![]() |
| Quelle: flaticon.com / Shuvo.Das |
Endless Wellness
(Ms) Es ist eine Liebe, die seit vielen, vielen Jahren anhält und wenn solche Musik erklingt, dann bin ich mir sicher, dass sie so schnell nicht enden wird: Indierock! Druck, eine gewisse Pragmatik, ein wenig Witz, eine tolle Stimme, satte Gitarren, das Gefühl, unablässig die Faust in die Luft zu recken. Ja, ja, ja!!! Endless Wellness sind vor wenigen Jahren recht plötzlich auf der Bildfläche aufgetaucht und schlagen komplett ein. Ihr zweites Album steht in den Startlöchern und mit Nie Mehr Sicher ist die erste Single daraus seit ein paar Tagen zu hören und sie hat alles, was ein veritabler Indiehit braucht (siehe oben). Den wunderbaren, sehr lyrischen Text zu diesem Song solltet ihr euch auf der Zunge zergehen lassen. Das ist einfach ganz, ganz großartig, klug und auch ein bisschen bitter. So lange solche Musik läuft - und auch wenn sie hier einen wackligen Boden mit sich bringt - ist wirklich alles, alles gut.
31.07.2027 Eltville am Rhein (DE) – Heimspiel Knyphausen
01.08.2026 Schnaitsee (DE) – Kuahgartn Open Air
07.08.2026 Königs Wusterhausen (DE) - Bergfunk Open Air
21.10.2026 Innsbruck (AT) - Treibhaus
22.10.2026 Zürich (CH) - Bogen F
23.10.2026 Düdingen (CH) - Bad Bonn
24.10.2026 Dornbirn (AT) - Spielboden
29.10.2026 Wien (AT) - Arena
31.10.2026 Linz (AT) - Posthof
01.11.2026 Graz (AT) - Dom im Berg
04.11.2026 Salzburg (AT) - Rockhouse
05.11.2026 St. Pölten (AT) - Cinema Paradiso
06.11.2026 Villach (AT) - Kulturhofkeller
07.11.2026 Vöcklabruck (AT) - OKH
25.11.2026 München (DE) - Technikum
26.11.2026 Esslingen (DE) - Dieselstrasse
27.11.2026 Köln (DE) - Gebäude 9
29.11.2026 Frankfurt (DE) - Mousonturm
30.11.2026 Hamburg (DE) - Molotow
01.12.2026 Berlin (DE) - Festsaal Kreuzberg
02.12.2026 Leipzig (DE) - Werk 2
03.12.2026 Nürnberg (DE) - Z-Bau
Rahel
(Ms) Es ist gut, wenn jemand den Finger in die Wunde legt. Dann darf es gern richtig weh tun. Dann werde ich aufgeweckt, denke nach und muss schlussfolgern. Nicht nur dreimalklug, sondern praktisch. Gerade habe ich Ferien - es ist großartig! Doch davor, im alltäglichen Hamsterrad, fiebere ich allzu oft aufs Wochenende hin. Gruselig. Als ob fünf von sieben Tagen, oder viereinhalb bis zum erlösenden Freitagnachmittag, nur Qual sind. Davon singt Rahel auf ihrem neuen Track Primetime. Ein vermeintliches Hoch aufs Wochenende. Doch die Frage ist ja: Was ist mit den anderen Tagen? Dienen sie nur als Wartezeit? Traurig wäre es. Eingepackt hat die Österreicherin diesen tollen Track in einen treibenden Indiebeat mit satten Gitarren und schnellem Schlagzeug. Genial, wie variabel diese Musikerin ist, denkt man nur an Weidentier, das ganz anders instrumentiert ist. Hören wir also: große Kunst!
Fluten
(Ms) Anti alles. Das ist ja klar. Ist ja Punk. Doch wie kann man dieses wunderbare Genre noch ein wenig weiterentwickeln? Also wenn man vom klassischen Haudraufpunkrock spricht. Fluten aus Hamburg haben sich da ein sehr raffiniertes, eher unscheinbares, aber sehr wirkungsvolles Mittel ausgedacht: Im Hintergrund vibrieren Synthie-Flächen. Das mag nicht so krass klingen, doch wenn Monster, die neue Single, läuft, dann ist es genau das Element, das einen ohnehin wuchtigen Track noch weiter nach vorn bringt. Textlich handelt es vom selbstgewählten Außenseitersein - Punk pur. Das Ich als Monster in dieser Welt. Am 25. September erscheint ihre neue Platte Kalter Stern und sollte den Herbst richtig erzittern lassen. Das wird enorm, das wird richtig gut!
Arab Strap
(Ms) Musik - manchmal bist du einfach zu viel. Manchmal gibt es so viel von dir, dass das Ohr selektieren muss. Das Hirn folgt dann unbewusst. So verpasse ich seit vielen, vielen Jahren tolle Songs und großartige Alben. Aber so ist das halt. Auch die Band Arab Strap ist seit gut 30 Jahren einfach komplett an mir vorbei gegangen. Ja, man kann nicht alles hören. Aber warum haben meine Ohren ausgerecht hier pausiert?! Vielleicht um jetzt ihre Musik und ihre bald erscheinende Platte Half-Told Tales (Vö: 4. September) komplett abzufeiern. Das schottische Duo macht seit den 90ern Musik und grandiose obendrein! Dunkel mit satten Beats. Mit bestem gesprochenen Wort. Sehr intensiv, sehr mitreißend! Zur aktuellen Single Glamour Magick haben sich ein durchaus schmerzhaftes Video drehen lassen. Die neue Platte darf ich schon hören und sie läuft auf Heavy Rotation, weil diese druckvolle Musik genau das ist, was mich komplett anzündet. Euch sicher auch!
Eartheater
(Ms) Warum skippe ich den einen Track, der eigentlich viel eher meinen Hörgewohnheiten entspricht und lasse anderes laufen, bei dem ich anfangs dachte: Ach, nee, lass mal. Beispiel Eartheater. Da ist erst einmal ein grandioser Name, oder? Eben! Und dann kommt eine spannende Kombination aus Beat und Stimme, die gar nicht so sehr zusammenpassen mag. Aufs erste Hören zumindest. Der schwere Beat bei Crown Jewel, die leicht düsteren Synthies gepaart mit der sehr klaren Stimme. Zusammen ergeben sie ein ungeahnt harmonisches, soghaftes Klangerlebnis, das unerwartet viel Spaß macht. Der Kopf nickt von ganz alleine mit und die Neugier nach mehr lässt nicht lange auf sich warten. Gut, dass Alexandra Drewchin am Dienstag ihr neues Album Heavenly Body: If I‘m The Bottle You‘re The Message veröffentlicht hat. Sehr experimentell, sehr zum entdecken und gut finden!
Noth
(Ms) Laufen lassen. Unbedingt! Sonst besteht die Gefahr, etwas ganz Tolles zu verpassen. Ja, es mag sein, dass es sich anfangs nicht unbedingt danach anhört. Aber nur Geduld! Das Duo, das hier sanfte, sehr schöne Indiepopmusik macht, heißt Noth und kommt aus Köln und Hamburg. Am 31. Juli veröffentlichen sie ihre EP Wir Wollen Zu Viel und die gleichnamige Single ist seit einigen Tagen zu hören. Reduzierte Instrumentierung mit Klavier und Gitarre und ein bisschen Moll. Eine bittere erste Strophe - es geht um einen Suizidversuch auf dem eigenen Dach - und weitere ernste Zeilen. Zeilen über den Ernst des Lebens. Keine Beschönigung. Keine Romantik. Oder doch? Liegt in der aufmerksamen Betrachtung der Realität nicht doch unfassbar viel Romantik? Nein, keine klassischen Liebesgeschichten, aber ganz viel Menschliches. Luis Schwamm und Linus Kleinlosen singen davon. Und diese fünf Lieder bringen eine tolle Perspektive, um auf das Leben zu schauen.

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Formulardaten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung (siehe Blog-Startseite unten) und in der Datenschutzerklärung von Google.