Dienstag, 13. Oktober 2015

Introducing TapTape. Vom Fan zum Stakeholder.

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(mb) Einmal A&R Manager sein. Talente entdecken. Ihnen zum Durchbruch verhelfen. Das ist der Traum vieler Musiknerds. In der Realität ein schier unmögliches Unterfangen. Aber es gibt Hoffnung. Es muss kein Traum bleiben. Denn seit sehr kurzem gibt es TapTape, die dich zum Fan UND Stakeholder machen.

Wie funktioniert TapTape?

Bei TapTape geht es um Talentförderung von Musikinterpreten. Findet man einen Künstler gut, kann man ihn finanziell bei einer Kampagne unterstützen. Die Ziele davon sind genau definiert und messbar.
Korrekt, die Idee ist nicht ganz neu. 
Seit 2009 gibt es Kickstarter, eine Internetplattform zur Finanzierung von kreativen Projekten. Genau wie bei Kickstarter kommt eine Kampagne nur zustande, wenn ein gewisser Mindestbetrag erreicht wird. Auf den hauseigenen Künstlerseiten bekommt man einen Überblick in die Entstehungsgeschichte der Bands, deren Fans (Zielgruppe) und vor allem die USP´s (des Sounds). Klingt alles ziemlich wirtschaftlich.

Man soll Musik entdecken, die im Idealfall rentabel ist. Vorselektierte Musik wohlgemerkt. Denn die zur Verfügung stehenden Künstler werden zum Einen von Tap Tape ausgesucht und zum Anderen bereits von einer Plattenfirma protegiert. So gesehen sind diese keine unbeschriebenen Randerscheinungen am Musikhimmel, aber eben auch nicht der Mittelpunkt des Kosmos. Logisch, dass es zwischen TapTape und  den Plattenfirmen Verträge gibt. Denn nur diese können gewährleisten, dass gewisse Vorrechte gewährt werden können.



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Was ist anders/neu?

Man spricht von opportunity vs. charity. Zum Einen unterstützt man die Künstler bei Ihren Projekten, zum Anderen wird man dafür nun auch mit gewissen Privilegien entlohnt. Mit Meet&Greets, speziellen Download Codes vor Veröffentlichung eines neuen Remixes oder EP, mit Zugang zu limitierten Merch und so weiter.
Bei Kickstarter ist es so: Unterstützung ja, Interaktion und Integration nein. 
Bei TapTape geht alles. 
Wenn die Kampagne profitabel ist, bekommt man für sein Investment TopCoins zurück. TopCoins sind eine virtuelle Währung, mit welcher man sich Tickets & Merch & Schickschnack über Amazon kaufen kann. Oder man reinvestiert. In andere Künstler, in weitere Kampagnen. 
Irgendwann, so die Gründer, soll sich eine echte Kampagne auch in echtes Geld transferieren. 

Wie dass nun konkret von statten gehen kann, sieht man an den Ambassadors von TapTape:
K Theory. Es gibt ein Video, eine Kampagne, erste Teilziele und erste Benefits für den Unterstützer.

Fazit

TapTape ist ein spannendes Format, welchem dem Unterstützer mehr Privilegien und Anreize bietet als kickstarter. Mit weichen Faktoren wie Kontakt- und Interaktionsmöglichkeiten. Anders formuliert: Man bekommt nicht nur einen kalten Händedruck, sondern ein  V.I.P. Package.
Und mit harten Faktoren wie Top Coins oder eben Bargeld, Stakeholders Business as usual. Wie das genau gehen und wie nah man rankommen kann: TBD.

Dadurch verschmelzen die Welten von Wirtschaft und Kunst. Das Gute: Das Eine limitiert nicht das Andere. Der Artist bleibt (relativ) autark. Die Idee ist zeitgemäß und weiß einen gewissen Pioniergeist bei den Supportern zu wecken. Weil Musiknerds eben nicht nur behaupten möchten, dass Sie die Band entdeckt haben, sondern auch in verschedener Hinsicht aufgebaut haben. Vielleicht auch mental, bei einem Meet&Greet.  A&R Manager Dreams und zugleich Euphemismus, klar.
Es bleibt abzuwarten, inwiefern dass Modell auch in der Realität bei vollen Terminkalendern von aufstrebenden Künstlern Bestand hat. Zu viele Köche verderben den Brei, aber wenigstens sind jetzt mal die richtigen Zutaten am Tisch. Schlussendlich kommt es darauf an wie man diese verarbeitet.

Wir wünschen viel Erfolg.
Macht euch euer eigenes Bild:

TapTape Homepage

Im aktuellen Künstlerportfolio:

- Asgeír
- Cloud Nothings
- Bob Moses
- Sylvan Esso
- K Theory


1 Kommentar:

  1. Sau cool auch Deutsche Presse zu sehen hier! Ich bin Chris, einer der TapTape Gründer. Falls ihr fragen habt meldet euch einfach bei mir auf chris@taptape.com

    Cheers und bis bald!

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