Dienstag, 30. Dezember 2025

Live in Bremen: Die Liga Der Gewöhnlichen Gentlemen

Foto: luserlounge
(Ms) Ein Hoch auf Heiko Franz! Der Taktgeber von Die Liga Der Gewöhnlichen Gentlemen ist ein wahrer Arbeiter am Schlagzeug! Irre ihm zuzuschauen. Was dieser Typ hinter den Trommeln und Becken an Energie rauslässt, ist bewundernswert! Es hat mitunter den Anschein, dass er in einer Band spielen würde, die wesentlich härtere Musik macht, so wie er auf sein Instrument eindrischt. Aber die vier Herren in der vorderen Reihe lassen sich bestimmt eher treiben als hetzen von seinem Schlagzeugspiel. Dabei auch immer gute Laune, stets ein Lächeln im Gesicht, er singt auch mit und könnte bestimmt nach Ende des Gigs noch locker drei, vier Stunden weiter trommeln, wenn die äußeren Rahmenbedingungen ihn nicht daran hindern würden. Was macht das Spaß, ihm zuzuschauen!

Diesen Spaß konnte man dieser Tage an dreierlei Orten haben, denn die Liga spielt - wie jedes Jahr - zwischen den Jahren in Bremen, Hamburg und Berlin und die Leute vor der Bühne tanzen gerne mit. So wie am Samstag im Bremer Lagerhaus. Es hatte den Anschein, als ob letztes Jahr ein wenig mehr los gewesen wäre, aber genaueres dazu kann ich auch nicht sagen. 
Spannend ist hingegen immer, wen die Hamburger Geschichtenerzähler als Vorband mitbringen. In diesem Jahr waren es die Punklegenden (so weit darf man sich bestimmt aus dem Fenster lehnen) von Brausepöter. Diese Band existiert seit 1978, also zwölf Jahre länger als ich alt bin. Wahnsinn. Punkrock der ersten Stunde und vor wenigen Wochen haben sie ihr aktuelles Album veröffentlicht. Unterhaltsam ging es zu zwischen Muschelvergiftung, Keiner Kann Uns Ab oder Nervengeschädigt. Das hat sehr viel Spaß gemacht!

In der gleichen Stimmung ging es danach mit der Liga weiter. Es ist nun mein drittes Bremen-zwischen-den-Jahren-Konzerten hintereinander und langweilig wird es nicht. Sie haben ja auch 2025 mit Egg Benedict ihre neue Platte veröffentlicht und daraus beispielsweise Ein Dienstag In Dur, Ich Geh Lieber Allein oder Song Für die ALU zum besten gegeben. Tim Jürgens ist sogar eine Basssaite gerissen - wann kommt sowas denn schon mal vor? Er durfte dann brausepöterich weiterbassen. Ein DLDGG-Gig wäre natürlich nichts ohne die hervorragenden Ansagen von Carsten Friedrich, der immer dazu neigt, sich doll zu verheddern - aber genau das macht die Band ja so sympathisch. Sogar Liveraritäten wie Die Gentlemenspieler gaben sie zum Besten.
Kurzweilig ist so ein Liga-Abend. Man ist bestens unterhalten, bekommt ein paar Einblicke in kommende Konzenptalbumpläne, auch wenn sie eventuell nicht ernst gemeint sind. Wer sich das zwischen den Jahren nicht gibt, ist ein Banause. Punkt! Und kommendes Jahr schmeißen dann alle die Werbetrommel an, damit das Lagerhaus dann auch ausverkauft ist!

Achja - nochmal: Ein Hoch auf Heiko Franz!





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