Montag, 26. Januar 2015

Tour of Tours live - Der absolute Live-Wahnsinn in Münster!

(ms) Was genau die sogennante Tour of Tours ist, hat uns Stefan Honig im November im Interview verraten. Die fünf Bands Jonas David, Town of Sains, Tim Neuhaus, Honig und Ian Fisher, die je zwei Musiker entsandten, haben sich also Anfang letzter Woche in Essen getroffen, um zu proben und diese wahnsinnig lang angedachte Idee einer gemeinsamen Tour endlich wahr werden zu lassen. Neun Herren und eine Dame haben sich also eingeschlossen und all ihre Kreativität gebündelt, um zwei Wochen voller Leidenschaft auf Tour zu gehen.

© luserlounge
Nach zwei erfolgreichen Konzerten in Köln (sogar ausverkauft) und Essen haben sie also am Sonntagabend in Münster gastiert. Natürlich waren wir auch da und haben den Borowskitatort sausen lassen.
Die gedachte Art und Weise das Konzert so zu gestalten, dass sukzessive immer mehr Leute auf die Bühne kommen, ging nur zum Teil auf. Denn direkt um halb neun im vollen Skaters Palace standen alle zehn Musiker auf der Bühne, bewaffnet mit Instrumenten, Bock ohne Ende, Energie und dem unbedingten Willen einen denkwürdigen Abend zu gestalten.
Das extra dafür komponierte Stück mit dem logischen Namen "Song of Songs" wurde direkt zu Anfang Preis gegeben. Anschließend haben sich die Bands beim Singen abgewechselt. Grob geschätzt hat jeder vier oder fünf Songs in den zwei darauf folgenden Stunden performt.

© luserlounge
Und alle nacheinander haben mehrmals bewiesen, wie talentiert sie an so vielen Intrumenten sind. Wer gerade noch mit der Gitarre in der Hand gesungen hat, saß später am Schlagzeug oder stand hinter den Keyboards. Hinzu kam noch, dass alle zehn gleichermaßen so viel Spaß auf der Bühne hatten, dass sie wahrscheinlich nicht aufgehört hätten, wenn sie müssten.
Doch es ging nicht durchgehend powervoll zu, sondern es gab auch wunderbare leise Momente, die noch besser gewirkt hätten, wenn nicht irgendein Ventilator auf der Bühne relativ laut gewesen wäre. Aber: das ist natürlich meckern auf hohem Niveau.
Wenn man gefragt würde nach dem Höhepunkt des Abend?
Darauf gibt es keine Antwort. Jedes Stück war Höhepunkt. Na gut, ein paar vielleicht ein bisschen höher, vor allem "Minor's Song" von Town of Saints und "Nothing" von Ian Fisher.
Eigentlich wollte ich niemand einzelnen in den Vordergrund rücken, weil alle dazu beigetragen haben, dass große Teile des Publikums durchgetanzt, textsicher mitgesungen und begeistert waren, aber: Besonders lobenswert ist die unermüdliche Energie von Ryan Carpenter, der das Publikum animierte, tanzte wie ein junger Gott und zum heimlichen Helden des Abends wurde.


Bitte, bitte, liebe Musiker, macht das alles nochmal.
Auch wenn es in zwei, drei, vier Jahren stattfinden würde, ganz egal.
Das war ein Konzerterlebnis der Extraklasse, eine Wiederholung wäre angebracht!

Liebe musikverrückten Menschen, schaut euch das in den folgenden Tagen bitte an, und zwar hier:

26.01. Neunkirchen, Stummsche Reithalle
27.01. Stuttgart, Zwoelfzehn
28.01. Aschaffenburg, Colos-Saal
29.01. Oldenburg, Amadeus
30.01. Hamburg, Gruenspan
31.01. Rostock, Mau Club
01.02. Hannover, Faust
03.02. München, Ampere
04.02. Nürnberg, Club Stereo
05.02. Leipzig, Werk 2
06.02. Dresden, Beatpol
07.02  Berlin, Postbahnhof

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