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(sb)
Heute, Kinder, wird’s was geben, denn Florian aus Gossau im schönen Kanton St.
Gallen beehrt mal wieder die Luserlounge und präsentiert Euch seine
musikalischen Höhepunkte des Jahres. Mit dem Autor dieser einleitenden Zeilen
verbindet ich nicht nur eine langjährige Freundschaft und das Geburtsjahr,
sondern über weite Strecken auch ein recht ähnlicher Musikgeschmack – beste Voraussetzungen
also für das zehnte Türchen unseres Adventskalenders.
Der Amerikaner legte für
mich das schönste englischsprachige Album des Jahres hin. Von Anfang bis Ende ein
Hörgenuss.
Platz 2: Marteria
- Roswell
Wenn von einer fünfköpfigen
Familie vier Personen die Songs eines Albums mitsingen können, dann muss das
Grosses bedeuten. Marteria lieferte mit „Roswell“ unser Familienalbum des
Jahres. „El Presidente“ begleitete uns in den Familienurlaub nach Italien.
„Scotty beam mich hoch“ tönte es am Montagmorgen am Frühstückstisch und „das
Geld muss weg“ sang der Siebenjährige beim Einkaufen. Ach ja, ich bin
überzeugt, auch der heute 13 Monate alte Sprössling wird in ein paar Jahren die
Songs dieses „Klassiker“ auswendig singen können. Ganz ohne Familie geht es
dann im nächsten Jahr ins Ostseestadion nach Rostock zum „El Classico“.
Marteria spielt in „seinem“ Stadion. Riesen Vorfreude ist eine massive
Untertreibung.
Platz 1: Faber
- Sei ein Faber im Wind
Ihr kennt das. Man hört eine
Stimme, einen Song und weiss sofort, „hey das ist was Besonderes!“. So erging
es mir bei Faber aus Zürich. 2015 begeisterte mich sein Lied „Bleib dir nicht
treu“ mit seinem ironischen Text. Die Vorfreude auf sein erstes komplettes
Album in diesem Jahr war darum sehr gross. Ich wurde nicht enttäuscht. Faber
lieferte mein persönliches Album des Jahres, mit grossartigen Texten und dieser
unvergleichlichen Stimme. Es musste dann wohl noch so sein, dass ich Faber am
Zurich Open Air im Publikum getroffen habe. Eine symphatische Begegnung mit
Bier. Ich frage ihn, wie er auf einen solchen Text wie „Bratislava“ gekommen
ist? Er antwortete „weil es sich eben genau so abgespielt hat“. Man glaubt es ihm.
Songs des Jahres:
Platz 3: Trettmann
- Grauer Beton
Ich finde ja, aus Deutschland
kam dieses Jahr sehr viel tolle Musik. Das drückt sich auch in meinen
persönlichen Top 3 Songs aus. Etwas vom Besten war Trettmann. Er legte mit #DIY
ein ganz tolles Album vor. „ Grauer Beton“ ist darauf der beste Song.
Platz 2: The War on Drugs -
Holding on
„A Deeper
Understanding" , das Album von The War on Drugs lief bei mir in diesem
Jahr rauf und runter. Der Song „Holding on“ steht beispielhaft für die grossartigen
Songs auf dem Longplayer.
Platz 1: Lakmann
- Gib mir nur einen Grund
Lakmann ist Jahrgang 1978, genau
wie ich. Er gehört zum „alten Eisen“ in der deutschen Rap Szene. Vielleicht verbindet uns derselbe Jahrgang
und ich kann deshalb mit seinen Texten so viel mehr anfangen, als mit den Songs
vieler neuen aufstrebenden Rap Künstlern. Der Song „Gib mir nur einen Grund“
beinhaltet einer der schönsten und wichtigsten Zeilen des ablaufenden Jahres. "Nur ein paar Flüchtlinge, und alle
wollen raus hier / meine Kids sind draußen und spielen auch hier / noch kein'
gesehen, der hier wird wie ein Raubtier / each one teach one - Menschen am
Fließband / seh' ich sie an, seh' ich Seelen und kein' Dienstgrad / alles klar,
man sieht sich unter Nachbarn / Salam alaikum, das wars von dem Lakmann."
Tipp von Kids 2017:
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