Freitag, 28. April 2017

Live: GHvC-Nacht in Osnabrück

Unscharfe Bilder sehen in s/w immer besser aus. Foto: luserlounge
(ms) So lief die Planung im Hamburger Büro beim Grand Hotel van Cleef in etwa ab:
A: "Hast du auch schon so mega Bock auf unsere Geburtstagssause im August?"
B: "Logo, Tickets werden ja langsam auch knapp."
A: "Wahnsinn, aber wir kommen ja so rein, stehen ja auch auf der Bühne."
B: "Stark! Für meine Verhältnisse kommt das Event im Sommer so aus dem Nichts. Da fehlt was..."
A: "Hast auch wieder Recht. Vielleicht ein gemütlicher Gig in der Provinz im Frühling?!"
B: "Sehr gut! Da steh ich gerade im Tourkalender, dass der geschätzte Kollege Patrick Richard ja gerade unterwegs ist. Und da, Stefan Honig ist Support von Hello Piedpiper. Und, halt dich fest: Spaceman Spiffs zweiter Teil der Drüben im Park-Tour startet auch."
A: "Ja klar, haben wir ja alles verfolgt oder gebookt. Und nu?! Da gibt's null Überschneidung."
B: "Dann schaffen wir halt eine. Zum Spaceman-Tourauftakt holen wir den Rest auch nach Osnabrück."
A: "Nach Osna?! Bist du verrückt, lieber Münster oder Bielefeld wenn du schon in Westfalen bist."
B: "Nee, neee. Osna ist gut. Ich mache das schon, vertrau mir, das wird spitze!"
A: "Na jut... dann mach mal!"

Keiner hat gelogen. Es war spitze!
Nur Patrick Richard hatte die etwas undankbare Aufgabe den Abend nur vor ein paar anscheinend handverlesenen Menschen zu eröffnen. Ganz so leer bleib es aber nicht in der Kleinen Freiheit. Die, die früh da waren, wurden schon mit herrlichen Liedern und schönen Ansagen belohnt. Er freute sich sichtlich wieder mal solo zu spielen (wird im September fortgesetzt). An Gitarre, Keyboard und Ukulele und ohne Band zog er die aufmerksamen Zuhörer schnell in den Bann und schenkte ihnen einen feinen, leisen Song zum Schluss unter den Gekommenen: Die Gänsehaut bei allen war spürbar.
Und sollte noch gesteigert werden. Die wunderbare neue Scheibe von Hello Piedpiper haben wir hier schon besprochen. Nur zu viert (Stefan Honig an der Gitarre) haben sie es tatsächlich geschafft mit ihren Instrumenten, Effekten und Loops den irren Sound vom Album auf die Bühne zu heben. Pathetisch aber wahr: Wer das verpasst, ist selber schuld. In dem knapp einstündigen Set haben sie auch ausschließlich Lieder von "The Raucous Tide" gespielt. Ein Genuss für jeden Musikliebhaber und der musikalische Höhepunkt des Abends!
Der Abend wurde dann von Hannes und Clara aka Spaceman Spiff gekrönt. In Hamburger-Singer-Songwriter-GHvC-Kreisen genießt er schon fast einen jungen Kultstatus und erfüllt jede Erwartung, die an ihn herangetragen werden: Humor, Menschlichkeit, feine Musik, entspannte Ansagen, Schulterblessur beim Fußballspielen. Im kurzen Set kamen Klassiker wie "Teesatz", "Han Solo", "Photonenkanonen" und "Egal" ebenso zur Geltung wie das noch unveröffentlichte "Norden".

Es war einfach nur schön. Drei Stunden herrlicher Musikgenuss.
Es hätten jedoch noch gut und gern doppelt so viele Leute kommen können...







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