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| Quelle: flaticon.com / Shuvo.Das |
Pascow
(Ms) Schaue ich mir meine eigene Hörbiographie an, dann waren da über die letzten 20 Jahre immer so drei, vier Bands ganz oben. Dann kamen Pascow auf mein Radar und brachten zumindest die Reihenfolge durcheinander. Die Band aus Gimbweiler setzte sich druckvoll ganz weit oben fest. Die Kraft ihrer Musik ist genau das, was ich ganz oft brauche. Wer sie mal live gesehen hat, weiß, was ich meine. Das ist irre, das ist nur großartig. Wer da unverschwitzt raus geht, hat alles falsch gemacht.
Nun ist es wieder so weit und Pascow bringen neue Musik raus. Und Wir So heißt die neue Platte und auch die erste Single daraus. Das Album erscheint am 5. März und bis dahin wird die Vorfreude angeheizt. Doch ich bin sicher nicht der einzige, der den neuen Song ungeahnt eingängig und fast schon sanft findet. Klar, es sind zweieinhalb Minuten klassischer Pascow-Punk und eine große Verbrüderung mit allen, die unten sind. Doch die scheinbare Eingängigkeit erklärt sich im Song. Die Devise ist: ab jetzt nur noch Dur, sonst halte ich das alles nicht mehr aus. Ja, vielleicht ist eine neue Harmonie ja genau das, was es jetzt braucht. Dennoch hoffe ich, dass es auf der Platte insgesamt noch ein wenig rauer und zorniger zugeht. Ich bin guter Dinge!
Muto
(Ms) Wenn es um mich herum zu sehr wuselt, muss ich mich abkapseln. Wenn zu viele Geräusche kommen, die mir nicht gut tun, ziehe ich mich ins Schneckenhaus zurück. Im Schneckenhaus gibt es bestimmte Musik, die läuft. Laufen muss, um den Rest zu übertönen oder zu eliminieren. Ein Hoch auf gute Kopfhörer! Zu einer feinen, kleinen Musikauswahl, die schnell für Ruhe sorgt, gesellt sich nun Muto hinzu. Der italienische Musiker hat letzte Woche Freitag sein gleichnamiges, erstes Album veröffentlicht, das sechs Stücke mit sich bringt. Sie sind ungemein sphärisch, sehr einnehmend, sehr beruhigend. Da wird viel mit der Gitarre experimentiert, da werden Soundflächen übereinander gelegt, da wechseln sich auch Moll und Dur mal ab. Aber vor allem strahlt diese wundervolle, heilsame Musik sehr viel Ruhe aus. Das ist sicher schwer, so etwas hinzubekommen. Genießt es also:
Freunde Der Italienischen Oper
(Ms) Es gibt Bands, bei denen ich mir vollkommen unsicher bin, ob ich ihr musikalisches Schaffen überhaupt in irgendeiner Weise würdigen kann. Die Zweifel sind mir dann doch oft ein wenig egal, da mir die Weitergabe an guter Musik viel wichtiger ist, als jede Aufarbeitung. Wer die Gruppe Freunde Der Italienischen Oper bislang genauso wenig kannte wie ich, liest am besten bei Wikipedia oder so ein wenig nach. Viel haben die MusikerInnen erlebt in den letzten knapp vierzig Jahren! Stark, dass sie sich immer wieder gefunden haben, um neue Stücke zu schreiben. Am 3. Oktober - wie herrlich bedeutungsgeladen, weil aus der DDR kommend ursprünglich - erschien ihre neue Platte Angelus Luminis mit 12 neuen Songs. Dunkler Rock mit allerhand Abschweifungen in andere Genres. Doch es ist irgendwas Gothic-ähnliches. Der rollende Bass, die druckvolle Musik und der sehr markante Gesang machen dieses Album sehr, sehr gut. Es macht neugierig, aufmerksam, gespannt. Voller Programmatik und großer Gesten. Darunter sollte es auch keine Band machen, die sich so einen Namen gegeben hat!

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