(mb/as)Heute präsentiert der allseits bekannte Constantin Entertainment Roadie Andy seine handverlesenen Musikschätze aus 2014. Bekannt durch sein breitgefächertes Musikfachwissen und seine dionysische Feierei, genießen seine Einschätzungen in Insiderkreisen, vor allem von live aufgeführten Material, hohen Stellenwert. In den erlauchten Kreis schafften es 2014 deshalb:
Album des Jahres 2014:
Kraftklub
– In schwarz
Mit eine der besten deutschen Live-Bands. Ironische Sprache wird zur Grundtonalität. Erfrischend, anders. Plus die wohl besten Bonustracks des Jahres 2014.
Lieblingstracks
2014
4. Beatsteaks – Gentleman of the year
DAS
deutsche Alternative Aushängeschild! Großartiger Song + großartiges
Video. Live unaussprechlich genial. Ein wahres Freudenfeuerwerk, was selbst das geilste Volksfest überstrahlt.
3. FM Belfast – Brighter Days
Das beste Video des Jahres. Live ist es die beste Party überhaupt, man zappelt, man tanzt, man flippt aus. Die eingetümlichen Coverversionen sind zudem von feinster Qualität.
2.Mile me Deaf – War Bonding
Eine wahnsinnig gute Indie Band aus der Alpenrepublik. Der Song ist schlichtweg grandios. Aber auch das gesamte Album ist absolut hörenswert.
Bilderbuch – Spliff
Wiener Schmäh par excellence. Live besonders geil. Innovative Boys. Bin gespannt wann der Durchbruch kommt.
(cg) Heute aus der Feder von Luserin Corinna aus Dortmund!
Leute Leute, was für ein Jahr. Das musikalische High-Five der letzten knapp 12 Monate brennt mir noch immer im Gesicht wie heißer Glühwein am Gaumen. Es gab einige Kracher unter den vielen neuen Erscheinungen, einige direkt ins Ohr, in die Beine, in die Playlist, andere eben direkt in your face und das tat weh. Wie was wo, erfahrt ihr jetzt von mir.
Beste Songs:
4. Mø - Walk This Way
Da geht's direkt gut los. Kennt ihr eigentlich Mø? Die dänische Künstlerin hat 2014 ein Hammer Album veröffentlicht, um das es hier aber nicht geht (obwohl es auch schon echt gut ist), sondern um meinen Lieblingstrack der Scheibe: Walk this Way. War ganz lange in meinem Ohr, Standard auf dem Weg zur Arbeit und zurück. Neben Melodie und Co finde ich auch den Text ganz großartig, denn da schwingt Kritik an unserer erfolgsorientierten Leistungsgesellschaft mit, der ich freudig singend zustimme.
3. Andhim - Boy Boy Boy Auf sämtlichen sommerlichen Grillabenden rauf und runter gespielt und einfach niemals daran satt gehört. Der ganze Sommer klang nach Boy Boy Boy! Ich mag sowieso fast alles von Andhim, aber dieser Track generiert die größten Glücksgefühle. Dabei ist es einfach ein simpel aufgebautes Lied, keine musikalische Revolution, oh nein! Trotzdem ein Goldstück aus 2014.
2. TV On The Radio - Happy Idiot TV On The Radio haben ja schon für einige Dauerbrenner in meiner Playlist gesorgt, der neuste ist vom Album 'Seeds' und lässt bei jedem Hören meinen Kopf wippen und die Füße trippeln. Herrliches Tempo, geschmeidige Gitarren, sanfter Gesang, gesunde Mischung!
1. I Heart Sharks - To Be Young Selbes Prinzip wie vorher bei Andhim. Dazu kommt aber, dass ich im Juni I Heart Sharks in Köln live gesehen habe und es eins der besten Konzerte des Jahres war. Ich sehe die Band in ein paar Jahren ganz groß, ich finde, sie hätten es verdient. To Be Young schreit den Weltschmerz einer jungen, nach Leben durstenden Generation aus den Boxen, und als Teil dieser fühlt man sich, wenn man das Lied hört.
Bestes Album:
Alt-J - This Is All yours Wenn Musik Schokolade wäre, dann wäre dieses Album die krasseste Pralinenmischung im ganzen Supermarkt. Einige Teile zergehen auf der Zunge, andere muss man kauen, viele machen dich glücklich, manche nachdenklich, manche gefüllt mit Emotionen, andere überraschen dich und werfen dich auch mal innerlich über den Haufen. Ein Genuss! Ich kann mir gar keine größere Audio-Freude vorstellen als solch ein Album zu hören. Ist jetzt nichts für den schnellen Genuss, so viel ist klar, aber der Genießer wird es wie ich nicht lassen können, immer wieder davon zu naschen. Und das Beste: die Schachtel wird nie leer ;)
(Quelle: wikipedia)
Enttäuschung des Jahres:
The Kooks - Listen Ja, schade! Die Kooks sind so ziemlich eine DER Bands meiner Jugendzeit gewesen, aber was die Briten da in letzter Zeit abliefern ist leider nicht mehr das, was es mal war. Klar entwickeln Bands sich weiter und ändern ihren Stil, aber mir gefällt das einfach nicht mehr. Ein, zwei Songs des Albums haben mir trotzdem gefallen, aber dann auch nur ein paar Tage lang und irgendwie blieb nichts hängen. Man muss sich eben auch trennen können.
(mb/em) Welch Offenbarung. Einer der heißesten Indie
DJ´s aus Oberbayern präsentiert in gewöhnlicher Plattendreher- Cherrypicker
Manier seine heißesten Tracks aus diesem Jahr. Klar, dass aufgrund der ständigen Suche nach wahren Musikschätzen Alben eher zu kurz kommen, dafür ist die Liste der Songs auf 5 Tracks
erhöht worden. Zu unserem Glück, here we go!
5. Blumentopf - Ich bin dann mal weg ( Tubbe Remix )
Als die Töpfe 2012 diesen Song veröffentlichten, hat mich dieser peripher tangiert. Erst als die Jungs von Tubbe daraus einen Remix machten, war ich Feuer und Flamme für diesen. Ich bekam diesen Track jedoch nicht in guter Qualität was mich sehr wurmte, weil ich ihn unbedingt haben und vor Publikum spielen wollte. Erst nachdem ich die Jungs angeschrieben habe und ihnen mein Problem schilderte, halfen sie mit dem Track plus Mixtape aus. Sehr coole Aktion von euch! Merci nochmal!
Ich mochte jeden Song der Band Beat!Beat!Beat!, liebe aber jeden Song von Marius Lauber. Der Drummer schafft mit seinem Soloprojekt eine Meisterwerk nach dem anderen. Auch live überzeugt er auf ganzer Linie. Roosevelt gehört nicht umsonst zum meinen Top 5 Interpreten.
3. Grouplove - Ways to Go
Obwohl ich mir eher selten Alben kaufe und ein Cherry Picker zu diesem Thema bin, musste ich feststellen das ich fast jeden Song von Grouplove besaß. Dieser Song hatte zwar 2013 sein Release, begleitete mich aber im Jahr 2014 in jeder einzelnen Playlist.
Egal was Left Boy kickt, ich hol mir alles was er produziert. Viele seiner Songs sind einfach zu gut und ich feier diesen Kerl einfach. Dieses Jahr kam sein erstes Album raus, welches im Vergleich zu seinen drei Mixtapes eher mittelmäßig war. Jedoch gab es auch Songs auf der Platte die ordentlich pumpten und die ich gerne im Club spiele.
1. Years & Years - Traps
Als im Jahr
2012 das MS Dockville stattfand, spielten Years &Years als Vorband von
SBTRKT. Ich fand die drei Jungs extrem gut und notierte mir deren Name auf ein
Stück Papier. Nach dem Festival fiel mir der Name nicht mehr ein und dieses
Stück Papier wollte nicht mehr auftauchen. Als ich dieses Jahr jedoch wieder
meinen Schlafsack auspackte fiel dieser Zettel raus und ich entdeckte die Band
wieder. Der Song selber ist zwar aus 2013 jedoch kommt er in meine Top 5 für
2014.
(ms/sh) Dieses Jahr war für Stefan Honig und seine Band ein wirklich gelungenes: Neues Album draußen, viele Konzerte gespielt, viele davon ausverkauft. Vor der Tür steht die Tour of Tours im Januar, worüber wir schon gesprochen haben (siehe hier). Umso mehr freut es uns, dass er uns mit einem Gastbeitrag ein zweites Mal ehrt!
Quelle: honigsongs.de
Album des Jahres SUN KIL MOON - Benji
Ich bin schon lange Fan von Mark Kozelek aber Benji ist neu und anders. Er hat hier ein Album geschrieben, das musikalisch noch nicht einmal so beeindruckend ist wie lyrisch. Es ist ein wenig als würde er einfach sein Tagebuch vorlesen und dazu ein bisschen Gitarre spielen. Am Ende sind es aber doch wunderbare Songs die mich schon seit Anfang des Jahres begleiten und gerade wegen ihren Texten immernoch faszinieren. Es gibt Songs über Led Zeppelin, über seine Cousine, die starb weil eine Spraydose beim Müllverbrennen explodierte oder über Jim Wise, einen Freund seines Vaters der die eigene Frau tötete um sie von der langen Krankheit zu erlösen und nun auf sein Gerichtsverfahren wartet. Fesselnde Geschichten, verpackt in wunderbare Songs. Ausserdem hat mich das Album wieder dazu gebracht seine alten Platten zu hören. "Ghosts of the great highway" und "April" gehören für mich zum absolut besten was ich jemals gehört habe.
Top 3 Songs des Jahres: 1.) Sun Kil Moon: By the time that I awoke (live at Haldern Pop Festival 2014)
Genau genommen ist der track schon 2013 auf Mark Kozeleks und Jim Lavelles "Perils from the sea" erschienen. Die Liveversion die Sun Kil Moon allerdings auf dem diesjährigen Haldern Pop Festival dargeboten haben, hat mit der Albumversion nur bedingt etwas zu tun. Hier entfesselt sich eine ganz besondere Energie. Mit Abstand der Song den ich 2014 am meisten gehört habe!
2.) Hundred Waters: Murmurs
Wunderbares Album auf das mich mein Gitarrist Martin Hannaford aufmerksam gemacht hat. Eine Platte die man ein paar mal hören muss um belohnt zu werden! Probierts mal:
3.) S. Carey: Alpenglow
Der Bon Iver drummer mit seinem zweiten Solo Album. Toller Song der immernoch dauernd bei mir läuft.
(sf/lk) Wien ist Leben, Wien ist Style, Wien ist
Weltstadt – und mittendrin unser heutiger Gastautor Lukas, den ich schon seit
rund zehn Jahren kenne und der seine Facebook-Postings sehr wohl dosiert. Meist
kryptisch, oft für Außenstehende unverständlich, aber musikalisch immer
treffend und anregend. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, über ihn habe ich
mehr Hypes kennnengelernt, als über NME, Visions und sonstige Fachpresse.
Insofern ist seine 2014er-Selektion fast schon
überraschend konventionell. :-)
Lieblingsalbum
2014
Damon Albarn – Everyday Robots
Ich gebe es ja zu. Damon Albarn ist seit Jahren so etwas
wie mein musikalischer Held. Es wird halt auch alles zu Gold, was er anfasst.
Und dieses Album ist definitiv sein persönlichstes (gut, es ist ja im Prinzip
auch sein erstes). Ich war mir gar nicht so sicher, ob es sich verdient, „Album
des Jahres“ genannt zu werden. Aber: Es schafft keiner der Tracks auf dem Album
den Sprung in die Top 3 des Jahres, aber das Album ist einfach zu gut, um hier
ungenannt zu bleiben. Man muss es als Gesamtkunstwerk sehen. Musikalisch
reduziert, fast immer mit einer melancholischen Note versehen. Und irgendwie
zig Gedanken über das, was in der Welt so passiert.
Lieblingstracks
2014
1.Wanda
– Bologna
2.Marcus
Wiebusch – Der Tag wird kommen
3.Beck
– Blue Moon
Platz eins ist ja klar. Da bringen Wanda alles, was an
Italo-Pop nicht peinlich war, mit wienerischer Note versehen, ins Jahr 2014.
Und der Herr Wanda, der Hundling, hat auch noch so eine großartige Stimme. Das
fetzt, das passt, das ist gut. Platz zwei hat nicht unbedingt musikalische
Gründe. Wichtige Botschaft, allein dafür die Platzierung. Als Fußballfan kommt
man da nicht vorbei. Beim dritten Track hab ich lange überlegt. Ich hab dann
meine Statistiken überprüft, und Blue Moon tatsächlich sehr oft gehört. Das
Lied ist wirklich so gut, dass es auch gut auf dem
grandiosen Album Sea Change sein könnte…
(ms/td) Kennt sich hier eigentlich irgendjemand mit Inklusion, Schulpolitik und deren Umsetzung aus? Jetzt mal als kleine intellektuelle Anregung aus der Hüfte geschossen?! Wirklich nicht?!
Natürlich! Timo, der uns letztes Jahr bereits mit seinen Worten und Meinungen beehrt hat. Als Kind der sauerländischen Grendgegend und mit neuer Wahlheimat Münster (Westfalen!) geht auch seine neue Karriere als Texter und Gitarrist seiner Band steil nach oben. Doch wir wollen ihn selbst schreiben lassen. Liebe Luserinnen und Luser, Vorhang auf für Timo:
Lieblingsalbum 2014 Grand Griffon –
Mattachine
Letztes Jahr schrieb ich, dass ich über Turbostaat wieder
den Weg aus dem John Mayer (trotzdem noch bekennender Fan!)- Gitarrenpop
Universumhin zu meiner „Jugend“, den
härteren Tönen gefunden habe.
In ebendieser Jugend hatte ich eine Band erlebt, die mich
völlig umgehauen hatte, namentlich Escapado. Leider haben die es nicht lange
gemacht. Jahre ist mir nicht klar gewesen (Schande über mich), dass der Sänger
ein anderes Projekt hat: Grand Griffon. Dieses Jahr kam bei Zeitstrafe die
zweite Platte der Band raus. Als ich dieses Jahr reingehört hab, war ich
extrem beeindruckt. Schnelle, laute Drums, raue Gitarren, Shouts und
geradliniger Gesang. Das Album ist sofort da und lässt einen nicht los bis zum
Ende. Diese Texte! Niemand kann so glaubhaft in Selbstmitleid versinken, ohne
dass es kitschig wird. Und noch etwas: Nachdem mich die Jungs von Captain
Planet dieses Jahr mit einem neuem Album im Stich gelassen haben, freut mich
das Feature mit ebenderen Sänger Jan Arne von Twistern umso mehr! Escapado ist
tot, lang lebe Grand Griffon (oder so...) Einzig: Ein paar mehr Auftritte wären
nett. Also los!
Top 3 Songs 2014
3. Platz: Element of Crime – Lieblingsfarben und Tiere
Titelsong des diesjährigen Albums, zu dem auf diesem
hübschen Blog schon eine schöne Kritik existiert, der ich nichts hinzufügen
kann. Höchstens eine Textzeile: „Die Emails und die Kurznachrichten kannst du zusammen mit
den Excel- und Word-Dokumenten dahin tun, wo die Sonne auch an warmen Tagen
niemals scheint."
2. Platz: Niels Frevert – Das mit dem Glücklichsein ist
relativ
Ganz großer Songwriter, man möchte ihn zwar in den Arm
nehmen, weil er doch so traurig wirkt... ne Moment, der ist ja schon so alt wie
mein Vater! Also doch nicht.Aber die
Songs sind klasse, und im Gegensatz zu seinem Labelkollegen P.Poisel (ich will
ja niemanden kritisieren... der macht ja auch gute Musik, nur meine ist es
nicht). Kunstvoll arrangiert, toller Text, wundervoller Refrain. Und vielleicht
mit dem neuen Label auch mal erfolgreicher. Ich würde es ihm vom ganzen Herzen
gönnen.
1. Platz: Grand Griffon – Siste linjer
Songtitel, die ich nicht verstehe haben ja auch bei
Turbostaat Tradition. Also was soll's. Was ich aber verstehe: Grand Griffon +
1/5 Captain Planet = Geil. Ich bin da einfach gestrickt, man möge es mir
verzeihen. Dieses Lied vereint die Gründe dafür, dass ich Mattachine für das
beste Album 2014 halte. Es ist schnell, es ist laut, es ist nie belanglos! Und
es hat Gastgesang.
[Anm. d. Rd.: Siste linjer war leider nicht auf youtube zu finden.]
Anmerkung Timo: Frohe Weihnachten. Liebt euch. Ich tu's auch!