Freitag, 9. Januar 2026

KW 2, 2026: Die luserlounge selektiert

Quelle: pixabay.com / MabelAmber
(Ms) Die Schreckensgeschichten dieser Tage sind beängstigend und real. Die Welt rückt auseinander und es könnte düster werden. Doch das steht auf genügend anderen Seiten auch schon.
Eine kleine Szene aus dem Alltag, die mich hat grinsen lassen: Am Dienstag war ich in der Dämmerung unterwegs, es fehlten ein paar Dinge im Kühlschrank. Hier im Nordwesten gibt es Gegenden, die eher dünn besiedelt sind, teils mehr Tiere als Menschen. Und da kann es zu kuriosen Begegnungen kommen. Auf dem winterlichen Weg wunderte ich mich, als ich aus der Ferne etwas dezent leuchtendes am Wegesrand sah. Es war größer als ein Mensch, aber die Form war mir unklar. Je näher ich kam, desto schöner wurde der Anblick. Ja, es stand eine Person am Wegesrand mit einer Begleitung. Einer tierischen. Ein Pferd stand dort mit einer wärmenden Decke. Doch nicht nur das. Es schien, als ob es eine übergroße Warnweste gewesen ist. Denn rechts vor links gilt auch für alle Hufe! Irgendwie schön.

Agassi
(Ms) Tun sich verschiedenste, schon bekannte Akteure aus der Musikwelt zusammen, sprechen ja schnell viele Stimmen von Supergroup oder dergleichen. Irgendwie ja Quatsch, oder? Namen machen nicht automatisch Qualität. Aber zumindest aufmerksam. Denn hinter der ganz untennishaften Band Agassi stecken Mitglieder von Jupiter Jones oder gar Wir Sind Helden! Doch nach all dem klingt Keine Energie Geht Verloren so gar nicht. Hier peitschen Gitarren nach vorne, hier ist das Wort Punk nicht weit weg und eine gewisse Dringlichkeit, wenn Frank Spilker auch noch mitsingt, türmt sich von allein auf! Das ist schnell, das macht Spaß, das könnte noch richtig gut werden. Irgendwann in diesem Jahr bringt die Band eine Platte raus - wir bleiben am…. Ball!


The Morning Stars
(Ms) Und noch so eine Truppe, deren Mitglieder namhafte Vergangenheiten mit sich bringen - Kante, Sport, Kreidler, Barbara Morgenstern… Wow, wo habt ihr alle gesteckt? Ah, auf einer Geburtstagsparty und die jetzige Band sollte eine kleine Überraschung sein?! Geglückt! The Morning Stars heißt diese Band und macht irgendwas Jazzig-Verschachteltes, irgendwas Warm-Ummantelndes, irgendwas Angenehm-beruhigendes. One Of The Doors heißt ihre erste Single. Schließt sich eine Tür… dann ist die andere nicht automatisch offen. Manchmal muss ausprobiert werden, manchmal muss man sich die Angst als Sparringspartner holen. Manchmal läuft es nicht so geradeaus und dennoch kommt man am Ende an. Ein tolles Stück mit viel klanglicher und textlicher Tiefe!
PS: Lyric Videos sind ja manchmal etwas lahm, aber dieses hier glänzt mit ganz viel Schönheit und treffenden Effekten!


Ulrika Spacek
(Ms) Achtung - innehalten! Kurze Pause, okay? Einmal eben hinsetzen und irgendwie für Ruhe sorgen. Mal eben für (mindestens) fünfeinhalb Minuten nicht gestört werden. Am besten Kopfhörer auf. Und dann lässt es sich ganz leicht wegträumen mit der Musik von Ulrika Spacek. Was irgendwie tschechisch klingen mag, kommt aus Stockholm. Sehr rhythmisch, sehr mitreißend ohne allzu doll zu sein. Ein Gesang der unverschämt gut an Aydo Abay erinnert. Ein paar elektronische Spielereien. Und insgesamt wahre Kunst, wenn ein Track wie Build A Box Then Break It dabei rauskommt. Ja, das ist schon psychedelisch, was diese Band hier macht, aber der Sog ist eher unterschwellig. Ich bin für sowas ganz schnell zu haben, auch wenn der Sound beim ersten Hören gar nicht mal so rund klingen mag. Das Mosaik setzt sich schon von allein zusammen. Das dazugehörige Album Expo erscheint am 6. Februar und könnte ganz phantastisch werden - ehrlich!


The Hirsch Effekt 
(Ms) Wenn dieser Name auftritt, darf man alles erwarten. Wie kaum eine andere Band steht The Hirsch Effekt für die absolute Offenheit aller Genres gegenüber. Klar, sie sind mit satten Gitarren ausgestattet und schreien auch gern mal das Publikum an. Doch sie können auch zart, rhythmisch, melodisch. Am 30. Januar erscheint ihre neue Platte Der Brauch und heute gibt es eine neue Single. Die Brücke ist erstaunlich melodisch. Ein Stück über das Ankommen zu Hause und die Bedürfnisse, die in dem Moment alle haben. Kurz allein sein und durchschnaufen, um die Kinder kümmern, noch was arbeiten, für die anderen da sein, hin und her gerissen. „Eine Brücke über Fluten will ich sein“ - ein schönes Bild für diesen Zwist! Und ein weiterer Beweis, was das Trio aus Hannover alles im Köcher hat! Die Platte wird eine Wucht und die Tour dazu sicher auch!

25.02. Schweinfurt - Kulturhaus Stattbahnhof
26.02. Aarau - KIFF
27.02. Karlsruhe - Jubez
28.02. Ulm - Roxy
05.03. Berlin - Badehaus
06.03. Hamburg - Logo
07.03. Düsseldorf - Ratinger Hof
12.03. Wiesbaden - Schlachthof
13.03. Kassel - Goldgrube
14.03. Erfurt - Museumskeller
19.03. Bremen - Tower
20.03. Oberhausen - Druckluft
21.03. Leipzig - Naumanns
21.05. Saarbrücken - Garage
22.05. Münster - Sputnikhalle
23.05. Köln - Helios 37


Sportfreunde Stiller
(Ms) Vor ein paar Jahren habe ich mich hier an dieser Stelle von Sportfreunde Stiller verabschiedet. Es ist die Band, die mich in meiner Jugend wohl am längsten begleitet hat und ein großes Tor für die Indierockmusik geöffnet hat. Dafür bin ich ihnen auf ewig dankbar - eine gute Zeit! Ihre letzten Alben habe ich nicht mehr verfolgt aber heute morgen, an diesem verschneiten Freitag im Norden läuft ihre neue Single Ti Amo, Italiano bei mir und ich finde sie erstaunlich gut! Ja, die drei Burlis haben noch nie einen Hehl daraus gemacht, dass Italien ein großes Sehnsuchtsland ist, wer soll es ihm verdenken?! Auf dem Stück klingen sie schon nach einer Münchener Version von Wanda - oder täusche ich mich da? Wie dem auch sei, die Band feiert dieses Jahr ihren 30. Geburtstag und das insbesondere mit vielen, vielen Konzerten, von denen schon unzählige ausverkauft sind. Irgendwie freut mich das sehr für diese Band. Und wer weiß… wenn sie im Herbst nach Bremen kommen, vielleicht komme ich auch. Nach all den wunderbaren Jahren…

07.05.26 Erlangen, Heinrich-Lades-Halle (ausverkauft)
08.05.26 Leipzig, Haus Auensee (ausverkauft)
09.05.26 Berlin, Columbiahalle (ausverkauft)
11.05.26 Köln, Palladium (ausverkauft)
12.05.26 Hamburg, Inselpark Arena
14.05.26 Wiesbaden, Schlachthof (ausverkauft)
15.05.26 Stuttgart, Liederhalle (ausverkauft)
16.05.26 München, Olympiahalle (ausverkauft)
22.05.26 Basel Volkshaus
23.05.26 Zürich Volkshaus
24.05.26 Gmunden Rocks
28.05.26 Braunschweig, Lok Open Air (ausverkauft)
14.06.26 Lübeck, Superkunstfestival
17.06.26 Markdorf, Open Air
18.06.26 Kufstein, Kufstein Festung
19.06.26 Coburg, Kulturfabrik Open Air
20.06.26 Koblenz, Festung Ehrenbreitstein
01.07.26 München, Tollwood
03.07.26 Liechtenstein, Life in Schaan
16.07.26 Marburg, Open Air (ausverkauft)
17.07.26 Dresden, Junge Garde
18.07.26 Wien, Arena Open Air (ausverkauft)
23.07.26 Graz, Schlossbergbühne Kasematten (ausverkauft)
24.07.26 Freiburg, ZMF Zelt-Musik-Festival
25.07.26 Hamm, 800Festival Kurhausgarten
06.08.26 Bad Zwischenahn, Zu Gast im Park 2026 (ausverkauft)
07.08.26 Rothenburg ob der Tauber, Taubertal Festival
08.08.26 Haldern, Haldern Pop Festival
13.08.26 Bayreuth, Seebühnenfestival 2026
14.08.26 Eisenach, Burg Creuzburg Open Air
15.08.26 Augsburg, Freilichtbühne
22.10.26 Oberhausen, Turbinenhalle
23.10.26 Aurich, Sparkassen Arena
24.10.26 Bremen, Pier 2
26.10.26 Magdeburg , AMO Kulturhaus
28.10.26 AT-Wien, Gasometer
29.10.26 Kempten, bigBOX Allgäu
30.10.26 Frankfurt, myticket Jahrhunderthalle

 


Donnerstag, 8. Januar 2026

Die Sterne - Wenn Es Liebe Ist

Foto: Stefan Braunbarth
(Ms) Die erste Platte vor 33 Jahren veröffentlicht, 1991 gegründet, wichtige Impulsgeber deutschsprachiger Rockmusik, moderne Klassiker erschaffen, nie müde geworden und einige wesentliche Änderungen in der Besetzung durchgemacht. Eigentlich müsste eine Band wie Die Sterne niemandem mehr etwas beweisen. Ihr Œuvre steht für sich. Textlich vielleicht hier und da mal abgehoben, aber im Grunde genommen immer super bodenständig geblieben. Ja, diese Band müsste keinem mehr was beweisen. Außer sich selbst vielleicht: Wie kann man relevant bleiben? Wie öden wir uns selbst nicht an? Wie kommen wir ab davon, immer auf die gleichen Tracks reduziert zu werden? Wir können wir deutschsprachiger Rockmusik 2026 noch Impulse verleihen? Das mögen Fragen der Band gewesen sein, ich habe keine Ahnung, mutmaße nur. Es ist ihr mit ihrer neuen Platte Wenn Es Liebe Ist auf eindrückliche Weise gelungen, dass man immer noch über Die Sterne spricht. Sprechen muss.

Der Wandel ist frisch und knackig und der Sound an vielen Stellen ungewohnt, aber auf gute Art und Weise. In der jetzigen Besetzung mit Jan Philipp Janzen, Phillip Tielsch und Dyan Valdés ist dies die zweite Scheibe. Hörbar haben sie zu einem Klang gefunden. Meine Vermutung: Insbesondere Ersterer ist dafür verantwortlich. Jan Philipp Janzen ist Dumbo Tracks und enorm gut im Tönetüfteln. Zudem ist er die Hälfte von Urlaub in Polen. Die experimentieren mit Krautrock und elektronischen Spielereien. Klänge, die auf Wenn Es Liebe Ist klar herauszuhören sind.

Gut 44 Minuten Spielzeit hat die neue Platte. Relativ gesehen. Dazu später mehr. 10 neue Stücke serviert uns diese Band und sie machen wahnsinnig viel Spaß! Gitarrenriffs direkt zu Beginn mit Ich Nehme Das Amt Nicht An, eine wache, aktuelle Beobachtung zur Diskursverweigerung. Laut sein, weghören, ignorieren ist ja so viel einfacher, als sich auf das Gegenüber einzulassen. Gut, Frank Spilker, wir sollten das Amt öfter annehmen, auch wenn es anstrengend sein mag! Ein treibender Dumbo-Polen-Bass bestimmt Ändern Wir Je Den Akkord?, das die rockige Gangart vom Opener fortsetzt. So musikalisch hamsterradmäßig war diese Gruppe wohl noch nie zu hören - stark! Es folgt mit GNZRZND - Ganz Reizend - ein knapp siebenminütiges Spoken-Word-Stück. Frank Spilker eröffnet eine Szene einer kleinen Fete oder dergleichen, in der das lyrische Ich ein wohl attraktives Gegenüber anzusprechen versucht. Das ist der Inhalt. Und das ist großartig gemacht. Viele Leerstellen, ein wenig unangenehmes Schweigen, viel Raum zur Interpretation, ein misslungener Flirt wegen des Schwipses?! Das bleibt wohl uns Hörenden überlassen.
Es folgt der Titeltrack in allerbester Sterne-Manier. Seitdem ich diesen Song das erste Mal gehört habe, habe ich mich in ihn verliebt: Ein bisschen gaga, eigentlich viel zu voll, typisch Sterne, eine sehr catchy Keyboard-Hookline. Und eine ähnlich Thematik wie zu Beginn: Bei Thema XY bin ich raus, weil mir das eventuell dann zu nahe geht, zu viel ist oderoder. Das so gut textlich und musikalisch aufzubereiten, ist ein irrer Trumpf dieser Band und dieses Texters!
Dann die nächste Neuerung: Open Water. Nicht nur ein Sound, der unglaublich mitreißend und verzerrt ist, sondern hier singt Dyan Valdés auf Englisch! Mehr Sterneerneurung geht ja gar nicht - genial! Dann kommt ja auch noch Fan Von Irgendwas. Ja, hier wird sich schon stark an Kraftwerk und ihresgleichen angelehnt. Roboterstimme und eine schier unendliche Aufzählungen von Dingen, die Menschen halt gegen die Langeweile machen. Sehr unterhaltsam, weil die Nennung von all den Beschäftigungen sowohl schlau als auch stark gaga ist. Und dann das nächste Highlight mit Es War Nur Ein Traum, wo die Band textlich eher wie Tocotronic klingt. Aber auch das ist vollkommen egal. Denn Die Sterne zeigen hier in aller Pracht, wie vielseitig sie musikalisch agieren können ohne dass es zu viel wird. Der rote Faden ist klar zu hören und es macht so viel Freude!

Achja, 44 Minuten relative Spielzeit. Denn den Abschluss macht Immer Noch Sprachlos über 9 Minuten und 53 Sekunden- Und das weitgehend krautrockig-instrumental.

Diese neuen, alten Sterne machen auf Wenn Es Liebe Ist mächtig Spaß und mächtig Eindruck. So aktuell, so klug, so unterhaltsam, so vielseitig im Klang, so erfrischend, so gut! So unfassbar gut. Das legt die Messlatte für deutschsprachige Rockmusik in diesem Jahr aber ganz schön hoch! Gut so, sollen sich andere daran messen! Aber nur wenn es Liebe ist…

19.03.2026 Siegen - Vortex
20.03.2026 Hannover - Béi Chéz Heinz
21.03.2026 Dortmund - Junkyard
22.03.2026 Köln - Bürgerhaus Stollwerk
24.03.2026 Mainz - KUZ
25.03.2026 Heidelberg - Karlstorbahnhof
26.03.2026 CH-Zürich - Bogen F
27.03.2026 Stuttgart - ClubCANN
28.03.2026 AT-Rankweil - Altes Kino
29.03.2026 AT-Salzburg - Rockhouse
30.03.2026 AT-Wien - Porgy & Bess
01.04.2026 München - Strom
02.04.2026 Leipzig - Conne Island
03.04.2026 Bremen - Lagerhaus
04.04.2026 Flensburg - Volksbad
05.04.2026 Hamburg - Uebel & Gefährlich
24.04.2026 Potsdam - Nikolaisaal – mit dem Filmorchester Babelsberg


Samstag, 3. Januar 2026

KW 1, 2026: Die luserlounge selektiert

Quelle: pixabay.com / Pikura 
(Ms) Tja, wie geht es weiter im neuen Jahr? Die Aussichten, so global gesehen, sind nicht unbedingt gut. Klar, es gibt viele gute Nachrichten, doch die Gesamtperspektive ist nicht rosig, oder? Gelder für gemeinnützige Organisationen werden gekürzt, Bemühungen, um die Folgen des Klimawandels aufzuhalten, werden ad acta gelegt, Bildung spielt, wie immer, kaum eine Rolle in irgendeiner größeren öffentlichen Diskussion. Tja. Aber träumen darf erlaubt sein. Muss erlaubt sein. Eine Vision ist nötig. Wer könnte da behilflich sein? Niemand geringeres als Sibylle Berg! Ihre Grime-Triologie hat mit La Bella Vita - PNR seinen Schluss gefunden. Kein Drama mehr. Keine Spirale, die sich stetig abwärts dreht. Don geht es gut. Sie lebt in einer europäischen Anarchie. Keine Grenzen. Keine Nationen. Kein Geld. (Fast) Keine Autos. Keine Wochentage. Keine Supermärkte. Jeder arbeitet 3,5 Tage in einem Job, der der Allgemeinheit gut tut. Es ist eine wunderbare Träumerei, die die Autorin auf knapp über 400 Seiten auslebt. Und sie ist weniger abwegig, als man vielleicht denken mag. 93 Forderungen stellt sie an eine Zukunft. Eine Zukunft ohne Amazon, Instagram, Schnelligkeit, Rechenzentren, Überwachung, Konkurrenz, Krieg. Wer will das nicht?! Eben. Dieses Buch, dieser Essay, diese Vision sei daher allen ans Herz gelegt, die genau das wollen. Und dann tun wir uns zusammen und bauen uns das auf, okay? Gut.

Oum Shatt
(Ms) Die Zeit zwischen den Jahren ist in der Musik so runtergedimmt wie keine anderen Wochen im ganzen Jahr. Doch es gibt ein paar spannende Töne und Bilder und Worte, die doch aufploppen. Wenn eine Band kurz vor Ende des Jahres ein neues Musikvideo zu einem Album, das vor zwei Jahren erschien, veröffentlicht, darf man ein wenig hinein interpretieren, oder? Oum Shatt haben ein Video zu Love The Way She Stands rausgebracht. Dazu gab es kaum begleitende Worte, also hier wenigstens ein paar Ideen: 1. Sie hatten einfach Lust dazu. 2. Das Video wurde zufällig genau zu dieser Zeit fertig. 3. Die Band wollte ihren Fans und allen, die es noch werden wollen - denn: phantastische Gruppe! - ein kleines Geschenk machen. 4. Eine neue Platte wird mit einem alten Lied wohl kaum angekündigt. 5. Eine neue Tour steht eventuell in den Startlöchern. 6. Sie frönen der Kunst.
Egal: Es ist ein toller Track mit einem schönen Video dazu und einen dieser Punkte könnt ihr euch jetzt aussuchen!


Henge
(Ms) Was haben sich Menschen vor fünfzig, einhundert, dreihundert Jahren wohl gedacht, wie das Jahr 2026 aussehen und vor allem klingen wird? Flugtaxis, Marsbesiedelung oder Explosion des gesamten Planeten? Oder gar Invasion einer anderen Spezies?! Ja, vermutlich wird es letzteres sein, wenn Henge läuft! Die folgenden Worte meine ich genauso, wie ich sie schreibe: Das ist vielleicht das verrückteste, genialste, elektrisierendste, was ich seit langer Zeit gehört und vor allem gesehen haben! Und die Band wird im Frühjahr durch unsere Breitengrade ziehen. Henge ist ein Space-Rock-Future-Electro-Plan eines Quartetts aus Manchester. Obwohl… das stimmt doch gar nicht! Zpor, Goo, Sol und Nom sind Millionen von Jahre alt und wir haben das große Glück, ihrer musikalischen Reise beizuwohnen. Ein Erlebnis, das Krautrock auf Speed bedeutet. Oder so. Egal - es ist großartig, was diese Band auf die Bühne bringt, musikalisch und vor allem visuell, sehen Sie hier:

08.04. - Hamburg, Knust
10.04. - Lübeck, Treibsand
11.04. - Oldenburg, Cadillac
13.04. - Köln, Club Bahnhof Ehrenfeld
14.04. - Wiesbaden, Schlachthof
15.04. - Marburg, KFZ
21.04. - Plagwitz, Neumanns Tanzlokal
22.04. - Dresden, Beatpol
24.04. - Berlin, Gretchen
25.04. - Hannover, Faust


Get Well Soon
(Ms) Nachdem ich am Silvesternachmittag eine bestimmte Mail gelesen habe, hörte ich am Morgen drauf eine Platte von 2008 und konnte erstaunlich gut mitsingen.
Dass es etwas Neues von Get Well Soon geben würde - ich war lange Zeit mehr als skeptisch und die Infos sind noch angenehm ungenau. Ich bin davon ausgegangen, dass Konstantin Gropper irgendwo im Filmmusikbusiness verschwunden ist und Amen irgendwie die letzte Platte bleibt. Pah - Pustekuchen! Am Mittwoch gab es eine Mail, einen Newsletter. Darin hat Konstantin Gropper nichts anderes angekündigt, als dass es in diesem Jahr zwei - in Zahlen: 2! - neue Platten von Get Well Soon geben wird. Plus Labubu, Tour und allem drum und dran! Wannwiewo - diese Infos werden alle noch kommen. Aber: Wow! In diesem Jahr gibt es diese Band schon zwanzig Jahre und ich weiß noch, wie begeistert ich meine MitschülerInnen 2008/09 vollgelabert habe, was ich da mit Rest Now Weary Head! You Will Get Well Soon für eine außergewöhnliche Platte entdeckt habe. Seitdem bin ich dem Sound dieser Band verfallen, sie gehört unangefochten mit zu den fünf Bands, die mich in den letzten zwanzig Jahren am stärksten geprägt und begleitet haben. Ich konnte sogar mal meinen Papa überreden, dass er mich zu einem Konzert nach Nijmegen begleitet und es war großartig. Auch für ihn. Dear Reader als Vorband. Ach, du liebe Güte. Das wird ein gutes Jahr, okay? Okay!