Samstag, 9. Juli 2011

Steaming Satellites. Kein Motivationsproblem. Fußballweisheiten und Olli Kahn mit inbegriffen.

(mb) Die Jugend sei nicht ausdauernd genug, zu schnell beklage Sie ihr Leid, zu oft sei Sie kampflos, wenn gesteckte Ziele nicht auf Anhieb erreicht werden. Man stecke zu schnell den Sand in den Kopf, konstatierte einst ein weiser Fußballphilosoph, während ein anderer namens Oliver Kahn, seineszeichens neuerdings Motivationskünstler, mit ehrgeizig formulierten Worten seine neue Stiftung vorstellte, die die Baustelle des jugendlichen Schlendrians bekämpfen möchte. Glücklicherweise hat das aus dem Salzburger Land stammende Quintett der Steaming Satellites kein Motivationsproblem.
Das man Opfer bringen muss, wenn man wirklich in Etwas gut sein möchte, ist ein alter Bierdeckel. Das kurz vor Beendigung stehende Medizinstudiums aufgrund leidenschaftlicher Musikhingabe jedoch zu schmeißen,so geschehen bei Sänger Max, ist entweder das Dümmste oder aber das Konsequenteste was man tun kann, wenn man das Hobby zum Beruf machen will. Das Ende Mai 2011 erschienene Album "The Mustache Mozart Affaire" jedenfalls hat einen markanten Stil, was vor allem der einzigartigen Stimme des Sängers zu schultern ist. Der Sound der Steaming Satellites reicht von verspult melancholisch, über rockig - progressiv psychodelisch bis hin zu altmodischen Folklore Einflüssen. Live überzeugen die oft mit Haar - bzw. Stirnband anzutreffende Band durch ausgedehntere Versionen als auf dem Album, in denen man sich leicht verlieren kann. 


Apropo verlieren. Oliver Kahn hat nie gerne verloren, er ist ein Siegertyp. Und die Steaming Satellites? Nun, zunächst gibt es einige Parallelen zwischen der Band und dem blonden Hünen. Beide arbeiten engagiert und motiviert, zudem wird stets Verbesserung angestrebt. Des Weiteren dürften die fünf schnauzbärtigen Salzburger aufgrund ihres optischen Erscheinungsbildes die Frauenherzen höher schlagen lassen. Titan Kahn war bekanntlich, wenn auch nicht zwingend aufgrund optischer Reize, ein Schwarm leichter Mädchen und wusste diese Gunst wohl zu öffentlich zu nutzen. Man ist eben nicht unfehlbar. Und auch das Album der Steaming Satellites ist keineswegs perfekt, gerade wegen der Ecken und Kanten. Aber jeder Supermann hat auch sein Kryptonit. Ein perfektes Album wäre eben unsympatisch, genau wie der perfekte Mensch. Damit kann man sich einfach nicht identifizieren. Mal verliert man, mal gewinnen die Anderen, wie ein weiser Fußballphilosoph einst eben schon richtig konstatierte.








 






Kommentare:

  1. derSteamingSatellitesFan26. März 2012 um 15:54

    Kein Musicvideo am Start??...
    The Sea
    http://www.youtube.com/watch?v=y5MUKMG3EH0
    Witches
    http://www.youtube.com/watch?v=BqtaNtNyE_w
    Spaceships (Live On The Rocks Festival 2011)
    http://www.youtube.com/watch?v=7laFrEohzfc

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  2. Da hast du Recht, mittlerweile gibt es Musikvideos zu Hauf von den Steaming Satellites. Beim Verfassen des Artikels gab es leider noch keine, aber wir werden Sie schleunigst in den Beitrag mit aufnehmen!

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