Samstag, 21. Februar 2026

Live in Bremen: Sophia Kennedy

Foto: luserlounge
(Ms) Ausstrahlung, Aura, Charisma. Es meint in etwa das gleiche und alles trifft auf Sophia Kennedy zu, wenn sie live spielt. So geschehen am Donnerstagabend im Bremer Magazinkeller. Dieser ist Teil des Schlachthof-Komplexes und ja eh einer der tollsten Spielorte in der Hansestadt. Knapp 200 Leute passen hinein und es war muckelig gefüllt. Auch gut, dass dort an der Bar Flaschen ausgegeben werden, finde ich sympathisch.

Noch sympathischer war allerdings der Ablauf des Abends. Kein Support, Start um 20.30 Uhr und Ende 80 Minuten später. So ist es doch für alle am entspanntesten, oder?! Ich bin großer Fan von so verhältnismäßig kurzen Konzertabenden. Denn es heißt ja mitnichten, dass die Qualität darunter leider. Im Gegenteil.

Präsent war die Sängerin ab dem Moment, in dem sie die Bühne betreten hat. Weinrote Adidas-Shorts, weiße Blouse, Krawatte, silberne Stöckelschuh. Knallhartes Outfit, enorme Stimme. Und das ist sicher das Element, das durch die meiste Prägnanz wirkte. Denn Sophia Kennedy kann ihre Stimme extrem vielseitig einsetzen. Mal näselnd, mal wie Frank Sinatra, mal an Amanda Palmer erinnernd, dann wiederum ganz klar. Immens. Tanzbar war der Abend, weil viele rhythmische Tüfteleien durch die Körper der Anwesenden strömten. Dafür waren selbstredend auch Mense Reets am Terrorbass (geiler Sticker auf der Box) und allerhand elektronischem Gerät und Manuel Chittka am Schlagzeug verantwortlich, der mit einer sagenhaften Leichtigkeit die Musik nach vorn geprescht hat.
Besonders charmant wird Sophia Kennedy dann, wenn sie vorne am Bühnenrand herumgeistert, die Menschen in den Arm nimmt und mit einem durchbohrenden Blick Augenkontakt sucht. Dann knallen ihre Hits wie Orange Tic Tac, Rodeo, Very Far Away, Seventeen, Imaginay Friend und natürlich das krasse Hot Match! Schade, dass sie ihre beiden neuen deutschsprachigen Lieder nicht gesungen hat. Aber - Schwamm drüber! Auch so war das ein großartiges Konzert flankiert von viel musikalischem Know-How, einem starken, atmosphärischen Auftritt und einer unsagbar guten Band. Schaut euch das an, wenn die Möglichkeit besteht!

08.04.26 Aachen – Musikbunker
09.04.26 Heidelberg – Karlstorbahnhof
10.04.26 Basel – Kaserne
12.04.26 Bern – bee-flat
23.04.26 Jena – Trafo
25.04.26 Essen – Zeche Carl


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