigens letzten Samstag auch bei Theodor Shitstorm in Münster getrommelt hat. Diese Tausendsassa...

06.12. Langenberg, KGB - Kultur.Güter.Bahnhof (Duo)
07.12. Pforzheim, Horch (Duo)
08.12. Köln, Weltempfänger (Duo)
09.12. Wiesbaden, Schlachthof Wiesbaden (Duo)
10.12. Hamburg, Häkken (Band)
11.12. Berlin, Auster Club (Duo)
12.12. Berlin, PRIVATCLUB (Band)
13.12. Leipzig, Bandhaus (Duo)
14.12. Erfurt, Franz Mehlhouse (Band)



Little Dragon
Kurze Frage an all die tollen Musikkenner: Wer veröffentlicht heute denn noch eine EP? Zugegebener Maßen kommt das mitunter sehr selten vor. Gut, wenn das eine große Band vormacht: Little Dragon haben mit Ninja Tune ein neues Label gefunden und werden am 9. November über die neuen Partner eine 3-Track-EP auf den Markt schmeißen. Sie wird auf den Titel Lover Chanting hören und das Titelstück ist nun überall hörbar. Ein bisschen Minimalismus, ein bisschen Groove, ein paar Synthies; Großstadtmusik vom allerfeinsten!




The Nice Nice
Tim & Tom heißt das Duo aus München, dass so MONACO SESSIONS "a fresh new band with a breath of nostalgic sound in their voice, mixed with a futuristic beat which creates an unbelievable atmosphere" machen. Guade Musik aus der nördlichsten Stadt Italiens wollen wir euch nicht vorenthalten, da es zum Einen überragend gut ist, und zum Anderen Sie Freunde der Luserlounge sind. Los geht's: The Nice Nice mit Beached.




Hans Söllner
An Weihnachten feiert Hans Söllner seinen 63. Geburtstag. Bayerische Institution, Legende, Stimme einer Generation und Widerstandskämpfer trotz anhaltendem Gegenwind. Nein, leicht gemacht hat es sich der Hans nie, in Bayern eckt man mit seiner politischen Einstellung und seinen liberalen Umgang mit Marihuana halt (leider) immer noch des Öfteren an. Heute erscheint Söllners vermutlich letztes Album Genug auf Trikont und ist so wie immer, wenn er solo agiert - und das ist alles andere als negativ gemeint: ein Mann, eine Gitarre, deutliche Worte und ein Appell an die Menschlichkeit. Absolute Höhepunkte: Flucht, Untersberg II, A kloans Herz und Im Schatten. Gänsehaut.
Söllners Musik begleitet mich seit mittlerweile 30 Jahren und ich wäre wahnsinnig froh, wenn es mehr Menschen gäbe wie ihn, für die "leben und leben lassen" nicht nur ein Lippenbekenntnis ist.




Christoph & Lollo
Es bleibt politisch und sozialkritisch: Christoph & Lollo durften sich schon als "Kabarettisten" betiteln lassen und so ganz falsch ist das nicht, wenn dabei auch etwas zu kurz kommt, was für tolle Musiker die beiden Wiener eigentlich sind. Bekannt wurden die beiden durch ihre Schispringerlieder (einfach mal "Christoph & Lollo Funaki" googeln), danach öffneten sie sich für globalere Themen und geschadet hat es ihnen nicht. Auch das neue Album Mitten Ins Hirn (VÖ heute) führt dem Hörer die Absurditäten unserer Welt auf sehr unterhaltsame Art und Weise vor Augen und zaubert das ein oder andere Schmunzeln ins Gesicht. Live sind die beiden übrigens auch ganz, ganz stark, wie ich schon mehrmals erleben durfte.

12.10. Wien, Stadtsaal | Album-Release!
19.10. Salzburg, ARGEkultur Salzburg
20.10. St. Pölten, Bühne im Hof
24.10. Hall in Tirol, Kulturlabor Stromboli
25.10. Linz, Posthof - Zeitkultur am Hafen
29.10. D München, Münchner Lach- und Schießgesellschaft
30.10. D München, Münchner Lach- und Schießgesellschaft
08.11. Rohrbach, Arbeiterkammer
09.11. Melk, Tischlerei Melk
10.11. Aschach a.d. Donau, Avz aschach
16.11. Dornbirn, Spielboden Dornbirn
17.11. CH Zürich, Miller's | Schweiz-Premiere
18.11. CH St. Gallen, Kellerbühne St. Gallen
23.11. Wien, Kabarett Niedermair
24.11. Graz, Orpheum Graz
30.11. D Nürnberg, Gostner Hoftheater Nürnberg
07.12. Fischamend, Stand Up Club
14.12. Mistelbach, Altes Depot
15.12. Wien, Kabarett Niedermair
18.12. Wien, Chelsea
01.01. Wien, Kabarett Niedermair
03.01. Innsbruck, p.m.k hosted by Vakuum
17.01. Wien, Orpheum Wien
18.01. Ansfelden, ABC Ansfelden
25.01. I Brixen, Dekadenz
26.01. I Brixen, Dekadenz
01.02. Grein, Stadtkino Grein
02.02. Gaspoltshofen, Kulturinitiative Spielraum
07.02. Hard, Kammgarn Hard - A
08.02. Feldkirch, Theater am Saumarkt
13.02. Linz, Arbeiterkammer Oberösterreich
16.02. Baden, Grand Casino Baden
22.02. Wien, Stadtsaal
23.02. Wolkersdorf, Babü Wolkersdorf



 
 

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Neonschwarz - Clash

Foto: Malte Schmidt
(ms) Neonschwarz sind wieder da. Das sind Spion Y, Marie Curry, Captain Gips und Johnny Mauser. Mit Clash veröffentlichen sie morgen (12. Oktober) über unsere Labellieblinge Audioltih ihr drittes Album, wenn man Unter'm Asphalt der Strand nicht mitzählt.

Nachdem man sich als Combo ein wenig im HipHop-Business etabliert hat, in größeren Clubs spielt, Shows ausverkauft sind, bei mittelgroßen Festivals durchaus Headliner oder sehr gute Slots bekommt und das letzte Album auf Platz 81 der Verkaufscharts landete, sind die Erwartungen berechtigterweise groß.
Auf dem Vorgänger Metropolis tummelte sich schon eine sehr reife Band, breit im Klang, tief im Text. Dabei muss man auch anmerken, dass es schon etwas glatter war als Fliegende Fische. Auf dem Erstling auf Albumlänge klangen sie noch freier, mutiger, unberechenbarer.
Dem kommt etwas erschwerend hinzu, dass Captain Gips und Johnny Mauser letztes Jahr zur gleichen Zeit Soloalben veröffentlicht haben. Die waren beide so enttäuschend, dass die Hoffnung groß ist, sie verwandeln ihr Potential in Höchstform auf dem neuen Release.
Und ja, diese Hoffnung wird erfüllt, wenn auch nicht auf ganzer Länge. 14 Songs sind auf Clash zusammengekommen und sie haben eine Menge im Angebot. Mit einem introartigen N.E.O.N. startet die Platte, liefert fette, satte Bläserbeats und dem charakteristischen Mix aus Gesang und Rap von Marie Curry. Es ist ein kleines, sympathisches Palaver über sich selbst voller Understatement, denn sie standen nie im Fokus, doch haben tausende Fans. Frech und wahr. Doch es braucht ein bisschen, bis Clash so richtig Fahrt aufnimmt. Maradona zeigt zwar einen lockeren Großstadtbeat und unterstreicht die Hängematteneinstellung der Neonschwarzen, doch ist auch etwas öde. Die Autotune-Stimme von Marie Curry auf Fieber nervt dann brutal. Was soll das eigentlich? Man muss nicht jedem blöden Trend hinterherlaufen, das war schon von Fatoni keine gute Idee, obwohl wir ihn verehren.



Doch dann hagelt es einige Bretter! Ananasland hat nicht nur eine bestechend gute Bass-Melodie, sondern beweist, wo das Herz der Rapper schlägt: gesellschaftspolitische Kritik ist fester Bestandteil ihrer musikalischen DNA. Es geht um die coole, hippen, trendigen Leute, die ein Selfie vor der Flora knipsen aber doch ihr Kreuz bei der CDU machen: "Alle lässig, cool, alternativ - du siehst den Dreck nicht in meinem Kiez". So ist es. Der Opi aus dem 2. Stock ist nicht nur eine Referenz an EinsZwo (Was macht Dendemann eigentlich?), sondern ist ein weiteres Beispiel nach Gestern von Morgen wie wichtig es ist, sich von den Augenzeugen aus dem zweiten Weltkrieg ihre Geschichten erzählen zu lassen, auch wenn sie hart sind. Denn für den Protagonisten war Flucht auch ein Thema und es ist eine Schmach, wenn die Urenkel seiner Peiniger im Hof spielen. Ganz wichtig, großartig umgesetzt. Es folgt 5 nach 12. Was der Titel erahnen lässt, tritt auch ein, denn der Partydampfer sinkt hier gewaltig. Es ist eine Bestandsaufnahme der politischen Entwicklung hierzulande, dem Erstarken rechtskonservativer Menschenfischer und der Ignoranz anderer gesellschaftspolitisch Aktiver diesen gegenüber. Gut, dass das Album vor Maaßen, Hambacher Wald und Chemnitz fertig war, die Aggression wäre sonst noch höher. Inhaltlich ist nicht nur von Angst die Rede, sondern auch eine gewisse Verzweiflung schimmert durch die Zeilen. Man kann es verstehen.

Verrückt ist dann so unfassbar lässig und entspannt: Kapitalismuskritik mit Augenzwinkerattitüde. Und neben den anderen starken Beats von Emphis & Simelli, TripleCCC, Nvie Motho, Magnus Wichmann, Riffsn und Ulliversal hört man hier eine "richtige" Band. Echt gut! Neben der Hymne auf den einzigen Stadtteil Hamburgs mit einer ernstzunehmenden Fußballmannschaft St. Pauli, gibt's noch richtig eins aufs Dach. Nach 2014 und 2015 folgt auf Clash logischerweise 2018. Eine bedingungslose Abrechnung mit der AfD und allen anderen nationalistischen Spinnern.
Der Gesamteindruck bleibt gut. Leider gibt es dennoch zwischendurch echt viel Luft nach oben. Bei einigen Songs wie Gleis 13, Klatsche und In Flammen bleibt das Gefühl nach Füllmaterial haften. Die hier angesprochenen anderen Tracks entschädigen dafür jedoch in jedem Fall.

Aufgrund von mehrfacher persönlicher Überzeugung, wie gut die live sind, dass es eine Party mit wahren, wichtigen, politischen Ansagen wird, empfehlen wir Euch den Besuch auf der kommenden Tour:

09.11.2018 Lüneburg, Anna & Arthur
10.11.2018 Husum, Speicher
23.11.2018 Münster, Gleis 22
24.11.2018 Heidelberg, halle02
07.12.2018 Dresden, Tante Ju
08.12.2018 AT-Wien, Flex
24.01.2019 CH-Zürich, Dynamo
25.01.2019 CH-Bern, Dachstock
08.02.2019 Wiesbaden, Schlachthof Wiesbaden
09.02.2019 Düsseldorf, zakk
22.02.2019 Stuttgart, Im Wizemann
23.02.2019 München, Feierwerk
22.03.2019 Nürnberg, Z-Bau
23.03.2019 Hannover, Faust
05.04.2019 Dortmund, FZW
06.04.2019 Bremen, Schlachthof Bremen
13.04.2019 Berlin, Festsaal Kreuzberg
27.04.2019 Hamburg, Große Freiheit 36



Mittwoch, 10. Oktober 2018

Behemoth - I Love You At Your Darkest

Cover der neuen Scheibe
(ms) Der Behemoth ist der Gegenspieler zum Leviathan aus der Bibel. Er bewohnt das Land, sein Kontrahent das Wasser. Beides sind riesige, gewaltige und angsteinflößende Tiere der Mythologie. Vor siebenundzwanzig Jahren hat sich eine polnische Black Metal Band den Namen zugelegt und sind nach einem Stilwechsel heute die größten und wichtigsten Vertreter des Death Metal. Seit 2004 spielen sie in unveränderter Besetzung, eine lange und stabile Zeit. Der Erfolg kam unter anderem mit dem Plattenvertrag bei Nuclear Blast, welches ein riesiges Sammelsurium der ganz großen Vertreter unterschiedlichster Metal- und Hardrock-Strömungen ist. Das deutsche Label hat ein sehr gutes Händchen dafür, was geht und vielversprechend ist. Seit diesem Wechsel landen die Alben der Band um Sänger und kreativem Drehpunkt Nergal in Polen stets auf Platz 1 der Verkaufscharts, doch auch im übrigen europäischen und auf dem amerikanischen Musikmarkt verzeichnen sie aufsehenerregende Verkaufserfolge. Für eine derart harte Band keine Selbstverständlichkeit.

Nach dem bisherigen Höhepunkt der Bandgeschichte, den Veröffentlichungen von Evangelion und The Satanist, erschien letzten Freitag (5. Oktober) das elfte Studioalbum des polnischen Trios. Es ist nicht wirklich verwunderlich, dass der Titel ein direktes Zitat von Jesus ist: I Love You At Your Darkest. Denn Nergal hat einen großen Hang zur Bibel, nutzt sie halt nur auf andere Art und Weise. Er bezeichnet das Buch der Bücher schon als Inspirationsquelle, jedoch zerreißt er gerne auch mal ein Exemplar auf der Bühne. Diese Aktionen ziehen regelmäßig eine Klage mit sich, da Blasphemie in Polen ein Strafbestand ist. Kann man es ihm vorwerfen, dass er sich dann der dunklen Seite der Macht widmet? Nordischen Kulten, Okkultismus, Satanismus?! Nein, ist schon okay.
Er nutzt diese Diskrepanz ja als kreativen Moment, um die Texte für Behemoth zu schreiben. Und auch auf dem neuen Album finden sich massenhaft ketzerische Zeilen. Soweit man sie denn versteht.
Denn eines kann man dem Death Metal durchaus vorwerfen: Man versteht fast nichts. Klar, es ist eine Eigenart des Genres, dass das Growlen dazu gehört. Aber geht so nicht der Text unter, der hier ja essentiell ist?! Schwieriger Punkt.

Foto: Grzegorz Gołębiowski
I Love You At Your Darkest ist ein relativ offenes Album, wenig festgelegt für Behemoths Spielart. Das macht sich schon im Aufbau bemerkbar. Solve, das Intro, ist eine feine Ansage an das, was den Hörer in der folgenden Dreiviertelstunde erwartet. Erstmals arbeiten sie mit Kinderchören und das funktioniert ganz wunderbar, wenn sie singen "Elohim, I shall not forgive / Adonai, I shall not forgive / Living God, I shall not forgive / Jesus Christ, I forgive enough". Dies paart sich mit einer zweiten Premiere, denn für die Aufnahmen zogen sie ein 17-köpfiges Orchester hinzu, das regelmäßig zu hören ist. Dem Metal-Novizen sei hier versichert, es ist kein Symphonic Metal und auch kein raaaw, raaw, schramm, schramm, bumm bumm.

Wolves Ov Siberia beweist durchaus, dass es auf dem Album sehr melodisch zugehen kann. Die Double-Bass, der mächtige Krach und der markant tiefe, aggressive Gesang mögen vielleicht das Gegenteil behaupten, man sollte sich jedoch drauf einlassen. Und ja, es ist viel an Text zu verstehen - nicht immer, aber immer öfter. In God = Dog wird auf die Verse aus dem Intro angeknüpft, ein roter Faden. Auch bei Ecclesia Diabolica Catholica spielen sie mit den bereits erwähnten Kinderchören und der Titel des Liedes sollte dann ein für alle Male manifestieren, wie Nergal, Orion und Inferno zur Kirche stehen.
Bartzabel ist nicht nur ein satanisch-okkultes Ritual, sondern das Lied, das vergleichsweise ruhig mit einem marschartigen Trommelintro beginnt, sehr ausgeklügelt. Das Album wirkt durch diese kleinen Details abwechslungsreich, auch wenn es hier natürlich auch wieder extrem im Klang wird. Als Hörer, der ab und an mal beim Metal reinlauscht, ist dies eine Musikrichtung, die durchaus mal langweilig werden kann, weil es sich kaum unterscheidet in seiner lauten Eingängigkeit. Da kommt ein Flüstern wie in Angels XIII gerade recht und geht durch Mark und Bein. Dass das Album auch mit einem wuchtigen Instrumental schließt, passt hervorragend.
Es ist ein sehr harmonisches, geschlossenes, in sich passendes Album, wenn man das bei allem Hass und der großen Intensität überhaupt so sagen kann.
Kann man, denn Nergal hat nebenbei noch ein Projekt, wo er Country-Musik spielt - Me And That Man. Das sind doch alles nur harmlose, liebe Jungs.
Und sie gehen bald auf Tour mit At The Gates und Wolves In Th Throne Room. Da kann man sich mal das Trommelfell wegblasen lassen:

10.01.2019 Frankfurt, Batschkapp
11.01.2019 München, Tonhalle
13.01.2019 AT-Wien, Arena
15.01.2019 CH-Zürich, Komplex 457
23.01.2019 Oberhausen, Turbinenhalle
24.01.2019 Berlin, Huxleys