Mittwoch, 10. August 2016

Razz - von der Schulbank auf die große Bühne!

Quelle: www.razz-music.com
(mm) Sigmaringen. August. Summernights. Vorher noch nichts davon gehört, aber dank der luserlounge doch mit vor Ort. Geniales Festival. Ich möchte aber gar nicht mit den Einzelheiten zu allen Bands langweilen, denn einen wunderbar treffenden Bericht gibt es hier schon. Mein Fokus gilt heute meinem persönlichen Überraschungsgig: RAZZ


Von zwei Bands wusste ich, dass es großartig wird, zwei weitere kannte ich vom Namen, hatte aber noch nichts von ihnen angehört. Was allerdings RAZZ da auf die Bühne legten, hab ich so nie und nimmer erwartet. Bis dato eine für mich vollkommen unbekannte Band, weder der Name geschweige denn ihre Musik sagte mir was. Aber wie so oft durfte ich mich eines Besseren belehren lassen. 

Was die vier Emsländer da auf die Bühne legen, ist faszinierend. 2011 gegründet, stehen sie 5 Jahre später schon auf zahlreichen Festival-Bühnen wie zum Beispiel beim Hurricane, Southside, Kosmonaut oder dem Deichbrand Festival - und das nicht zu unrecht. Man sieht sie beim Soundcheck und denkt sich „Joah, Schulband mit Talent, kann gut werden“. Dann aber geht‘s los. Niklas Keiser hat eine Stimme, die viele in den Schatten stellt und wenn man ihn nicht sieht, glaubt man nicht, dass da ein 18-Jähriger steht. Eine beeindruckende Stimme, die entfernt erinnert an...  ja, an wen eigentlich...? Spontan fällt mir 30 Seconds to Mars ein, aber durch das leicht rauchige auch irgendwie Kurt Cobain. Jedenfalls klingt sie nach jahrelanger Musikerfahrung und macht Lust auf mehr Songs. Dazu kommen noch die Gitarren- und Bassklänge von Christian Knippen und Lukas Bruns, sowie ein kräftiges Schlagzeug aus dem Background, an dem man Steffen Pott finden kann. Fertig ist eine Mischung aus Indie, Alternative und ein klein wenig Grunge. Man kann es nicht richtig festmachen oder einen Stil festlegen. Fest steht, dass hier etwas ganz Großes lauert. 

Quelle: www.razz-music.com
Das im Oktober 2015 erschienene Debüt-Album „With your Hands we’ll Conquer“ ist ein durchwegs
gelungenes Werk mit Stücken, die einen mitreißen. Den Einstieg macht „Black Feathers“. Dieses Lied hat mich schon auf dem Summernights Festival am meisten begeistert und ist auch jetzt mein absoluter Favorit, da es zwischen ruhigen Passagen und ordentlichen Krachern hin- und herschwenkt. „Youth & Enjoyment“, heißbegehrt auf Youtube und in den Amazon Rankings, geht ebenso gut runter und bietet ein super Sprungbrett über „Broken Gold“ zu „Postlude“ - einem weiteren Juwel auf der Platte. Insgesamt kann ich mich gar nicht weiter auf Highlights einschießen, es ist einfach in sich so rund und toll, dass ich einfach nur jedem empfehlen kann, sich das gute Stück einfach mal anzuhören und zu genießen.

Ich jedenfalls freue mich darauf, auch in Zukunft von den Jungs zu hören und sie hoffentlich auch bald mal wieder live zu sehen - dann hoffentlich aber mit einer längeren Bühnenzeit als 30 Minuten. Die waren nämlich für meinen Geschmack viel zu kurz.




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