Freitag, 28. August 2020

KW 35, 2020: Die luserlounge selektiert!

Quelle: nebo.edu
(sb/ms) Liebe Leserschaft! Ich habe euch etwas verheimlicht und es tut mir leid. Naja. Okay. Es lag auch noch ein Urlaub dazwischen, daher kommt die frohe Kunde fast vier Wochen später. Aber was soll's?! Es geht ja um die Sache. Um das Erlebnis. Die Musik. Das Zusammensein. Den Genuss. Ja! Ihr ahnt schon: Livemusik! In diesen seltsamen Wochen und Monaten. Vielerorts finden Konzerte unter den nötigen Auflagen statt und ich durfte Zeuge sein, wie es astrein funktioniert hat. Am letzten Tag im Juli spielte Cäthe zusammen mit dem Bremer Duo Wezn in Oldenburg bei Einfach Kultur. In der Nähe vom Bahnhof wurde ein Hinterhof zu einem unglaublich gemütlichen Veranstaltungsort umfunktioniert, der ganz schnell ganz viel Heimeligkeit ausstrahlte. Das lag an den sehr engagierten und lieben Menschen, die dies ermöglichten und betreiben. Aber auch an der Gestaltung. Ein Mix aus schön improvisiert und professionellem Treiben. Der Eintritt war fast wie immer, man bekam sogar ein Bändchen. Jeder Gruppe war eine entsprechende Anzahl an zusammen gestellten Stühlen zugeordnet. Da war nirgends Stress, Sorge, Angst oder ein mulmiges Gefühl.
Stattdessen ganz viel Emotion und das große Bewusstsein, was einem da eigentlich gefehlt haben. Wezn haben vielleicht eine Dreiviertelstunde gespielt. In dieser verhältnismäßig kurzen Zeit aber eine irre Wucht an den Tag gelegt. Viele große, sehr gut abgestimmte elektronische Melodien und eine astreine Stimme darüber. Hui, das hat geknallt. Da wollte man am liebsten tanzen, schwitzen, sich verausgaben. Aber der reine Genuss tat auch so gut. Cäthe drosch natürlich in eine andere Richtung, voller Emotion und purer Stimme; Heidewitzka: Nackenhaare hoch! Sie ließ während des Gigs alles aus sich raus. Aus dem Lungenvolumen als auch aus dem Körper, tanzte, lief auf der Stelle, gab ihrer ohnehin schon energiegeladenen Musik noch mehr Drive. Die Dame muss kein Sport extra machen, dafür reicht die Bühne. Auch sie trat zum ersten Mal seit vielen Wochen auf und man sah ihr und ihren beiden Mitmusikern (die übrigens auch für Niels Frevert Schlagzeug und Gitarre spielen) an, wie gut es ihnen tat.
Ja, es tut gut. Und da fehlt gerade ganz viel. Hoffen wir, dass man gute Wege findet, um möglichst viel unter möglichst sicheren Bedingungen stattfinden lassen kann. Es tut gut.

Wir sind die luserlounge. Wir tun auch gut. Eurem Geschmack und euren Ohren. Freitag. Selektiert!

Und wenn Ihr danach noch ein bisschen Zeit und Lust habt, dann lest Euch doch unser Interview mit Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys durch.

Ida Wenøe
(ms) Wenn Bild und Musik Hand in Hand gehen, bin ich schnell angetan ob der der schönen künstlerischen Kombination und der gelungenen Stimmung, die diese erzeugt. Das ist bei der dänischen Musikerin Ida Wenøe und ihrem neuen Song One Step absolut der Fall! Das wunderschöne Video wird immer wieder von einem schönen, simplen aber eindrücklichen Blumenarrangement begleitet, das ein Gesicht darstellt / darstellen kann. Je nach dem, in welche Richtung der herrlich komponierte Song, der ganz fein und sanft ist und der immer wieder mit einer zarten Melancholie und doch großen Tönen arbeitet, ändert sich das Blumenmuster. Das finde ich äußerst pfiffig!
Wie viele andere Lieder, entstand auch One Step unter aktuellen Seltsamkeitsbedingungen. Der Track schwingt zwischen Singer/Songwriter und angenehmen Folkmelodien, ohne jemals beliebig oder kitschig zu werden. Der Song wird auf ihrem dritten Album enthalten sein, das aller Voraussicht im März kommenden Jahres erscheint. Dann sind wir natürlich auch wieder mit von der Partie! Bis dahin kann man das hier lange, lange genießen!



Forkupines
(sb) Vor ein paar Wochen hatten wir Euch die Forkupines bereits in der Selektion #32 vorgestellt, jetzt liegt uns endlich das komplette Album vor und der positive Eindruck hat sich nicht nur bestätigt, sondern sogar verstärkt. Das Trio aus Braunschweig setzt mit Islands (VÖ: 23.10.) ein gewaltiges Ausrufezeichen und hat es durchaus im Kreuz, auch international durchzustarten. Die Texte driften zwar des Öfteren in die Emo-Richtung (Alleinsein, Abschottung, Depression, Selbstzweifel) ab, dennoch ist die Scheibe durchgehend kraftvoll, anregend und hymnisch geprägt. Favoriten: Angels Knoll und Roads.


Angel Olsen
(ms) Manchmal fragt man sich ja, wo vorne und hinten ist. Wann etwas begonnen hat. Wo es jetzt ist. Was daraus wird. Wie die Entwicklung vonstatten gegangen ist. Das ist auch nachzuhören. Gerade Jubiläums-Alben wie jüngst bei Tocotronic zeigen Songs, wie sie mal veröffentlicht worden sind und als Bonus eine Demo-Aufnahme aus dem kreativen Schaffensprozess. Die Frage ist natürlich immer irgendwie: Was soll ich als Hörer damit? Der ein oder andere intellektuelle Student wird eine Arbeit drüber schreiben, aber das war es auch.
Anders bei Angel Olsen (logisch, jeder Vergleich hinkt). Die Musikerin veröffentlicht heute (!) ihr (halbwegs) neues Album Whole New Mess. Warum nur halbwegs? Da der melodiöse Rahmen und der Text zum großen Teil schon vorhanden und nachzuhören war. Viele der elf Stücke der Platte haben einen Cousin oder eine Cousine aus All Mirrors aus dem letzten Jahr. Doch die aktuelle Ausnahmelage (s.u.) erzeugt auch erstaunliche Produkte. So hat Angel Olsen diese (und zwei weitere gänzlich neue Lieder) genommen und sie allein nur mit der Gitarre in einer alten Kirche mit tollem Hall aufgenommen und auf dieses Album gepresst. Klingt simpel (das mag ich nicht beurteilen), der Effekt ist in jedem Fall phasenweise atemberaubend. Natürlich macht sich das bemerkbar beim neuen Track, der den gleichen Namen trägt wie die Erscheinung. Doch noch krasser finde ich es bei We Are All Mirrors. Was nicht nur ein spannender Titel ist für solche, die gerne (mitunter zu viel) über sich selbst nachdenken. Der Sound auf diesem Song ist groß. Wirklich groß. Zum Einen ist es das pure Gitarrenspiel, was sich hier zeigt. Man ist quasi mit den Ohren dabei, wie sie in dieser Kirche steht und die Saiten anhaut. Zum Anderen ist ihre Stimme perfekt inszeniert mit Effekten und inbrünstigem Gesang. Solche Phasen finden sich des öfteren auf diesem Album. Allein deshalb ist die Anschaffung lohnenswert. Denn das hier sind keine Demos, keine Arbeitstitel. Sondern reduzierte, abgewandelte Versionen von etwas, was schon mal da war und nun wiederkehrt. Gänsehaut. Super!


Antilopen Gang
(sb) Doch etwas überraschend veröffentlichte die Antilopen Gang am vergangenen Freitag das Album Adrenochrom und feierte somit nach Abbruch Abbruch bereits den zweiten Release des Jahres 2020. Offenbar hat ihnen die Corona-bedingte Isolationsphase aber gar nicht gut getan, denn der neue Longplayer ist von A bis Z enttäuschend - vor allem natürlich, wenn man bedenkt, was Koljah, Danger Dan und Panik Panzer zu leisten in der Lage sind. So aber dümpelt das Album vor sich hin, hangelt sich von Mittelmaß zu Schwächerem und wieder zurück und lässt tatsächliche Höhepunkte gänzlich vermissen. Selbst der sonst sehr großartige bandeigene Humor zündet diesmal quasi nie. Sehr schade eigentlich. Manchmal ist weniger halt doch mehr.


Linkin Park
(ms) In den frühen 2000ern war ich in der Unter- und Mittelstufe am örtlichen Gymnasium. Eine Zeit, an die ich mich irgendwie nicht so stark erinnern kann. Viel Schulalltag und Hobbys. Aber sonst nichts Weltbewegendes im eigenen Leben. Doch selbst im Nachhinein betrachtet hat diese Zeit unter uns damaligen Freunden einen ganz klaren Soundtrack. Einen sehr Markanten, der einen heute gehört immer wieder in eine gänzlich andere Zeit hineinkatapultiert. Dieser Soundtrack überzeugte uns kleine Pimpfe mit seiner ungeahnten Härte, einer starken Coolness und durchaus nahe gehenden Texten. Klar, die Rede ist von Linkin Park. Meteora und Hybrid Theory sind aus meiner Sicht die beiden prägenden Alben der Band, die bis heute Bestand haben, trotz oder wegen des Todes von Chester. Letzteres feiert in diesem Herbst tatsächlich sein zwanzigstes (in Zahlen: 20.) Jubiläum. Mit den persönlichen, eindringlichen Texten, die sich um Paranoia, Kindesmisshandlungen oder dem Leiden durch die Gesellschaft drehen, haben Linkin Park zusätzlich Themen in die breit Öffentlichkeit gebracht, die einem insbesondere als Teenie damals nie präsent waren. Ein Album, das von vielen Stimmen als absolut prägend für den (aufkommenden) Nu-Metal gilt. Ein Album, das so heute sicher nicht mehr so erfolgreich wäre, ideal in die Zeit gepasst hat, wo Alben noch mit großen Absatzzahlen verkauft worden sind und der Band eine irre Karriere verschafft haben. Zurecht.
Wie es sich mittlerweile gehört, wird die Platte zum Geburtstag neu aufgelegt. Und das in mehreren, sehr umfangreichen Editionen: DVDs, unveröffentlichtes Material, Demos oder auch das Remix-Album Reanimation. Für Nostalgiker ein Muss, für alle anderen ein beeindruckendes Andenken an das weltweit erfolgreichste Debut-Album des 21. Jahrhunderts. Unter anderem ist dieser bislang nicht zu hörende Track erhalten:


Peter Broderick
(ms) Ach, Folkpop, dass ich mit dir auf Kriegsfuß stehe, habe ich hier schon öfter in den Äther geschrieben. Und ich danke dir! Zum Einen für die Konfrontation und zum Anderen für die immer wieder kleinen, schönen, runden Gegenbeispiele. Bestes Beispiel dieser Tage ist Peter Broderick. Seine heute (!) über Erased Tapes veröffentlichte Platte Blackberry ist ein fein austariertes Ding. Denn den Begriff Folkpop nimmt man nur am Anfang wahr, danach muss man ihn streichen, weil es immer facettenreicher und pfiffiger arrangiert wird als diese beliebige Surfer-Camper-Dudelei. Dazu eine ganz wichtige Information: Die Platte hat Broderick im letzten Jahr komplett im Alleingang eingespielt. Jedes Instrument. Von der gezupften Gitarre über die Trompete bis zum Percussion. Vielleicht klingt es genau deshalb wie aus einem Guss. So hat der Beginn ein wenig Flair und Leichtigkeit von Jack Johnson in seiner Unbeschwertheit und lockeren Unterhaltung, das hört man auch den Texten an. Immer wieder schwirren kleine Spoken-Word-Schnipsel in den Songs entlang, die das Gesamtbild noch ein wenig mehr auflockern. Man muss es wirklich sagen: Blackberry ist eine enorm entspannte Platte. Die Lieder drehen sich inhaltlich um die Wichtigkeit von menschlicher Interaktion, um die Frage, ob technischer Fortschritt immer gut ist oder die Koexistenz von Stadt und Land. Es wird nicht zu hart, das muss es aber auch gar nicht sein. Denn im Laufe des Albums kann man einen schönen Schwenk beobachten, der eine textliche Tiefe gar nicht braucht. Ist What Happened To Your Heart noch teils comedyesk verspielt, so klingt The Niece im Gitarrenspiel, Gesang und der ausgestrahlten Atmosphäre schon nach José Gonzáles. Also: Ritterschlag.
So wie Peter Broderick hier Leichtigkeit, feinen, quirligen Sound und immer wieder andächtigere Momente miteinander kombiniert macht unglaublich viel Freude. Diese Platte ist ein wirklich seltenes, wunderschönes Fundstück!


Jonas David
(ms) So, liebe Leserschaft. Jetzt müsst ihr euch warm anziehen. Denn nicht nur diese Musik lässt euch auf gute Weise eiskalt erschauern, sondern es geht nochmal ganz, ganz grob in Richtung Folkpopgitarrenirgendwas. Mit großer Stimme. Keiner Angst vor großen Melodien. Keiner Angst vor großen, starken, harten Gefühlen. Denn auch heute ist das neue Album von Jonas David erschienen. Ja, dieser etwas zottelige, manchmal auf der Bühne seltsam unsicher wirkende, große, unfassbar nette Kerl, der in der Tour of Tours die Sau raus lassen kann und solo so sanft und bedächtig ist. Heute erscheint Goliath. Genau: Große Gefühle. Die große Stärke an dieser herrlichen, runden Platte ist nicht nur, dass der Sound nie weinerlich ist, obwohl die Lieder oft so zart sind. Auf dieser neuen Platte spielt er erneut mit der immer weider effektverzerrten Stimme, an die man sich mittlerweile bei ihm so gut gewöhnt hat. Und noch mehr Schönes: Bei Every Thing sind einzelne Zeilen sogar auf Deutsch zu hören. Der Sprachenmix - insbesondere auf ein und demselben Song - ist oft heikel, doch bei Jonas David herrlich harmonisch und dennoch schön überraschend. Traumwandlerisch ist die Atmosphäre, die die gesamte 41-minütige Spieldauer beim Hören erzeugt. Sie ist Ergebnis eines guten Kampfes. Denn goliathgroß war Jonas David auch der Weg zu diesem Werk. Es sammelten sich immer mehr Ideen, Fragmente, Texte und Melodien an. Doch sie waren in Gänze nie reif und rund genug für ein Album. Die nötige Erlösung brachte eine Zeit auf Sizilien. In der Nähe des Meeres und mit genügend Abstand von allem, gelang es ihm, sein Album fertig zu stellen. Dass es ihm so extrem gut gelungen ist, hätte er wahrscheinlich selbst nicht geglaubt! Stark!


Fluppe
(sb) Was hat es nur mit Billstedt auf sich, dass immer wieder namhafte Bands von diesem Hamburger Stadtteil in den deutschsprachigen Musikkosmos schaffen? Tomte und Schrottgrenze haben es vorgemacht, Fluppe werden folgen. Warum? Weil sie es tatsächlich schaffen, Musik zu machen, die sich trotz intensivster Bemühungen meinerseits nicht mit anderen Künstlern vergleichen lässt. Just in dem Moment, in dem ich dachte "hat ja was von Tocotronic" gings schon wieder in eine andere Richtung, klang ein wenig nach The Cure, wurde dadurch aber kein bisschen uninteressanter. Spannend, das Ganze, ohne dabei angespannt zu sein. 09.10., Billstedt EP, sei dabei! Musik kann so herrlich vielfältig sein und hier gibts tatsächlich mal wieder was Neues für die Gehörgänge, sehr interessante Lyrics inklusive. Oder lässt Euch so eine Songbeschreibung wirklich kalt?
"Zwei Schüsse Alte Kanzlei - Der Titel wird dadurch gefährlich, dass er einerseits gesellig klingt, andererseits nach Attentat. Produzent Gregor Hennig bezeichnete den Song anlässlich der Aufnahmen in Bremen als eine Art umgekehrtes „Marmor, Stein und Eisen bricht“, womit er sehr richtig liegen könnte, denn es ist ein todernster kleiner Spaß geworden und einer der ersten Songs, den Fluppe überhaupt komponiert haben."


Lina Maly
(sb) Ihr kennt ja alle TV Noir, ne, dieses wunderbare Format von Tex Drieschner? Ich Gott sei Dank auch, denn sonst wäre mir Lina Maly vermutlich entgangen und das wäre einfach nur schade, denn die 23-Jährige verfügt über die bezaubernde Gabe, Popmusik interessant klingen zu lassen, indem sie Unvollkommenheit zelebriert und zu etwas Besonderem macht. Auf diese Weise gelingt es der Norddeutschen, die es mittlerweile nach Berlin verschlagen hat, dass sich selbst Leute, die mit derart Musik in der Regel wenig anzufangen wissen, auf sie einigen können. Ihre neue HushHush / Hamburg EP (VÖ: 04.09.) umfasst insgesamt sechs Tracks - drei eigene Songs und drei Coverversionen inklusive des überragenden Dein ist mein ganzes Herz, das dem Original von Heinz-Rudolf Kunze eine völlig neue Dimension und Tiefe verleiht. Veröffentlicht wird die EP übrigens erstmals über Drei Tulpen Records, der eigenen Plattenfirma der Künstlerin, die sich kürzlich von ihrem Majorlabel getrennt hatte. 


Gregor McEwan
(ms) Ey, Selektion! Was ist diesen Freitag hier los?! Keine außergewöhnliche Neo-Klassik? Kein auf-die-Fresse-Gedröhne, sondern so viel gefühlvolle Singer/Songwriter-Musik? Ja, liebe Lesende. So sieht es aus. Der Zufall des Veröffentlichungskalenders und unser (guter) Geschmack lassen das entstehen. Doch wir sind halt auch zutiefst überzeugt. Auch davon, dass Gregor McEwan hier einen wirklich brillanten Song zu bieten hat.
Diese Brillanz liegt zwischen Humor, Visuellem, Text und musikalischem Arrangement. Und das mit dem Außergewöhnlichen hier am Anfang müssen wir auch noch mal korrigieren. Denn Gregor McEwans Song Halloween Costume ist genau das: Außergewöhnlich. In jeglicher Hinsicht. Video: Vier Protagonisten singen diesen Song, sie geben die Stimmen des Inhalts wieder und sind unglaublich toll gefilmt! Ob es der Joker oder ein Till-Lindemann-Krümelmonster auf Crack ist. Super witzige Idee. Super schöne Menschen! Text: Man könnte den Text (steht unter dem Video bei YouTube) natürlich für bare Münze nehmen, dann wäre es ein seltsamer Mix aus Melancholie und Romantik. Doch man kann es auch irgendwie humorvoll interpretieren. Und das ist hier in jedem Fall angedacht. Hingegen der größte Überraschungsmoment in puncto Außergewöhnlichkeit liegt im Musikalischen! Denn lange Zeit ist es eine unscheinbare Nummer, wo mit der Stimmhöhe gearbeitet wird. Recht genau auf der Hälfte wendet sich das Blatt (auch im Text!). Wenn Jörkk Mechenbier (Love A etc.) auf einmal im Hintergrund sanft brüllt, geht's ab. Plötzlich scheppern auch die Schlagwerke, es setzt eine 80er-Jahre-Metalgitarre ein und es treibt nur so vor sich hin. Was verdutzen mag: Es ist weiterhin ein absolut harmonischer Track. Das ist kein Bruch. Nicht in einer Sekunde. Und wie Gregor McEwan das geschafft hat... das ist wohl sein Geheimnis!
Das ist nicht nur ein vielschichtiger Song, sondern zu gleich und zum Glück eine Auskopplung seiner kommenden EP Autumn Falls (VÖ 16.10 und logisch nach der Veröffentlichung Spring Forward!). Wir berichten!

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