Sonntag, 2. Oktober 2016

Placebo - Life's What You Make It

(sf) Was ist denn mit der luserlounge los? Ein weltweit bekannter Act, der in seinen 20 Jahren Bandgeschichte mehr als 12 Millionen Tonträger verkauft hat? Ernsthaft? Ja, denn PLACEBO sind trotz des immensen Erfolgs alles andere als Mainstream, polarisieren auch heute noch wie kaum eine andere Band auf diesem Level und machen seit jeher das, was ihnen gerade in den Sinn kommt - das kann durchaus auch mal ein zweistündiges Konzert sein, in dem Sänger Brian Molko kein einziges Wort ans Publikum richtet und dennoch eine wahnsinnige Show abliefert. Jetzt veröffentlicht die multinationale Band nicht nur das längst überfällige Best Of-Album "A Place For Us to Dream", sondern auch die EP "Life's What You Make It" mit sechs neuen Tracks.

Satte 36 Hits finden sich auf der Retrospektive der britisch-schwedisch-amerikanischen Combo und der Begriff "Hit" wurde dabei bewusst gewählt, denn man verfuhr bei der Auswahl der Songs offensichtlich nach dem Motto "all killer, no filler". Dass man dabei sogar auf Weltklasse-Tracks wie "Bosco" verzichten konnte, zeigt die Relevanz PLACEBOs in der Musiklandschaft und lässt keinen Zweifel daran, welch großartige Songwriter die Herren Molko, Olsdal und Hewitt sind, wobei Letzterer die Band offiziell bereits 2007 verließ. Doch nicht nur das: auch Coverversionen sind eine Paradedisziplin PLACEBOs, Tracks wie "Running Up That Hill", "Where Is My Mind", "Holocaust" oder "Johnny And Mary" erhalten ein völlig neues Gesicht und profitieren von der markanten und mitunter sehr verletzlichen Stimme Molkos.

Apropos Molko: an der Stimme des mittlerweile 43-Jährigen scheiden sich die Geister und selbst ich
als ausgemachter PLACEBO-Fan muss zugeben, dass ich sie nicht immer ertragen kann. Andererseits kann es kein passenderes Organ geben für Klassiker wie "Without You I'm Nothing", "Slave To The Wage", "Black-Eyed", "The Bitter End" oder den wohl namhaftesten PLACEBO-Hit "Every You Every Me", der die Band dank des "Eiskalte Engel"-Soundtracks auch einem breiten Publikum bekannt machte.

Am 07.10. erscheint nun also "A Place For Us To Dream" und ganz klar: dieses Best Of hat seinen Namen sowas von verdient und wenn Ihr auch nur ansatzweise etwas mit PLACEBO anfangen könnt, dann holt Euch das Teil. Und wenn nicht, dann auch, denn die Doppel-CD zieht einen perfekten Querschnitt durch die Karriere der Band. Die Tracklist spricht Bände:

CD 1
01. Pure Morning (Radio Edit) -> Album: Without You I’m Nothing
02. Jesus‘ Son (Radio Edit)
03. Come Home -> Album: Placebo
04. Every You Every Me (Single Version) -> Album: Without You I’m Nothing
05. Too Many Friends -> Album: Loud Like Love
06. Nancy Boy (Radio Edit) -> Album: Placebo
07. 36 Degrees (Version 2016) -> Album: Placebo
08. Taste In Men (Radio Edit) -> Album: Black Market Music
09. The Bitter End -> Album: Sleeping With Ghosts
10. Without You I’m Nothing (feat. David Bowie) -> Album: Without You I’m Nothing
11. English Summer Rain (Single Version) -> Album: Sleeping With Ghosts
12. Breathe Underwater (Slow) -> Album: Battle for the Sun
13. Soulmates -> Single: This Picture
14. Meds (feat. Alison Mosshart) -> Album: Meds
15. Bright Lights (Single Version) -> Album: Battle for the Sun
16. Song To Say Goodbye (Radio Edit) -> Album: Meds
17. Infra-Red -> Album: Meds
18. Running Up That Hill -> Album: Sleeping With Ghosts (Bonus Disc: Covers)
 
CD 2
01. B3 (Radio Edit) -> EP: B3
02. For What It’s Worth -> Album: Battle for the Sun
03. Teenage Angst -> Album: Placebo
04. You Don’t Care About Us (Radio Edit) -> Album: Without You I’m Nothing
05. Ashtray Heart -> Album: Battle for the Sun
06. Broken Promise (feat. Michael Stipe) -> Album: Meds
07. Slave To The Wage (Radio Edit) -> Album: Black Market Music
08. Bruise Pristine (Radio Edit) -> Album: Placebo
09. This Picture -> Album: Sleeping With Ghosts
10. Protège-moi -> Album: Sleeping With Ghosts (Special Edition)
11. Because I Want You (Redux) -> Album: Meds
12. Black-Eyed -> Album: Black Market Music
13. Lazarus -> Single: Meds
14. I Know (Version 2008) -> Album: Placebo
15. A Million Little Pieces (Radio Edit) -> Album: Loud Like Love
16. Special Needs (Radio Edit) -> Album: Sleeping With Ghosts
17. Special K -> Album: Black Market Music
18. Loud Like Love -> Album: Loud Like Love



Doch damit nicht genug, denn mit der ebenfalls am 07.10. erscheinenden EP "Life's What You Make It" beweisen PLACEBO, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehören und noch viel Feuer in ihnen steckt. Besonders die aktuelle Single "Jesus' Son" und "Song #6" wissen zu überzeugen und vereinen die Stärken der Band in eindrucksvoller Art und Weise.



Wer sich live an Bild von den Herrschaften machen möchte, der hat schon bald die Möglichkeit dazu:


  • 31.10.16 Hamburg, Barclaycard Arena
  • 02.11.16 Köln, Lanxess Arena
  • 04.11.16 München, Olympiahalle
  • 05.11.16 Leipzig, Arena
  • 07.11.16 Berlin, Mercedes-Benz-Arena
  • 23.11.16 Frankfurt, Festhalle
  • 24.11.16 Stuttgart, Hanns-Martin-Schleyerhalle





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