Dienstag, 18. Oktober 2016

Max Paul Maria - Figurines

(sf) Ein Berliner, der ein Americana/Roadtrip-Album schreibt und einsingt? Klingt zunächst mal
verwirrend, doch die Lebensgeschichte von MAX PAUL MARIA lässt dieses Projekt plötzlich verdammt sinnvoll erscheinen und das, was der Künstler da zu CD gebracht hat, ist nicht nur überraschend abwechslungsreich, sondern nimmt den Hörer sowohl textlich als auch emotional mit auf die Reise.

Seine Jugend verbrachte MAX PAUL MARIA in diversen Freiburger Punk- und Hardcorebands, bevor er 2009 begann, mit Gitarre und Hut durch Berliner Bars zu tingeln. Die Mundharmonika in einer seiner Jackettaschen suchend, erzählte er dort von Trips entlang des Amazonas und davon, was es heißt, wirklich verloren zu gehen. Seine Version von Dylans „Don't think twice it's alright“ wurde schnell über Kreuzberg hinaus bekannt und mit ihr Marias Ruf, bei Konzerten seine Seele zu öffnen. Nach hunderten von Auftritten in ganz Europa veröffentlichte er 2013 mit „Miles & Gallons“ eine erste Kollektion eigener Songs, größtenteils geschrieben und aufgenommen im zwischenzeitlichen Lissabonner Exil.


Bis 2015 tourte er als Gitarrist und Sänger der Gypsy Punk Band DIVING FOR SUNKEN TREASURE durch die Welt. Mit „Figurines“ veröffentlicht der Musiker im Oktober 2016 nun sein zweites Album und wird im November mit Band live zu sehen sein.
© Giulia Giacomini
"Wer statt Gedudel Musik, statt Vergnügen Freude, statt Geld Seele, statt Betrieb echte Arbeit, statt Spielerei echte Leidenschaft verlangt, für den ist diese hübsche Welt hier keine Heimat ..." heißt es im Steppenwolf von Hermann Hesse - und MAX PAUL MARIA scheint einer dieser Heimatlosen zu sein. Zumindest beschleicht einen dieser Gedanke nach dem Hören des neuen Albums des jungen Musikers. Drei Jahre nach Erscheinen des Debüts „Miles & Gallons“ veröffentlicht das Label DevilDuck Records nun mit „Figurines“ dessen gelungen konsequentes Nachfolgewerk. Darauf zu finden: mehr Band, mehr Sound, mehr Rauheit, mehr Geste und mehr künstlerische Aufrichtigkeit.

War „Miles & Gallons“ das Reisetagebuch eines rastlosen Drifters, so wirkt „Figurines“ wie das Manifest eines festgesetzten Vagabunden. Aufgenommen in DIY-Manier (in der selbstauferlegten Isolation der Berliner Wohnung), beschreibt der Langspieler ähnlich wie sein Vorgänger ein Gefühl von Rastlosigkeit und eine Sehnsucht nach einem intensiveren Leben. Jedoch spürt man hier noch deutlicher eine Zerrissenheit, eine dunkle Melancholie, eine Wut auf das Ungenügen in Kultur und Gesellschaft, eine verzweifelte Suche nach einer Insel im tosenden Meer der postmodernen Welt. „Still I don’t know where to go now, through all imaginary landscapes“ heißt es entsprechend im Opener, der schon einen wunderbaren Einblick gewährt in das, was einen in den folgenden 38 Minuten.
Stimmlich und atmosphärisch sind Genre-Größen wie Nick Cave, Tom Waits oder Neil Young mitunter gar nicht so weit entfernt, aber seien wir uns mal ehrlich: als junger deutscher Künstler dürfte es extrem schwer sein, mit so einer Art Musik kommerzielle Erfolge zu feiern. Selbstverständlich wünschen wir MAX PAUL MARIA aber nur das Beste und dass er sich seinen Enthusiasmus beibehält und auch weiterhin so tief blicken lässt in seine Gefühlswelt, seine Empfindungen, in seine Seele und sein Herz.

Wer ihn live erleben und somit auch unterstützen möchte, der hat demnächst die Chance dazu:

18.10. Hamburg, Knust*
20.10. Flensburg, Volksbad*
24.10. Köln, Yard Club*
25.10. Münster, Gleis 22
26.10. Berlin, BiNuu*
27.10. Wuppertal, Utopiastadt*
28.10. Hannover, Chéz Heinz*
29.10. Leipzig, UT Connewitz*
30.10. Andernach, V8*
31.10. Crailsheim, 7180 Bar*
02.11. Nürnberg, MUZ Club*
03.11. München, Milla*
04.11. Karlsruhe, Scruffy's*
21.11. Hamburg, Astra Stube**
22.11. Hannover, Café Glocksee**

auf Tour mit: *The Dead South (CA)│** Kid Dakota (USA)




Freitag, 14. Oktober 2016

Der Neuanfang des Clueso: Track by Track



Foto: Universal Music
(mm) Ich bin noch gar nicht sooo lang wirklich aktive Clueso-Zuhörerin. „Keinen Zentimeter“ hat mich seinerzeit in seinen Bann gezogen und ich bin dabei geblieben und höre ihn immer wieder gern. Ehrensache, dass ich dann auch die neue Scheibe haben muss. Nur warum nennt er sie „Neuanfang“? Recherchekünstlerin die ich bin, machte ich mich auf die Suche nach der Antwort und fand sie auch. Der Erfurter hat sich 2015 aus dem Zughafen - der Erfurter Künstlergemeinschaft im ehemaligen Güterbahnhof - gelöst und setzt nun auf andere Klänge, einen neuen Produzenten und insgesamt auf ein neues Bild. Schauen wir mal, was draus geworden ist:


1) Neuanfang
„Wow... laut“ war mein erster Gedanke. Nach den doch eher ruhigen und melodischen Liedern, die man sonst so kennt, doch erst mal ungewöhnlich, aber man kommt gut rein. Die musikalische Veränderung ist deutlich erkennbar. Herzlich Willkommen... Neuanfang!

2) Achterbahn
Eindeutig was für die gute Laune. Textlich wahnsinnig gut: warum soll man die Erwartungen anderer erfüllen wollen, wenn man mit dem, was man tut, gut unterwegs ist und sich gut fühlt. Tolles Motto, tolle Melodie - macht definitiv Lust auf Mitsingen.

Foto: Christoph Koestlin Universal Music
3) Neue Luft
Ja, ist in Ordnung zum durchhören, abgewinnen kann ich dem Lied jetzt nicht so viel. Da war wohl die Luft raus...

4) Erinnerungen
...sind immer da, manchmal was Tolles, manchmal schmerzhaft. Clueso hat diese wunderbar in eine melancholische, aber doch irgendwie freudige Grundstimmung gepackt und fällt damit doch wieder in alte Muster zurück (was nichts Schlechtes ist). Das Lied malt das Bild, wie man mit Freunden zusammensitzt, um über Vergangenes zu sprechen oder eben auch mal alleine vor sich hinsinniert. Einfach genial zusammengefasst.

5) Wenn du liebst (feat. Kat Frankie)
Ein wunderbares Duo. Die Australierin Kat Frankie harmoniert stimmlich so dermaßen gut mit Clueso, dass es einem eine Gänsehaut zaubert. Auch textlich ein Traum... Ein wahres Gefühlschaos... was macht man, wenn es nicht läuft: „warum fällt es mir nur so leicht, daran zu glauben, nichts Schlechtes zu sehen? Doch irgendwas sagt mir leise, wenn du sie liebst... lass sie geh’n“. Und ein (nicht ganz) unerwartetes Ende..... Lasst euch überraschen.

6) Lass sie reden
Ganz ehrlich... ich musste an die Ärzte denken - „Lass die Leute reden und hör einfach nicht hin“.... Und ja, genau diese Grundeinstellung wird auch hier besungen. Allerdings Clueso-typisch auf einer ruhigeren Schiene. Einfach cool bleiben und nicht aufregen, wenn andere das Maul aufreißen. Ja... das könnte ich gern.  ;-)
Oder möchte dieses Lied vielleicht sogar den möglichen Reaktionen und Kritiken auf das neue Album vorgreifen? Wenn dem so sein sollte - Respekt und Hut ab. Gleich mal die Hater von vornherein abwürgen - find ich schon nice.

7) Anderssein (feat. Sara Hartman)
Neues entdecken, Spaß haben, das Leben genießen, auch mal seltsame Leute kennenlernen, all das funktioniert mit einem guten Freund an der Seite. Denn: „Everyone is moving on and everything is moving on“. Schönes Lied. Könnte klar zum Favoriten werden, denn gerade der Wechsel zwischen angedeutetem deutschem Sprechgesang und zarten englischen Einwürfen von Sara Hartman macht das Lied echt liebenswert.

Foto: Jennifer Stenglein Universal Music
8) Gordo
Redet die Fernsehstimme da gerade über einen Schimpansen für Laborversuche? Falsch, keine Laborversuche. Es geht hier um folgendes: „Am 13. Dezember 1958 gelang ein suborbitaler Raketenflug mit einem Totenkopfaffen namens Gordo, der dabei auch über acht Minuten der Schwerelosigkeit ausgesetzt war, bei der Wasserung der Landekapsel im Ozean allerdings wegen eines Fehlers der Fallschirmfunktionen ertrank.“ (Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Ham_(Schimpanse)). Das Lied beschreibt genau diese Geschichte. Und das aus der - zugegeben und verständlicherweise sehr traurigen - Sicht des Tiers. Geht mir sehr, sehr nah...

9) Jeder lebt für sich allein
Musste ich dreimal hören, bis ich mich auf den Text konzentrieren konnte. Fiel mir irgendwie sehr schwer. Absolut nicht meins. Letztlich geht es um Trennungsschmerz - ob von der Liebe oder dem Zughafen ‑ das dürft ihr euch selbst überlegen, wenn ihr das Lied hört.

10) Sorgenfrei
Gitarrenklänge zum Einstieg - so gefällt mir das - weiter so. Und ja, es geht genauso schön melodisch weiter. Inhaltlich gibt es ein paar sehr schöne Aussagen, das große Ganze will sich mir allerdings nicht erschließen. Vielleicht soll es das aber auch gar nicht. Vielleicht soll es einfach nur schön sein. Und das ist es. Ein wunderbarer Abschluss.

Fazit: Nach dem Namen des Albums und dem ersten Titel hatte ich mehr musikalische Abweichung zum üblichen Clueso-Stil erwartet, die mancher wohl hören wird. Ich finde, er hat keine riesen  180°-Drehung gemacht. Es klingt schon anders, ja, aber  er ist sich selbst sehr treu geblieben, ungeschminkt, manchmal auch etwas ungeglättet. Insgesamt ein Album, das ich mir gern wieder anhöre - nicht in Dauerschleife, aber trotzdem sehr bald wieder. Für meinen Geschmack hätten es noch 2-3 Lieder mehr sein dürfen.

Wer den Erfurter live erleben möchte, sollte sich die folgenden Daten merken: 

So
11.12.2016
Bochum (Zeche)

Mo
12.12.2016
Karlsruhe (Tollhaus)

Di
13.12.2016
Basel (Volkshaus)

Do
15.12.2016
Potsdam (Waschhaus)

Fr
16.12.2016
Erlangen (E-Werk)

So
18.12.2016
Dornbirn (Conrad Sohm)

Mo
19.12.2016
Salzburg (Rockhouse)

Di
20.12.2016
Darmstadt (Centralstation)

Mi
01.02.2017
Wien (Wuk)

Do
02.02.2017
München (Muffathalle)

Fr
03.02.2017
Stuttgart (Im Wizemann)

So
05.02.2017
Berlin (Astra Kulturhaus)

Mo
06.02.2017
Hamburg (Große Freiheit)

Mi
08.02.2017
Leipzig (Täubchenthal)

Do
09.02.2017
Köln (Gloria)

So
12.02.2017
Zürich (Kaufleuten)

Mo
13.02.2017
Erfurt (Stadtgarten)

Di
14.02.2017
Erfurt (Stadtgarten)

So
24.09.2017
Bielefeld (Ringlokschuppen)

Mi
27.09.2017
Frankfurt (Jahrhunderthalle)

Do
28.09.2017
Stuttgart (Liederhalle / Beethovensaal)

Sa
30.09.2017
Würzburg (Posthalle)

So
01.10.2017
Hannover (Capitol)

Mo
02.10.2017
München (Zenith)

Do
05.10.2017
Berlin (Tempodrom)

Fr
06.10.2017
Leipzig (Haus Auensee)

Mo
09.10.2017
Köln (Palladium)

Do
12.10.2017
Saarbrücken (Garage)

Fr
13.10.2017
Bremen (Pier 2)

Sa
14.10.2017
Hamburg (Sporthalle Hamburg)





Donnerstag, 13. Oktober 2016

Jack Savoretti - Sleep No More

(sf) JACK SAVORETTI - allein der Name verspricht schon so einiges, oder? Dieser kurze, knackige Vorname, dazu der verspielt-romantisch angehauchte Nachname und dann schaut der Typ auch noch so unverschämt gut aus, dass man als Mann richtig neidisch werden könnte. Aber das Beste kommt ja noch: der Sohn eines Italieners und einer Engländerin ist zudem ein begnadeter Musiker und legt am 28.10. sein bereits fünftes Album "Sleep No More" vor, mit dem ihm hoffentlich auch hierzulande endlich der Durchbruch gelingt.

Anders als in England (#7) und in der Schweiz (#11), wo SAVORETTI im Tessin aufwuchs, blieben in Deutschland die Charterfolge bislang leider aus, obwohl der ein oder andere Song durchaus bekannt sein dürfte, denn einige namhafte Serienproduzenten wurden schon früh auf den smarten Songwriter aufmerksam und platzierten seine Tracks u.a. in den Vampire Diaries, bei den EastEnders, Sons of Anarchy und Grey's Anatomy.

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Nun folgt also "Sleep No More", das den Erfolg des Vorgängers "Written In Scars" toppen soll und
auch alle Zutaten mit sich bringt, damit dieses ambitionierte Vorhaben gelingt. SAVORETTI gelingt es, catchy Melodien mit ehrlichen, warmen Texten zu vereinen und das Ganze absolut radiotauglich zu verpacken. Klingt abschreckend? Nein, ernsthaft: ich würde mir wünschen, dass im Radio Musik wie diese liefe, dann würde ich auch mal wieder einschalten und müsste nicht auf CDs, Vinyl und Streaming zurückgreifen.

Der im September als erste Single erschienene Track "When We Were Lovers" eröffnet ein abwechslungsreiches Album, das in seiner sehnsüchtigen Grundaussage zwar stringent bleibt, dabei aber so variantenreich auftritt, dass man darin versinken kann und doch immer wieder überrascht wird. "Sleep No More" wird von einer ansteckenden Unruhe getrieben und bei jedem einzelnen Song ist SAVORETTIs außergewöhnliche Stimme auf eine andere Art und Weise zu hören: mal voller Liebe wie im überragenden "I'm Yours", mal hymnisch ("We Are Bound") oder gar losgelassen und euphorisch wie in "Any Other Way".

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Der 33-Jährige selbst  bezeichnet das Album übrigens als "Liebesbrief" an seine Frau, die britische Schauspielerin Jemma Powell, und erklärt den Titel des neuen Werks wie folgt: "Ich singe von Dingen, die Dich nachts wach bleiben und nicht mehr schlafen lassen."

Ab dem 28.10. gibt es also den Soundtrack für schlaflose Nächte im Plattenhandel Eures Vertrauens und auch live könnt Ihr JACK SAVORETTI bald erleben:


30.01.2017 CH Zürich – X-TRA
02.02.2017 Aschaffenburg – Colos-Saal
03.02.2017 München - Freiheiz
05.02.2017 Leipzig - Täubchenthal
07.02.2017 Berlin – Columbia Theater
09.02.2017 Hamburg - Grünspan
10.02.2017 Köln – Gloria Theater






Montag, 10. Oktober 2016

Dlé und Tantalos oder: Wie krass ist das denn?

(ms) Jetzt mal ganz ehrlich, Butter bei die Fische, Titten auf den Tisch! Welche großen Innovationen im Musikbusiness haben wir in den letzten Jahren noch miterlebt? Die klassische Besetzung von Gitarre-Bass-Schlagzeug-Gesang wird in ewiger Endlosschleife im Pop- Rockmilieu wiedergekeut; einzig außergewöhnliche Texte oder schräge Gestalten wie Wanda können hier noch als Ausreißer gelten. Genauso sieht es doch im Hip Hop auch aus: Das einzig Brilliante an der neuen Beginner-Scheibe war die große zeitliche Lücke zum letzten Werk, auf Neues abseits des Sidekick im TV erwartet man vielleicht nur noch von Dendemann. Und der einstige Dicke-Eier-Rap von Sido und Konsorten läuft mittlerweile auch bei meinen Eltern im Radio.
Alles ganz schön ermüdend. Da müssen doch noch Leute mit Ideen sein, mit einer Produktion, die die Rahmen sprengt, die den wirklichen Mut haben, Grenzen einzureißen, sowie den Hörer mit seiner ganzen Aufmerksamkeit herauszufordern!
Antik: Dlé!
Dies ist jetzt keine Übertreibung, kein Scherz, sondern vollkommener Ernst.
Es gibt eine Kombo, die genau dies geschaffen hat. Sie nennen sich Dlé und es sind Jaques Tabaques, Kemo und Jackson Mehrzweck. Am 14.10 veröffentlichen sie via Kreismusik (Käptn Peng, Shaban etc.) ein Album, das "Der Fluch der Tantaliden" heißt.
Wie bitte? Was soll das denn?
Diejenigen, die früher in der Schule wirklich gut aufgepasst haben in der griechischen Mythologie, wissen sofort Bescheid! Stichwort: Tantalos und wie er versucht hat die Götter an der Nase herumzuführen.
Ja, aber was hat das denn mit Hip Hop zu tun?
Ganz einfach: Dlé haben es sich zur Aufgabe gemacht, aus dieser Sage ein wahnsinniges Rap-Hörtspiel zu basteln, welches sie bisher schon am Theater Aachen aufgeführt haben.
Der Fluch der Tantaliden ist ein wirklich verworrenes wie auch einfach zu folgendes Stück, das sich im Grunde darum dreht, wie die folgenden Generationen nach Tantalos von einem Fluch belegt sich, der dazu führt, dass die jeweiligen Kinder sich so dermaßen hassen, dass sie sich alle umbringen wollen. So einfach, so nachvollziehbar.



Wenn dies nun aber im Original einfach mit einem Beat mehr oder weniger vorgelesen werden würde, käme ein Gähnen ziemlich schnell.
So jedoch nicht auf dieser Platte!
Tabaques, Kemo und Mehrzweck schlüpfen in die Rollen der Protagonisten, Götter, Erzähler, Mörder, heißen Weiber (Hippodamaia, Hallo!) oder krassen Wagenlenker à la Myrtilos (the Mighty one!). Was daraus resultiert ist so unfassbar unterhaltsam und lustig wie auch ein wenig gaga. Eine Sage im Rap-Sprech. Das führt unweigerlich zu kulturellen Konfrontationen, aber drauf geschissen. "Der Fluch der Tantaliden" ist mit Abstand das Außergewöhnlichste, das mir musikalisch je unter die Nase gekommen ist, es ist aberwitzig, geht ins Ohr ("Joao Oinomaos"), fordert aber auch heraus. Die Handlung zum Ende hin verdichtet sich ungemein und ein mehrmaliges Hören ist unvermeidbar. Doch muss dabei stets die Liederreihenfolge eingehalten werden, sonst kommt man durcheinander. Eine gute Hilfe ist zudem das Cover des Albums, auf dem die Beziehungsgeflechte aufgelistet sind, damit der Hörer mitkommt.
Dies hier ist so schräg und so verdammt gut, dass eine Anschaffung des Albums unvermeidlich ist!

Hier demnächst live:

15.10.16 Berlin - Villa Neukölln
17.10.16 Hannover - Cumberlandsche Galerie
04.12.16 Berlin - Deutsches Theater

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Sturm & Stille - Track by Track Listening

Peter, Flo, Rüde. Foto: Nina Stiller, Universal Music
(ms) Die Sportfreunde Stiller. Einen Teil der luserlounge haben sie einst zusammengeführt, um Größeres zu erlangen. Lang ist's her. Heute können die drei Münchener auf 20 Jahre Bandgeschichte zurückblicken. Sehr umsichtig haben sie es kürzlich im SZ Magazin getan (lesen empfohlen). Zwischen großer deutscher Indie-Hoffnung Anfang der 00er Jahre, Fußball-Band und dem Wiederfinden des eigenen Sounds gibt es viele Episoden von Peter, Rüdiger und Florian. Just war im Radio zu hören, dass sogar ein etwaiges Ende der Band im Raum stand. Zum Glück haben sie sich dazu entschieden, freudvoll weiter zu machen. Zwischen der ewigen Nörgelei von Linus Volkmann und der Ankündigung des Neulings "Sturm & Stille" haben wir die Möglichkeit das siebte Studioalbum vorab durchzuhören, inklusive Bonus-Tracks.
Ganz unbedarft und neugierig machen wir uns also dran, "Sturm & Stille" anzuhören und zu kommentieren. Here we go!

1. Raus in den Rausch
Was für ein schönes Intro aus Streichern und Piano! Danach bekanntes Einsetzen der Instrumente. Guter erster Eindruck! Klavier auch als Gesangsbegleitung, schmale Strophen, ein euphorischer Einstieg ins Album. Auch "Oh, oh, oh, hey, hey, yeah" klingt gut, frisch, nicht zu abgestumpft. So kann es weitergehen!


2. Viel zu schön
Die Akustikgitarre begleitet Peters Gesang. Ein Song wie eine leicht melancholische Hymne auf das Leben, leicht geht er ins Ohr. Zwischen Gewalt und der Frage nach Gott, wird es hier zwischen den Zeilen philosophisch. Im Hintergrund elektronische Synthie-Klänge, die gut ins Bild passen. Fein!

3. Sturm & Stille
An dritter Stelle also der Albumtrack. Ein Rückblick auf eine Beziehung und/oder Freundschaft. Hier auch wieder "Oh, oh, oh" (hoffentlich wird es nicht abgenutzt). Netter Song, bleibt nicht zwingend im Ohr.

4. Zwischen den Welten
Das Wechselspiel von Gitarre und Bass als typischer Klang der Sportfreunde Stiller, ein Track, der einem angenehm bekannt vorkommt. "Ich bin so glücklich wie nie und doch so traurig wie selten". Ein Gefühl, das viele kennen. Das Lied ist angenehm-poppig, definitiv kein Füllmaterial.

5. Das Geschenk
Die erste richtige Single mit herzzerreißend schönen Aufnahmen aus Island. Man könnte es als erwachsene Fortsetzung von "Ein Kompliment" sehen. Es klingt nicht abgedroschen, super Hookline, schöner Refrain, ein herrlich typischer Sportfreunde-Sound, der wiederum voller wirkt mit Streichern in Moll: gut! Nein, wirklich stark und fernab von Pathos und Kitsch.


6. Disko4000
Ich kann nicht genau sagen, warum, aber der Titel schreckt mich irgendwie ab! Bass, Schlagzeug. Synthie/Keyboard-Sounds zu Beginn. Wird hier ein Tanz-Song erzwungen? Naja, klingt tatsächlich so. Skip!

7. Brett vorm Herz
Heißt das nicht anders? Hier werden Romantik und Beziehungsprobleme assoziiert. Zu Beginn wieder eine "Ahh, ahh"-Mitsing-Sequenz. Bitte nicht zu viel davon!
Die präsenten Gitarren und der schnelle Gesang räumen die Zweifel aus dem Weg. Hier kommt tatsächlich ein guter Track um die Ecke!

8. Keith & Lemmy
Einer tot, der andere hat die Asche seines Vaters geschnupft, yeah! Es soll eine Hommage an die beiden sein. Dafür ist der Klang zu soft, zu sehr auf In-Memoriam geprägt. Übel: Skip!

9. Rotweinflaschengrün
Wahnsinnstitelfindung! Es geht wieder etwas ruhiger zur Sache. Huch, "Baut auf, Baut auf" ist zu hören. FDJ, oder wie?! Richtig Fahrt nimmt das Lied auch in seiner Stille nicht auf. Geht weiter...

10. Ich nehm's wie's kommt
Drei Lieder vor Schluss die Frage: Kommt noch ein Kracher?! Mit dem Intro vorerst nicht. Aber doch... der stakkatohafte Gesang ist eine super Abwechslung. Aber so richtig mitreißen tut es dennoch nicht.

11. Lumpi (L.U.M.P.I.)
Wieder ein etwas kryptischer Titel. Dann: Flo singt! Super. Insbesondere "Es muss was wunderbares sein" zählt sicher zu den besten Sportfreunde Stiller-Liedern überhaupt. Was aber soll sein Lumpi sein? Die Hookline hat Hitpotential, der Anfang macht neugierig. Flo arbeitet hier eher mit einer Art Sprechgesang, auch spannend. Dann im Refrain jedoch: "Lass den Lumpi von der Leine / Du weißt schon was ich meine". Nein, absolut nicht. Da ist ganz viel guter Wille zu hören, damit aber böse auf die Nase gefallen. Autsch!

12. Auf Jubel gebaut
Letzter Track von "Sturm & Stille". Ein großer, hymnischer Abschluss des neuen Albums, der sich auch textlich widerspiegelt. Es ist auch ein großes Danke an die jahrelangen Fans, oder die, die jetzt dazukommen oder sie wiederentdecken, falls sie man den Faden verloren haben. "Hab die Ehre, Küss die Hand, auf Wiedersehen"!

Bonustracks
Drei Stück gibt es ab diesem Freitag. Insbesondere "Ein Dienstag im April" könnte locker mit aufs Album drauf und damit den ein oder anderen Titel ablösen, die unter "Ferner liefen..." einzusortieren sind.

Foto: Ingo Pertramer.
Sportfreunde Stiller. So richtig mag der Funke irgendwie nicht überspringen. Manche Strophe und der ein oder andere Refrain klingen mir zu gezwungen auf gute Laune, Euphorie, Leichtigkeit und Jugendsinn. Vielleicht muss ich mir "Sturm & Stille" aber auch noch mehrmals durch hören. Ich wollte das Album so gern gut finden, da ich euch auch ein wenig aus den Augen verloren habe nach der ganzen WM-Geschichte.
Nein, das Album ist nicht schlecht. Aber überragend halt auch nicht. Es positioniert sich irgendwo dazwischen.
Die Singles passen gut ins Radio, ohne diesem aktuellen Trend "Junger-Mann-mit-Gitarre-singt-andächtige-Lieder-vom-Leben" nachzugehen. Dafür danke ich euch.


Live spielen Flo, Rüde und Peter bald hier. Vielleicht sehen wir uns ja!

18.11.2016 Karlsruhe – Substage
19.11.2016 Kaiserslautern – Kammgarn
21.11.2016 Braunschweig – Stadthalle
22.11.2016 Bremen – Pier 2
23.11.2016 Offenbach – Capitol
25.11.2016 Leipzig – Haus Auensee
26.11.2016 Erfurt – Thürigenhalle
28.11.2016 Köln – E-Werk
29.11.2016 Erlangen – Heinrich-Lades-Halle
30.11.2016 Chemnitz – Arena Halle 2
03.12.2016 Mönchengladbach – Big Air Festival
10.12.2016 Kassel – Stadthalle
11.12.2016 Hamburg – Große Freiheit 36
12.12.2016 Flensburg – Deutsches Haus
14.12.2016 Berlin – Columbiahalle
15.12.2016 Dortmund – Westfalenhalle 3A
16.12.2016 Mannheim – Maimarktclub
18.12.2016 München – Kongresshalle
19.12.2016 München – Kesselhaus
20.12.2016 München – Muffathalle

We Are Scientists - Live @ Conrad Sohm


(sf) Stell Dir vor, Du warst vor ein paar Jahren mit ein paar Singles in den UK-Top 10 und spielst jetzt vor knapp 80 Leuten in der österreichischen Provinz – wie fühlst Du Dich dabei? Manch einem mag das einen Knacks im Ego bescheren, andere hingegen scheint es zu beflügeln, es noch besser zu machen und dem sehr spärlichen Publikum eine richtig geile Show zu bescheren und es in seiner Entscheidung zu bestärken, trotzdem gekommen zu sein. Im Februar durfte ich diese Erfahrung bereits mit Therapy? machen und gestern waren es WE ARE SCIENTISTS, die das großartige Conrad Sohm in Dornbirn beehrten und ihre Fans mit einem fetten Grinsen im Gesicht in die Nacht entließen.

Den Anfang machten jedoch MOZES & THE FIRSTBORN aus Eindhoven (Niederlande) bzw. Antwerpen (Belgien), die mir richtig leid taten, fanden sich doch zu deren Auftritt gerade mal 30 Interessierte vor der Bühne ein, die dann allerdings nicht bereut haben dürften, pünktlich im Club aufgeschlagen zu sein. Apropos Club: das Conrad Sohm liegt am Fuße des Dornbirner Hausbergs Karren, allerdings ca. einen Kilometer in den zu dieser Jahreszeit doch schon recht finsteren Wald rein. Als ich das erste Mal dort hinfuhr, hab ich unterwegs mal umgedreht, weil ich dachte, da kommt eh nix mehr, aber doch, da kam noch was. Und das Conrad Sohm ist den Besuch wert: ich habe selten so eine lässige Halle erlebt, das Personal ist total entspannt, der Sound gibt auch Einiges her, mit Beschwerden der Anwohner ist aufgrund der Lage auch eher nicht zu rechnen und wenn man unbedingt etwas kritisieren möchte, dann sind das die einen Tick zu hohen Getränkepreise – vielleicht eine Reminiszenz an die doch recht nahe Schweiz…

Aber zurück zum Wesentlichen: MOZES & THE FIRSTBORN erinnerten zunächst musikalisch an die ein oder andere US-College Rock-Band, wurden dann aber doch kontinuierlich härter, vor allem Sänger und Drummer ließen es ordentlich krachen und auch die Interaktion mit den Zuschauern war sehr sympathisch. Die Niederländer/Belgier teilten jedoch leider das Schicksal vieler Vorbands: trotz Talent und Enthusiasmus seitens der Musiker hielt sich das Interesse der meisten Besucher arg in Grenzen und auch am Merch-Stand war der Ansturm eher überschaubar, obwohl das auf der Bühne Gezeigte durchaus Potenzial hat, zukünftig mehr Publikum anzuziehen.

Punkt 21.30 Uhr gings dann aber endlich los mit WE ARE SCIENTISTS, nachdem Sänger Keith Murray vorher schon Stunden lang versucht hatte, Shirts, CDs, Vinyl und handbeschriebene Textblätter (aus meiner Sicht ein überragender Merch-Artikel!) an den Mann bzw. die Frau zu bringen und dabei so unscheinbar rüberkam, dass man gar nicht auf die Idee gekommen wäre, dass der später auf der Bühne so abgehen würde.

Mit ihrem Album „With Love And Squalor“ hatten sich die Amerikaner 2005 einen Namen gemacht und innerhalb eines halben Jahres gut 100.000 Einheiten verkauft, der Nachfolger „Brain Thrust Mastery“ schaffte es im UK sogar auf Platz 11 der Album-Charts. Danach wurde es jedoch in der breiten Wahrnehmung ein wenig ruhiger um Keith Murray und seinen kongenialen Partner Chris Cain, doch umtriebig waren die beiden (und Live-Drummer Keith Carne) jederzeit: neben weiteren Alben produzierten WE ARE SCIENTISTS die MTV-Fernsehserie „Steve Wants His Money“ und auch zahlreiche Touren auf der ganzen Welt standen auf der Agenda.

Im April 2016 folgte schließlich „Helzer Seltzer“, das fünfte Studioalbum, das die Amerikaner nun auch auf europäische Bühnen bringen und Gas geben wie zu besten bzw. erfolgreichsten Zeiten. Doch nicht nur mit ihrer Musik wissen WE ARE SCIENTISTS zu überzeugen, auch das komödiantische Talent Murrays und Cains ist beachtlich und die Dialoge der beiden sind fast schon legendär. In Dornbirn beispielsweise gaben die beiden die Entstehungsgeschichte des Conrad Sohm zum Besten: angefangen mit der (korrekten) Aussage, sie hätten vor ein paar Jahren schon mal an selber Stelle gespielt, schaukelten sie sich mit jedem Wortwechsel derart auf und weiter in die Vergangenheit, dass man WE ARE SCIENTISTS plötzlich geradezu bildlich im Flußbett der Dornbirner Ach neben einem Biberdamm performen sieht, bis einem der wenigen Zuschauer die zündende Idee kommt: an dieser Stelle sollte man unbedingt einen Club bauen, um auch anderen Bands die Möglichkeit zu bieten, an diesem idyllischen Ort auftreten zu können! Die Biber gibts übrigens immer noch, sie leben jetzt allerdings im Keller des Conrad Sohm und freuen sich über das Dach über dem Kopf…

Ja gut, ich bin mal wieder abgeschweift, aber so lief das gestern eben. Musik gabs aber natürlich auch und das nicht zu knapp: WE ARE SCIENTISTS boten einen beeindruckenden Querschnitt durch ihr Schaffen, meine persönlichen Höhepunkte waren dabei „Nice Guys“, sowie die Klassiker „Nobody Move, Nobody Get Hurt“, „This Scene Is Dead“, „Inaction“, „It’s A Hit“ und „The Great Escape“. Sehr geil auch, als Keith Murray unvermittelt samt Mikro von der Bühne stieg, schnurstracks durchs Publikum marschierte und erst kurz vor dem Pissoir kehrt machte, um zur Bar zu gehen, diese zu erklimmen und dort abzugehen.

Nach 1 ½ Stunden war dieses in jeder Hinsicht bemerkenswerte Konzert leider viel zu schnell vorbei, doch es gab mit Sicherheit niemanden, der sein Kommen bereut hat. So schön es auch war, WE ARE SCIENTISTS in einem derart intimen Rahmen erlebt zu haben, so sehr wünsche ich der Band, dass wieder auf die Erfolgsspur einbiegt und zukünftig wieder mehr Zuschauer anzuziehen, denn musikalisch und vom Unterhaltungsfaktor her gibt es vermutlich wenige Bands, die es mit den Amerikanern aufnehmen können.

Sonntag, 2. Oktober 2016

Placebo - Life's What You Make It

(sf) Was ist denn mit der luserlounge los? Ein weltweit bekannter Act, der in seinen 20 Jahren Bandgeschichte mehr als 12 Millionen Tonträger verkauft hat? Ernsthaft? Ja, denn PLACEBO sind trotz des immensen Erfolgs alles andere als Mainstream, polarisieren auch heute noch wie kaum eine andere Band auf diesem Level und machen seit jeher das, was ihnen gerade in den Sinn kommt - das kann durchaus auch mal ein zweistündiges Konzert sein, in dem Sänger Brian Molko kein einziges Wort ans Publikum richtet und dennoch eine wahnsinnige Show abliefert. Jetzt veröffentlicht die multinationale Band nicht nur das längst überfällige Best Of-Album "A Place For Us to Dream", sondern auch die EP "Life's What You Make It" mit sechs neuen Tracks.

Satte 36 Hits finden sich auf der Retrospektive der britisch-schwedisch-amerikanischen Combo und der Begriff "Hit" wurde dabei bewusst gewählt, denn man verfuhr bei der Auswahl der Songs offensichtlich nach dem Motto "all killer, no filler". Dass man dabei sogar auf Weltklasse-Tracks wie "Bosco" verzichten konnte, zeigt die Relevanz PLACEBOs in der Musiklandschaft und lässt keinen Zweifel daran, welch großartige Songwriter die Herren Molko, Olsdal und Hewitt sind, wobei Letzterer die Band offiziell bereits 2007 verließ. Doch nicht nur das: auch Coverversionen sind eine Paradedisziplin PLACEBOs, Tracks wie "Running Up That Hill", "Where Is My Mind", "Holocaust" oder "Johnny And Mary" erhalten ein völlig neues Gesicht und profitieren von der markanten und mitunter sehr verletzlichen Stimme Molkos.

Apropos Molko: an der Stimme des mittlerweile 43-Jährigen scheiden sich die Geister und selbst ich
als ausgemachter PLACEBO-Fan muss zugeben, dass ich sie nicht immer ertragen kann. Andererseits kann es kein passenderes Organ geben für Klassiker wie "Without You I'm Nothing", "Slave To The Wage", "Black-Eyed", "The Bitter End" oder den wohl namhaftesten PLACEBO-Hit "Every You Every Me", der die Band dank des "Eiskalte Engel"-Soundtracks auch einem breiten Publikum bekannt machte.

Am 07.10. erscheint nun also "A Place For Us To Dream" und ganz klar: dieses Best Of hat seinen Namen sowas von verdient und wenn Ihr auch nur ansatzweise etwas mit PLACEBO anfangen könnt, dann holt Euch das Teil. Und wenn nicht, dann auch, denn die Doppel-CD zieht einen perfekten Querschnitt durch die Karriere der Band. Die Tracklist spricht Bände:

CD 1
01. Pure Morning (Radio Edit) -> Album: Without You I’m Nothing
02. Jesus‘ Son (Radio Edit)
03. Come Home -> Album: Placebo
04. Every You Every Me (Single Version) -> Album: Without You I’m Nothing
05. Too Many Friends -> Album: Loud Like Love
06. Nancy Boy (Radio Edit) -> Album: Placebo
07. 36 Degrees (Version 2016) -> Album: Placebo
08. Taste In Men (Radio Edit) -> Album: Black Market Music
09. The Bitter End -> Album: Sleeping With Ghosts
10. Without You I’m Nothing (feat. David Bowie) -> Album: Without You I’m Nothing
11. English Summer Rain (Single Version) -> Album: Sleeping With Ghosts
12. Breathe Underwater (Slow) -> Album: Battle for the Sun
13. Soulmates -> Single: This Picture
14. Meds (feat. Alison Mosshart) -> Album: Meds
15. Bright Lights (Single Version) -> Album: Battle for the Sun
16. Song To Say Goodbye (Radio Edit) -> Album: Meds
17. Infra-Red -> Album: Meds
18. Running Up That Hill -> Album: Sleeping With Ghosts (Bonus Disc: Covers)
 
CD 2
01. B3 (Radio Edit) -> EP: B3
02. For What It’s Worth -> Album: Battle for the Sun
03. Teenage Angst -> Album: Placebo
04. You Don’t Care About Us (Radio Edit) -> Album: Without You I’m Nothing
05. Ashtray Heart -> Album: Battle for the Sun
06. Broken Promise (feat. Michael Stipe) -> Album: Meds
07. Slave To The Wage (Radio Edit) -> Album: Black Market Music
08. Bruise Pristine (Radio Edit) -> Album: Placebo
09. This Picture -> Album: Sleeping With Ghosts
10. Protège-moi -> Album: Sleeping With Ghosts (Special Edition)
11. Because I Want You (Redux) -> Album: Meds
12. Black-Eyed -> Album: Black Market Music
13. Lazarus -> Single: Meds
14. I Know (Version 2008) -> Album: Placebo
15. A Million Little Pieces (Radio Edit) -> Album: Loud Like Love
16. Special Needs (Radio Edit) -> Album: Sleeping With Ghosts
17. Special K -> Album: Black Market Music
18. Loud Like Love -> Album: Loud Like Love



Doch damit nicht genug, denn mit der ebenfalls am 07.10. erscheinenden EP "Life's What You Make It" beweisen PLACEBO, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören und noch viel Feuer in ihnen steckt. Besonders die aktuelle Single "Jesus' Son" und "Song #6" wissen zu überzeugen und vereinen die Stärken der Band in eindrucksvoller Art und Weise.



Wer sich live an Bild von den Herrschaften machen möchte, der hat schon bald die Möglichkeit dazu:


  • 31.10.16 Hamburg, Barclaycard Arena
  • 02.11.16 Köln, Lanxess Arena
  • 04.11.16 München, Olympiahalle
  • 05.11.16 Leipzig, Arena
  • 07.11.16 Berlin, Mercedes-Benz-Arena
  • 23.11.16 Frankfurt, Festhalle
  • 24.11.16 Stuttgart, Hanns-Martin-Schleyerhalle