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Quelle: de.wikipedia.org |
Guten Appetit!
Tropikel Ltd. & Sofia Portanet
(Ms) Beim Anblick vieler umtriebiger Tiere im Garten, wird eines sehr schnell klar: Es fliegen Frühlingsgefühle in der Luft! Ja, der Winter hat sich vollends verabschiedet und einige Tage bieten schon die wunderschöne Möglichkeit, das ein oder andere Kleidungsstück abzulegen. Das ermöglicht ja auch den ein oder anderen neugierigen Blick durch das unmittelbare Umfeld und vielleicht bleibt dieser ja auch irgendwo hängen. An diesem Punkt kommen Tropkel Ltd. und Sofia Portanet ins Spiel! Zusammen haben sie einen irren 80er-Jahre-Power-Popsong aufgenommen. Unterwegs sein, Blicke austauschen, eine kurze Liebelei, mal schauen was passiert. Das, was sie auf Bisschen Love in gut zwei Minuten arrangiert haben, ist großartig! Es ist so derart poppig, das das Grinsen aus dem Gesicht gar nicht mehr verschwindet. Zudem ist der Track als tolles Duett aufgebaut, in dem sich die beiden Stimmen herausragend ergänzen. Was für ein leichtfüßiges Lied, das wundervoll in diese Jahreszeit passt. Also: Lasst uns ineinander verlieren! Oder verlieben…?!
No Body
(Ms) Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit. Oder so. Habe ich an dieser Stelle vor nicht allzu langer Zeit gegen Spotify ausgeteilt und das ich ein ach-so-toller Vinyl-Hörer sei, gebe ich mich den Mechanismen der Zeit hin und streame seit ein, zwei Jahren. Ja, die Verwertung dahinter ist schräg und zu großen Teilen unfair, aber es ist ein enormes Vehikel, um neue Musik kennenzulernen. Letztens lief mein Algorithmus auf Shuffle und ich habe mich über ein paar bekannte, selten gehörte Stücke gefreut, als sich plötzlich mein Gehör massiv spitzte! Was ist das denn?! Wow, ist das dicht arrangiert! Und diese Stimme… die kommt dir doch bekannt vor! Die Band heißt No Body und niemand geringeres als Aydo Abay singt dort! Begonnen hat dieses Projekt als der Musiker Sascha Wiercinski seine Aufnahmen an Aydo Abay geschickt hat mit der Bitte, einen Gesangspart beizusteuern. Der umtriebige Musiker sagte erst ab. Dann zu. Weil es so gut ist! Die beiden haben noch Thomas Götz von den Beatsteaks mit ins Boot geholt und die Platte Loves You aufgenommen! Es ist allerbester Alternative, den ich in dieser Form lange nicht gehört habe. Die Platte erschien Anfang des Monats und insbesondere der Track I Just Have To Bomb This Mountain hat es mir angetan. Was für eine Wucht, was für eine Energie, was für eine Dichte, was für eine Dynamik. Vielen Dank an Sascha Wiercinski, dass er sein Talent nicht für sich behalten hat!
Ain't Ur Enn
(Ms) Vor ein paar Wochen haben wir an dieser Stelle schon von Ennio De Caro berichtet, der sein musikalisches Projekt Ain‘t Ur Enn nennt und ziemlich gut ist! Am 30. Mai erscheint sein erstes Album Languish und es stellt die Rock/Alternative-Musik auf den Kopf! Denn das, was der sage und schreibe 19-Jährige auf seinen Songs macht ist eine irre Wucht! Eine Musik, die - und da lehne ich mich jetzt mal ganz weit aus dem Fenster - einer modernen Form von Nirvana in nichts gleich steht! Hier rollt der Bass, hier arbeiten zahlreiche Effekte und Verzerrer, hier scheppert die Gitarre, hier entsteht ein Sog, dem man sich nur schwer entziehen kann. Großartig, was der Schweizer da zusammen bringt! Es ist kaum möglich, das leise zu hören. Seit ein paar Tagen ist seine neue Single Riddles draußen und man bekommt eine Ahnung, wie das erst live sein wird, wenn man dem Musiker hier nur aufmerksam ins Gesicht schaut:
Low Key Orchestra
(Ms) Der Freundeskreis aus Schulzeiten hält sehr gut. Wir sehen uns aus zahlreichen Gründen nicht oft, aber wenn, dann herrscht eine große Vertrautheit. Da können gerne mal ein paar Monate zwischen liegen und dann ist sofort alles wie sonst auch. Das ging mir dieser Tage so, als ich Maybe Words von Low Key Orchestra hörte. Denn da ist eine sehr vertraute Stimme zu hören, die ein tolles, bekanntes Gefühl heraufbeschwört. Niemand anders als Sönke Torpus steckt dahinter, früher der Kopf von Torpus & The Art Directors, die Indie-Folk eine irre Energie verliehen haben. Auf seinem Solo-Projekt geht es weniger folkig zu, dafür glänzt seine Stimme ganz wundervoll und erzeugt sicher nicht nur bei mir eine irre Gänsehaut! Seit einiger Zeit ist er auch Teil von Nichtseattles Liveband und demnächst auch solo mit seinen eigenen, neuen, wundervollen Liedern auf Tour - unbedingt hingehen:
03.10. Schmalförden - Kulturgut Ehrenburg
04.10. Köln - Die Wohngemeinschaft
07.10. Dresden - Societaetstheater
08.10. Berlin - Schokoladen
10.10. Klanxbüll - Charlottenhof
11.10. Hamburg - Knust
Pogendroblem
(Ms) Ironie und Sehnsucht in 84 Sekunden! Das ist Chillig Chillig von Pogendroblem und Luise Funface von The Toten Crackhuren Im Kofferraum.
Ein Witz ist dann ja meistens gut, wenn er einen wahren Kern hat. Das Internet ist ja voll von Ü-30-Klischees. Klar, einige davon stimmen, ich kann es bezeugen. Lieber rumhängen als rausgehen, Rückenschmerzen, Stress, Verkostungen irgendwelcher Delikatessen. Der jugendliche Geist ist verschwunden und wir trauern ihm zusehends nach. In gerade mal 84 Sekunden beschreibt dieses wuchtige Lied das ganze Dilemma und vielleicht macht es ja mal wieder Spaß, Autospiegel abzutreten und dem ganzen Dasein ein bisschen Pepp zu verleihen! Ist doch so - enorm geiler Track!
Jenny Thiele
(Ms) Eine der schönsten Emotionen ist doch die Überraschung! Es kann eine kleine Aufmerksamkeit sein, eine nicht erwartete gute Nachricht, ein spontaner Trip oder eine Ekstase an einer Stelle, die man so nun wirklich nicht kommen sah! Zum Glück gibt es Jenny Thiele, die sehr genau versteht, wie das musikalisch aussehen kann. Seit dieser Woche ist ihre neue Single Burn On zu hören und ich dachte anfangs: Hui, das ist ja aber extremer Glitzer-Pop, den sie hier bietet. Klar, alles so arrangiert. Bis zu einem gewissen Punkt! Denn dann dreht dieses Lied ziemlich ab! Und es lässt sich besser erleben, als dass ich das hier in jeder Einzelheit skizziere. Diese Single erweckt für ihr Album Platz (27. Juni) noch mehr Neugier!
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