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Bei mir hat es organisatorische Gründe. Leer ist leider nicht so geil an den öffentlichen Nahverkehr angeschlossen. Die letzte Bahn, die Richtung Oldenburg/Bremen fährt, fährt um 22:42 ab. Lange Zeit war eine Stunde früher (!) Schluss. Es liegt dann eher an der Erreichbarkeit. Und bei euch? Das Team freut sich bestimmt über rege Teilnahme. Es ist ein toller Ort. Vor einigen Jahren habe ich Kettcar dort gesehen und es war großartig - super Atmosphäre!
Ebow
(Ms) Bevor wir zu diesem unfassbar krassen Song kommen, drehen wir einmal grob ein Jahr zurück. Sommer 2025, Watt En Schlick Festival. Regen pur. Matsch überall. Aber genauso viel Ausgelassenheit und gute Laune. Am Samstagnachmittag nicht so richtig gewusst, was ich mir anschauen soll. Also am Floß gelandet. Ebow stand auf der Bühne. Ich Dummkopf dachte natürlich, dass ihr Künstlername englisch ausgesprochen wird. Pustekuchen. Ebbo - Ebow! Das, was da passiert ist, gehörte meines Erachtens abends auf die große Bühne. Nicht nur weil diese Künstlerin einfach unfassbar sympathisch gewesen ist, sondern vor allem, weil das, was sie sagt und rappt, von unfassbarer Wichtigkeit ist. Genauso ist auch ihr neuer Track, der heute erscheint. Besser geht es kaum, eine Single namens Arbayt am 1. Mai! Sie sollte auf jeder Demo heute laut laufen. Klassenkampf ist back! Solidarität sowieso, sonst geht alles noch krasser den Berg hinab als eh schon. Klare Ansage an den Kanzler. Dazu noch die Geschichte vieler Hinzugezogener. Dieser Song ist so komplex wie gut. Er ist so schlau wie beatlastig! Ebow beweist wuchtig, wie bedeutungsvoll Rap sein kann. Wie geil ist das denn bitte?! Eben! Im Herbst ist sie - bestimmt mit einem neuen Album im Gepäck - auf Tour:
06.06.26 Schmitten – Schmittner Open Air
31.07.26 Bremen – TurnUp
08.10.26 Köln – Bürgerhaus Stollwerck
09.10.26 Bremen – Schlachthof
10.10.26 Hamburg – Fabrik
15.10.26 Leipzig – Werk 2
22.10.26 München – Ampere
23.10.26 Wien – WUK
24.10.16 Frankfurt – Zoom
28.10.16 Berlin – Columbiahalle
Editors
(Ms) Wenn eine Band es in den letzten zwanzig (!) Jahren geschafft hat, immer wieder zu überraschen und nie die eigene DNA zu verlieren, dann sprechen wir in jedem Fall von den Editors. Das Quintett um Tom Smith hat es wirklich herausragend geschafft, den eigenen Sound immer etwas zu ändern und gleichzeitig immer erkennbar zu bleiben. Egal ob es große Synthie-Flächen waren oder filigrane E-Gitarren-Schnipsel voller Energie. Die Wiedererkennbarkeit liegt natürlich zum Einen an Tom Smith‘ markanter Stimme, aber auch für eine Art der musikalischen Dichte, die auf jedem Album zu hören ist. Nun hat die Band mit Call It In eine neue Single veröffentlicht. Gespannt klickte ich auf den Play-Button und war überrascht, dass es verhältnismäßig ruhig zugeht. Es geht wieder in Richtung In Dream oder The Weight Of Your Love. Klassische Bandbesetzung ohne große Elektronikballerei. Das Ergebnis ist ein Stück, das unserem Zeitgeist sehr gut entspricht. Ein Lied, das klar machen will, dass Hilferufe gut und richtig sind und dass wir dringend dem Lärm unserer Zivilisation - politisch und hörbar - entfliehen sollten. Es wird wohl ein Album folgen, Tourdaten gibt es schon fürs kommende Jahr:
08.02.27 Wien - Gasometer
11.02.27 Berlin - Columbiahalle
14.02.27 Köln - Palladium
16.02.27 Leipzig - Felsenkeller
20.02.27 Hamburg - Inselpark Arena
Attic Ocean
(Ms) Düsseldorf ist musikalisch ja - in meinen Augen und Ohren - für zwei Dinge bekannt. Selbstredend Die Toten Hosen und all die Elektronikpioniere aus den 70er Jahren. Nun ist es gar nicht so unwahrscheinlich, dass die Stadt am Rhein noch bekannt wird für strahlenden Shoegaze-Indierock. Attic Ocean heißt das Quintett, das heute ihre neue Single Coastal veröffentlicht hat. Sehr große Klangflächen, brillierende E-Gitarren, ein Sound, der ziemlich direkt knallt. Wer dazu nicht die Hand reckt, den ganzen Abend durch die Straßen der Stadt ziehen will und das Leben mit seinen Liebsten genießen möchte, ist doch ein amtlicher Banause. Dies ist ein so gut arrangierter Klang, eine so tolle Stimme und ein so runder Song, dass er direkt ganz weit oben auf alle Playlisten gehört!
Zackiboy
(Ms) Hallo vorurteilbehafteter Schreiberling. Ich dachte mir so bei dem Namen: Puh, was könnte das denn sein? Zackiboy. Okay. Trash? Autotune-Schrott-Rap? Oder so Drüberpop à la Ennio? Ach, Mist, schon wieder lauter Vorurteile. Eiskalt hat mich dieser Künstler erwischt. Und das auf irgendwie magische Art. Zu Beginn von Gute Laune dachte ich an Deichkind, Andreas Dorau, Erobique. Hier muss sich nichts reimen. Hier treibt es ganz allein nach vorn. Die gute Laune, über die Zackiboy eher spricht als singt, kommt inhaltlich nur so richtig schwer daher. Depression. Scheiße. Nix mit Trash. Scheiß Vorurteile. Hier geht es wesentlich ernster zu als ich vorher annahm. Doch genau da wird es künstlerisch spannend. Hier fängt es an, sich zu reiben. Hier plätschert nichts vor sich hin, hier geht es wirklich beinhart zur Sache. Das ist spannend, das ist gut, das fixt auch echt an. Zackiboy gelingt es extrem gut, in einem elektropoppigen Gewand sich und seine Themen darzubringen. Sein Album Softy erscheint am 29. Mai und könnte richtig derbe in den Frühsommer knallen!
Shy Western
(Ms) Einige Fakten aus der Musikwelt sind ja oft nur schwer zu glauben. Es gibt so viel Schrottmusik, die leider so verdammt erfolgreich ist und gleichzeitig so viele tolle Bands, die völlig unterm Radar laufen. Ganz vorne in letzter Kategorie sind The Joy Formidable aus Wales. Pure Wucht und Gitarrenkraft vereint dieses Trio! Texterin, Gitarristin und Sängerin Ritzy Bryan hat auch noch ein zweites Projekt. Es heißt Shy Western und damit veröffentlichte sie dieses Jahr ihr Album Hugger. Ein dichter, energiegeladener Sound zeichnet sich durch die Tracks. Teils wie im Rausch, dann wieder ganz organisch, dann wieder verwunschen und derb. The Joy Formidable pflegen so etwas wie einen exklusiven Fanclub, dem man beitreten kann. Auch gibt es online oft nur darüber die Musik zu hören. Hugger ist auf Spotify beispielsweise nicht gelistet. Doch schaut es euch an, genießt diese kraftvolle Musik:
Hard-Fi
(sb) Boah, was hab ich die mal gerne gehört! Stars of CCTV war sensationell, das Shirt habe ich immer noch. Auch der Nachfolger Once Upon A Time In The West hatte noch ein paar tolle Tracks, danach gings aber rapide abwärts. Album Nummer 3 war eine einzige Enttäuschung, es folgte die Auflösung. Nun sind die Herren aus Staines wieder da und präsentieren mit Sweating Someone Else's Fever (VÖ: 19.06.) ihre neue Scheibe. Ich hatte mir so sehr eine positive Überraschung von Hard-Fi erhofft, tatsächlich kann ich mich mit dem Album aber gar nicht anfreunden.
Wenn man es freundlich umschreiben möchte, dass nennt man das vielleicht "gereift" oder "erwachsen geworden", für mich klingt es jedoch einfach nur langweilig und teilweise aufgesetzt. Was haben die sich denn beispielsweise bei Digo Nada gedacht? Da kann das Album textlich durchaus einige bemerkenswerte Passagen haben, aber musikalisch schreckt mich das Ganze leider extrem ab, sodass dem zweimaligen Anhören bis auf Weiteres kein drittes Mal folgen wird - so leid es mir auch tut.
Sportfreunde Stiller
(Ms) Bei dieser Band kann ich nicht objektiv bleiben. Sie waren mein großes Einstiegstor und die Welt des Indierock. Am 11. Mai 2004 sah ich die Sportfreunde Stiller das erste Mal live, ich war 13 und meine Mama hat mich gelassen, gefahren und bestimmt auch noch Geld für eine Fanta da gelassen. Vielen Dank an dieser Stelle. Einige Jahre sollten mich diese drei Musiker begleiten. Mit dieser ganzen Sportmusiksache ließ ich sie langsam fallen. Irgendwann wurde es dann auch peinlich. Und nun ist der Zeitpunkt gekommen, wo eventuell ein wenig Nostalgie zuschlägt, aber die neuen Tracks überzeugen mich auch echt auf ganzer Linie. Das war schon bei Ti Amo so und auch Keine Blumen Ohne Regen knallt richtig gut. Es geht ordentlich nach vorn, breites Keyboard, schnelles Schlagzeug und angenehme Melancholie. Eine Atmosphäre, mit der sie mich vor vielen, vielen Jahren schon gepackt haben. Am 12. Juni erscheint passend zum 30. Bandgeburtstag die neue Platte Happy Birthday und die drei Münchener gehen ausgedehnt auf Tour!
08.05.26 Leipzig, Haus Auensee (ausverkauft)
09.05.26 Berlin, Columbiahalle (ausverkauft)
11.05.26 Köln, Palladium (ausverkauft)
12.05.26 Hamburg, Inselpark Arena
14.05.26 Wiesbaden, Schlachthof (ausverkauft)
15.05.26 Stuttgart, Liederhalle (ausverkauft)
16.05.26 München, Olympiahalle (ausverkauft)
22.05.26 Basel, Volkshaus
23.05.26 Zürich, Volkshaus
24.05.26 Gmunden Rocks (ausverkauft)
28.05.26 Braunschweig, Lok Open Air (ausverkauft)
13.06.26 Aachen, Kimiko Festival
14.06.26 Lübeck, Superkunstfestival
17.06.26 Markdorf, Open Air
18.06.26 Kufstein, Kufstein Festung
19.06.26 Coburg, Kulturfabrik Open Air
20.06.26 Koblenz, Festung Ehrenbreitstein (ausverkauft)
30.06.26 Leipzig, Parkbühne
01.07.26 München, Tollwood
03.07.26 LI-Liechtenstein, Life in Schaan
16.07.26 Marburg, Open Air (ausverkauft)
17.07.26 Dresden, Junge Garde (ausverkauft)
18.07.26 Wien, Arena Open Air (ausverkauft)
23.07.26 Graz, Schlossbergbühne Kasematten (ausverkauft)
24.07.26 Freiburg, ZMF Zelt-Musik-Festival (ausverkauft)
25.07.26 Hamm, 800Festival Kurhausgarten
06.08.26 Bad Zwischenahn, Zu Gast im Park 2026 (ausverkauft)
07.08.26 Rothenburg ob der Tauber, Taubertal Festival
08.08.26 Haldern, Haldern Pop Festival
13.08.26 Bayreuth, Seebühnenfestival 2026
14.08.26 Eisenach, Burg Creuzburg Open Air
15.08.26 Jena, Kulturarena
07.10.26 Luxemburg, Atelier (ausverkauft)
10.10.26 Bozen, Stadthalle
12.10.27 Linz, Posthof
13.10.26 Augsburg, Kongress im Park
22.10.26 Oberhausen, Turbinenhalle
23.10.26 Aurich, Sparkassen Arena
24.10.26 Bremen, Pier 2
26.10.26 Magdeburg , AMO Kulturhaus
28.10.26 Wien, Gasometer
29.10.26 Kempten, bigBOX Allgäu
30.10.26 Frankfurt, myticket Jahrhunderthalle

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