Dienstag, 4. April 2017

Wille & The Bandits - "Steal"

Wille & The Bandits
(ms) "Bleibt alles anders."
Das hat zwar einst Herbert Grönemeyer gesungen, stimmen tut der Satz aber auch für viele andere. Diese Worte beschreiben gut ein optimistisches Nach-vorne-gucken, immer eine gewisse Basis zu behalten und darauf flexibel zur Sache zu gehen, neue Wege ausprobieren. Auch mal zurück rudern, wenn es nicht passt. Aber meistens passt es halt ja.
Dazu gehört auch - wir sprechen hier ja über Musik - sich auf seine Stärken und Tugenden zu berufen. Und wenn wir hier mal wieder Rockmusik behandeln, dann heißt das natürlich und ganz ohne Umschweife: Gitarre spielen. Oder - um direkt bei Wille & The Bandits zu landen - Gitarren zu spielen. Denn dieses Trio klingt wie eine große, fulminante Band und sicher wollen sie es auch genauso.
Will Edwards, Kopf der Bande, ist Gitarrenvirtuose. Anders kann man es gar nicht ausdrücken, kann akustisch genauso billiant wie verstärkt und wenn er darauf keine Lust hat, spielt er auch eine Dobro, eine sogenannte Resonatorgitarre, für alle, die es wissen wollten. Matt Brooks ist für die Bassläufe zuständig und gibt sich mit nichts unter fünf Saiten zufrieden. Unermüdlich trommeln tut dabei Andy Naumann.
So viel bleibt gleich.
Neu beim vierten Album der Briten ist dennoch eine Menge. Für einige Stücke von "Steal" haben sie niemand geringeren als Don Airey von Deep Purple an den Keyboards für die Aufnahmen hinzugewonnen. Das macht den klassischen Rockklang breiter und ergänzt ihn mit einer gehörigen Portion Groove.



Ihre ersten drei Alben haben sie in Eigenregie ans Licht der Welt gebracht. Für "Steal" haben sie einen Vertrag bei Jigsaw unterschrieben. Die neue Platte hat nur neun Stücke, doch geht sie fast eine dreiviertel Stunde lang und liefert dem Hörer allerbesten gitarrenlastigen Bluesrock mit Latin- und Folkelementen.
Direkt in den ersten Tönen bei "Miles Away" zeigen sie, woher der Hase läuft. Doch dass sie auch leise können, legt "Scared of the Sun" dar. Klar, im Refrain geht es dann auch wieder etwas zur Sache, doch das Lied macht "Steal" erfrischend abwechslungsreich. In "Atoned" ist nicht nur das derbe genaue E-Gitarenspiel ein Kracher, sondern die parallel verlaufenden Basslinien lassen den geneigten Musikliebhaber dahinschmelzen: Stark! Der letzte Song, "Bad News" ist vielleicht das Herz des Albums: catchy! Der Titel spricht wahre Worte: Schade, dass die neun Lieber vorbei sind, herrlich kurzweilig war's!
Kein Wunder, dass die drei sich in Jahren voller Livekonzerte ein treues Publikum erspielt haben: 200 bis 250 Gigs pro Jahr sind das Ergebnis: Beeindruckend!
Auch im Mai sind sie dann wieder in unseren Regionen zu sehen. Von YouTube-Mitschnitten kann man sich anfixen lassen, live dabei zu sein hat aber ein ganz anderen Kaliber. Wir haben schon vor zwei Jahren darauf hingewiesen ;-)

Hier halten Wille & The Bandits:

01.05. - Lübeck - Treibsand Festival
02.05. - Unna - Lindenbrauerei
03.05. - Düsseldorf - Beim Pitcher
04.05. - Tilburg - Paradox
05.05. - Hildburghausen - Route 66
06.05. - Arnstadt - Rock Jungfer
08.05. - Berlin - Quasimodo
09.05. - Ingolstadt - Blues Festival
10.05. - München - Rattlesnake Saloon
11.05. - Wien - Reigen
15.05. - Salzburg - Rockhouse
17.05. - Hamburg - Downtown Bluesclub
19.05. - Leipzig - NAUMANNs
20.05. - Wredenhagen - Scheune
29.05. - Reutlingen - Franz.K
31.05. - Eppstein - Wunderbar Weite Welt
01.06. - Leverkusen - Topos

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen