Montag, 11. Februar 2013

Grammy Awards 2013: And the Grammy goes to...

Foto: http://www.pastemagazine.com/
(nh) Ja Freunde, letzte Nacht war es wieder soweit. Eine der wohl wichtigsten Musikpreise des Jahres - in Form eines kleinen goldenen Plattenspielers - wurde gestern Abend zum 55. Mal übereicht. Was letztes Jahr noch von dem Tod einer Diva überschattet wurde, war gestern wohl wieder mal ein rauschendes Fest gewesen. Kurz zur Veranstaltung selbst: In meinen Augen ist die  Sache ganz einfach. Es gibt für fast alles und jede Musikrichtung eine Kategorie Manche sind wichtig und manche eben weniger wichtig, weil die Attraktivität weniger hoch ist. Dennoch finde ich sie genauso wichtig, denn vor allem die Grammies im technischen Umfeld sind wohl meist die Verdientesten. 


Naja, sei's drum, die Welt schaut eben auf die Main-Categories wie "Record of the Year", "Album of the Year" oder "Song of the Year". Danach stehen Rock, Pop, R&B, Alternative und Country im Fokus. Ich könnte euch jetzt erzählen, WER WAS gewonnen hat und wie super oder schlecht ich das finde. Darauf möchte ich aber gar nicht so eingehen. Am Ende des Beitrags findest Du einen Link der LA Times mit der Liste aller Nominees und Winner. Nein, ich möchte auf eine interessante Entwicklung hinaus: denn es hat sich eine Art Generationswechsel durchzogen. Denn die großen Gewinner des Abends heißen unter anderem "The Black Keys" und "Mumford & Sons" und nicht "David Guetta und co.". Gerade die Keys sind letzte Nacht zu Megastars aufgestiegen. Neben dem besten Rock Album ("El Camino") gewann "Lonely Boy" zweimal für die "Best Performance" und in der Kategorie "Best Rock Song". Oben drauf wurde Dan Auerbach als "Producer of the Year" gekürt - und das zurecht. Die Jungs nehmen seit 12 Jahren im Keller, in der Garage oder sonst wo auf. Fakt ist, sie machen alles selbst und das ist gut so. Keine großen Studios und ab und zu fällt eben mal ein Bier im Hintergrund der Aufnahme um. Nicht, dass sie zuvor nicht schon berühmt gewesen wären (2011 gewannen sie ihren ersten Grammy), aber letzte Nacht sind sie vermutlich unsterblich in der Industry geworden. 
Noch größeren Erfolg erzielten die Londoner Jungs vom Marcus Mumford. Das wochenlang erwartete Album "Babel" wurde als "Album of the Year" ausgezeichnet - wohl einer der wichtigsten Grammies überhaupt. Auch die Sons dürften somit auf der Spitze ihres Triumphzuges sein. Konzerte sind in wenigen Minuten ausverkauft und die Platten können gar nicht so schnell wie nötig nachgepresst werden. Auch das haben sie absolut verdient. "Babel" ist ein grandioses Album.

Alles in allem bleibt der Eindruck, dass Musik wieder musischer wird und nicht irgendwelche Plattendreher Preise fürs nichts tun erhalten - und sich damit ein goldenes Näschen verdienen. Gewonnen haben dieses Jahr wirklich die, die Arbeit geleistet haben und ihre Musik lieben. Auch andere Kategorien haben gute Gewinner gezogen was für die Qualität der Jury spricht und endlich mal wieder die Richtigen für ihre Leistungen belohnt. Hut ab.





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