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| Foto: luserlounge |
Am Freitag war sie zu Gast in der Oldenburger Kulturetage. Ausverkauft war es wohl, das heißt gut 900 Menschen waren da und ließen sich fröhlich in den Bann ziehen. Den Abend hat Karl Die Große im Duo eröffnet. Und wie! Es war nicht nur das großartige Spiel an Posaune und reduzierter Percussion von Antonia Hausmann, das sehr beeindruckend war, sondern auch die Stimme der Sängerin. „Bau nicht auf mich / Ich bin ein wackliges Gerüst“ waren ihre ersten Worte, die sie geloopt hat. Und trotz der großen Zerbrechlichkeit war da wahnsinnig viel Sympathie und Aufrichtigkeit auf der Bühne! Ein irres, kurzweiliges Set haben die beiden gespielt. Wortgewandt und klug, unterhaltsam und schön. Die beiden Musikerinnen haben anschließend Dotas Band um Posaune, Percussion, Saxophon, Bassklarinette, Chor und Animation erweitert.
Insbesondere letzteres war ein durchaus neues, belebendes, aber auch irgendwie schräges Element des Abends. Die Tanzeinlagen bei Bademeister oder Rennrad oderoder waren… ja, was denn nun?! Nett? Ja, klar. Aber irgendwie passten sie nicht so ganz zu einem Dota-Abend. Es war gefühlt ein kleines bisschen zu viel. Und damit ist der einzige kleine Kritikpunkt des Abends auch schon abgehakt. Denn die zwei Stunden, die Dota mit Band - und auch ein paar mal solo - gespielt hat, waren abwechslungsreich, sehr lustig, gefühlvoll, toll getextet und sehr überraschend! Ja, wer hätte denn gedacht, dass Dota mal Wir Sind Helden covern würde?! Ja, eben! Oder dass sie gegen Eichhörnchen pöbelt!? Ja, eben!
Dotas Kritik an der Welt ist mit hellwachem Kopf gedichtet. Die leichtsinnige Hoffnung ist natürlich kalkuliert. Ja, was soll man denn auch tun?! Logisch, man kommt zusammen, ist füreinander da, sieht das Gute im Menschen und hat so mindestens einen großartigen Abend mit vielen anderen, die dabei kaum aufhören können zu strahlen. Denn Dota strahlt. Voller Freude. Und voller Zuversicht. So ist ein Konzert dieser Künstlerin nicht nur musikalisch und textlich ein phantastisches Erlebnis, sondern es richtet auch auf in Zeiten, die ganz doll wackeln. Ob es dann um Springbrunnen, Kettenkarussell oder Das Wogende Meer ist ist fast egal. Dotas Musik ist äußert vielseitig. Das macht sie so schön und den Abend so kurz. Da bleibt am Ende fast nichts übrig, als Danke zu sagen. Also: Danke!
Dota ist sehr viel unterwegs: Hier gibt es alle Tourdaten.

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