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| Quelle: flaticon.com / Enamul Haque |
Besonders spannend fand ich, dass Langeweile für viele das ist, wenn man einer Situation ausgeliefert ist, der man nicht entkommen kann. Wenn das Hirn eigentlich etwas anderes machen will, einen anderen Reiz braucht, es diesen aber ums Verrecken nicht bekommt. Dann wird die Weile wirklich sehr lang. Und dann ist so etwas Romantisches wie Kreativität recht weit weg. Dann wird es eher Zorn oder Wut. Es wurde aber auch herausgefunden, dass viele Menschen sich selbst lieber Schmerzen zufügen, als nichts zu tun. Auch verrückt, oder? Wie dem auch sei - wer dieser Tage noch 50 Minuten frei hat, oder wem tierisch langweilig ist, sollte unbedingt diese Sendung schauen! Arte… was für ein genialer Sender!
18.4.2026 - Zakk, Düsseldorf
20.4.2026 - Kesselhaus, Berlin
21.4.2026 - Kesselhaus, Berlin
22.4.2026 - Werk 2, Leipzig
29.4.2026 - Club Porgy & Bess, Wien
30.4.2026 - Mojo Club, Hamburg
10.7.2026 - ELBJAZZ 2026, Hamburg
06.05. München, Minna Thiel
07.05. Erfurt, Bühne & Bohne
16.05. Hamburg, Mikropol
17.05. Laboe, Slomo Beach
30.05. Chemnitz, Hutfestival
GoGo Penguin
(ms) Es ist so ein scheinbar einfaches Mittel, aber es wirkt gewaltig. Insbesondere im Neoklassik-Genre und alles Jazzige, was sich darum sammelt, vermischen sich doch immer wieder viele Klänge miteinander. Den eigenen Sound markanter machen, etwas eindrücklicher - das haben GoGo Penguin gemacht. Das Trio aus Manchester hat letztes Jahr mit Necessary Fictions ihr aktuelles Album veröffentlicht und bringt an diesem Freitag mit Call To The Void eine 3-Track-EP heraus. Die Synthies, die vorher eh schon eher Begleiterscheinung waren, bekommen hier die große Bühne geboten, ohne das der harmonische, weiche, verträumte Klang der Band weichen muss. Das ist sehr, sehr gut gemacht. Basslastig ist der Grundton auf Mount Analogue und darüber schwebt und tanzt ganz luftig-leicht das Klavier. Kai Dao zieht merklich das Tempo an, es hätte der Soundtrack der Mondumrundung sein können. Das Titelstück geizt nicht mit dissonantem Bass und plötzlich knallt ein Schlagzeug direkt im Vordergrund. Krass, was diese drei Songs liefern. Das ist ungeheuer gut gemacht und erzeugt große Lust, die folgenden Konzerte zu besuchen:
20.4.2026 - Kesselhaus, Berlin
21.4.2026 - Kesselhaus, Berlin
22.4.2026 - Werk 2, Leipzig
29.4.2026 - Club Porgy & Bess, Wien
30.4.2026 - Mojo Club, Hamburg
10.7.2026 - ELBJAZZ 2026, Hamburg
Fatoni
(Ms) Das Geile an Fatonis Kunst ist ja, dass sie recht unvorhersehbar ist. Kommt wieder ein dada-wer-ist-der-geilste-Track mit Edgar Wasser, etwas Sinnliches mit Calman oder Mine? Etwas Poppiges mit Christin Nichols oder ein Hauptdarsteller in einer Serie?! Es geht alles. Alles. Daher ist Geld Ist Geil eine logische neue Single. Dicker Beat, satte Verse! Manchmal habe ich gar nicht auf dem Schirm, wie kritisch er agiert. Dieser Track ist ein sehr gutes Beispiel dafür, wie klug er textet und natürlich wieder zahlreiche Verse bricht. Eine Single über das maßlose Vermögen der Superreichen. Da sind so ein paar Vögel, die haben so verdammt viel Geld, sie könnten zusammen recht viele Probleme lösen. Sie tun es aber nicht. Die gierigen Schweine. Gebt es lieber Fatoni - er weiß, was damit zu tun ist. Eat The Rich.
Drama Endet Nie erscheint am 3. Juli und wird die Raplandschaft hier sicher erschüttern lassen.
Resi Reiner
(Ms) Wie viele Konzerte habe ich schon gesehen, wo ich mich an den Support nicht erinnern kann. Klar, das ist irgendwie schade, aber leider waren oft auch Gruppen oder KünstlerInnen dabei, die einfach nicht hängen geblieben sind. Vor zwei Wochen im Bremer Lagerhaus war das gänzlich anders. Da hat mich die Hauptband nicht so abgeholt, aber das, was davor geschah, hinterließ mächtig Eindruck. Es geht um die Wiener Musikerin Resi Reiner. Mit einer unfassbaren, beinahe schon frechen Coolness spielte sie eine halbe Stunde ihre Lieder. Elektronischer Pop, schmunzelige Unterhaltung, wippende Beats. Das war auf gewisse Art ganz unscheinbar, und andererseits sehr beeindruckend. Zudem durchdrang sie mit ihren wahnsinnigen Augen das Publikum von vorn bis hinten. Vor drei Jahren erschien ihr noch aktuelles Album Weißt Du Was Ich Mein?! doch danach kamen noch zahlreiche, sehr gute Singles. Haltet diese Künstlerin auf eurem Schirm - es lohnt sich sehr!
Andreas Liebert
(Ms) Manchmal tut so ein leichter Anflug von Melancholie auch ganz gut. Man darf sie nur nicht Überhand gewinnen lassen. Es darf auch keine Schwermut werden. Aber so ein schwelgerisches Nachdenken fern der blinkenden Lichter, darüber freut sich der Geist auch manchmal. Die passenden Lieder dazu liefert der Berliner Musiker Andreas Liebert. Und er ist im Mai auf kleiner Tour. Ich habe ihn noch nicht live gesehen, aber ich stelle es mir so vor: Der Laden ist nicht zu groß, aber gut gefüllt. Auf einer kleinen Bühne ein Verstärker und eine Akustikgitarre. Ein paar Paare, einzelne BesucherInnen, Freundeskreise, die es sich bei einem leckeren Getränk gemütlich gemacht haben. Dann tritt eine vorsichtige Stille ein, wenn Andreas Liebert anfängt zu spielen. Eine Stille, die Neugier verheißt. Während seiner Lieber drücken Paare die Hände des jeweils anderen. Freunde strahlen sich an, die einzelnen Leute nehmen ein paar Gedanken auf. Und wenn alle Heim gehen, klebt auf der etwas angerissenen Seele ein Pflaster. Das hat dann die Musik gemacht. So stelle ich es mir vor.
07.05. Erfurt, Bühne & Bohne
16.05. Hamburg, Mikropol
17.05. Laboe, Slomo Beach
30.05. Chemnitz, Hutfestival
Temples
(Ms) Am Wochenende geht‘s in die große Stadt an die Spree. Gute Menschen sehen. Tatsächlich steht auch auf dem Plan, feiern zu gehen. Völlig verrückt, aber das ist echt ein paar Jahre her. Aber es war immer gut. Insbesondere die Take Me Out-Partys von Eavo. Er legt am Samstag in Berlin auf. Riesige Vorfreude. Er ist der Spzialist für die großen Hits der 00er Jahre und den Dingern, die in den Jahren danach gut in den Sound passten. Er sollte dringend Temples mit ihrem neuen Hit Vendetta auf die Playlist setzen. Weil: Was ist das denn bitte für ein erstklassiger Track?! Das Quartett hat einfach die Energie von MGMT und Justice und den geilen Indiekram kombiniert und einen irren Song abgeliefert. Wen das nicht ein wenig nostalgisch stimmt, dem ist echt nicht zu helfen. Am 26. Juni erscheint ihr neues Album BLISS und es könnte überragend werden!






