Donnerstag, 16. Juni 2016

Gastartikel: Mark Forster - "Tape"

www.markforster.de
(mm) Lange habe ich drauf gewartet! Nun hat es doch noch fast 2 Wochen nach VÖ gedauert, bis ich es endlich mal anhören konnte.
Gesamteindruck? Groß! Eine tolle Mischung aus sehr tanzbaren Liedern, aber auch solchen mit textlichem und melodischem Tiefgang, die Gänsehaut verursachen.
Die erste Single-Auskopplung „Wir sind groß“ wurde auch prompt vom ZDF für die Übertragungen der Fußball-EM übernommen ‑ nicht zu Unrecht, wie ich feststellen muss. Zeilen wie „Wir fliegen weg denn wir leben hoch / Gewinnen alles und gehen K.O.“ untermalt mit den Bildern des aktuellen Spiels - perfekt! Da kann Das Erste mit Grönemeyer lange nicht mithalten.

Gefühlt hat Mark Forster uns mit "Au Revoir" (900.000 verkaufte Singles, deutscher Autorenpreis) gerade erst das mega-erfolgreiche Album "Bauch und Kopf" reingereicht und nebenbei mit dem Sideprojekt EFF lässig eine Singlechart-#1 hingelegt. Gibt aber trotzdem was Neues: Im April hat sich "Wir sind groß" schon mal breitbeinig in den Türrahmen gestellt und dafür gesorgt, dass man an Forsters neuem "TAPE" garantiert nicht vorbeikommt. 
(Quelle: http://www.markforster.de/news) 

Nun gehen wir aber mal durch das Album:

1)      Spul zurück: Super Einstieg ins Album - Ode an ein Mixtape mit dem Soundtrack des Lebens. Eingängige Melodie und jeder kennt dieses Gefühl, wenn man an die Lieder denkt, die man sich fürs Auto zusammengestellt hat.
2)      Sowieso: Egal was kommt, es wird gut sowieso... DER Motivationssong um gegen Murphy’s Law anzukämpfen. Nicht ärgern lassen, wird schon irgendwie - das ist der Grundgedanke und den finde ich gut und werde ihn bestimmt wieder brauchen.
3)      Schöner Scherbenhaufen: Ich kenne kein Album, das nicht irgendeinen Song als Tiefpunkt hatte - hier ist er also. Reißt mich gar nicht mit  - leider. Man hofft beim Durchhören dann auf bessere Lieder....
4)      Was Ernstes: Die ersten Töne laden zum Tanzen ein. Zwischendrin wird es wieder ruhiger, aber nur, um dann wieder abzugehen. Textlich kennt es wahrscheinlich jeder, der schon mal richtig verliebt war - die Sucht, die Abhängigkeit. Eine Liebeserklärung, die jeden zum Schmunzeln bringt.
5)      Wir sind groß: Tja was soll ich noch sagen, oben ist schon alles gesagt. Das Lied bleibt dank TV im Kopf und auf den Lippen - dauerhaft.
6)      Da fährt ein Bus: Ruhig, melancholisch. Je nach Situation vermutet man entweder Fernweh, Suche nach einem Ausweg. Manchmal ist es so ein „egal wohin ich will da fährt ein Bus [...] egal wohin ich komm dahin“. Leider der kürzeste Song - war über das abrupte Ende war ich schon überrascht und enttäuscht. Schade.
7)      Chöre: And dance again! Absolut der Song, bei dem die Meute auf Konzert das Springen anfangen wird - und ich am liebsten mittendrin. Freude pur! Hätte ich mir durchaus auch als den EM-Hit vorstellen können.
8)      Weiter (Right now): Das Leben ist ein Film, der immer weitergeht und bei dem man nicht weiß, was
als nächstes kommt. Entscheide aus dem Bauch heraus und lass dich überraschen, was das Leben für dich bereithält. Super Idee kombiniert mit einprägsamen Textpassagen (diese allerdings auf Englisch) und Musik, die wieder einfach nur Spaß macht.
9)      Willkommen zurück: Hmmm... weiß nicht. Nicht gut, nicht schlecht. Die inneren Geister wurden schon von anderen besungen. Passt gut rein, aber nichts Besonderes.
10)   Natalie: Beim ersten hören dachte ich nur „typische Männerentschuldigungen“ XD und doch ist das Lied tiefer, als man denkt. Geht es um die feste Freundin oder „nur“ um die beste? Weder noch! Forster besingt hier seine Schwester und dieser Fakt treibt mir dann beim wiederholten Hören doch ein Tränchen in die Augen. Unbedingt der Gänsehautbringer dieser Scheibe.
11)   Selfie: Erste Gedanken: Warum muss man jetzt auch noch Trends besingen? Antwort: Weil Mark es kann. Und das nicht mal schlecht. Ein Rückblick auf die eigene Vergangenheit  und ein Blick von außen auf sich selbst.... Wie viel man doch aus Selfies doch lesen kann und was eben nicht, beschreibt dieses Lied in einer Art und Weise, die einen doch wieder zum Nachdenken bringt. Sehr, sehr schön.
12)   Die beste Nacht: Und wieder ab in den Tanzmodus. Vorfreude, gute Laune und dann Party. Yeah! Brauch man nicht mehr viel sagen. Eindeutig auch einer der besten Songs.
13)   Für immer Forever: „Die Story, die ich immer wollte“ - die Beziehung, die niemals enden soll. Wunderschöne Liebeserklärung, über die sich sicher einige Frauen freuen dürften, wenn der Liebste sie so formuliert.
14)   Flüsterton: Nach Laut kommt leise. Auf TAPE ist es ein kleines stilles Lied zum Abschluss. Für mich jetzt auch nix besonderes, aber er rundet das Album wunderschön ab.
Als Special gibt es auf der Deluxe-Version des Albums mal keine Musik und Akustik-Versionen sondern 3 Doku-Parts „Filming Tape“ (jeweils als mp4- und wmv-Format). Für mich als Fan von Extras bei Filmen natürlich ein tolles Goodie. Mag halt aber auch nicht jeder. Aber es zeigt sehr schön, woher die durchaus unterschiedlichen Songs kommen.

Fazit: Für mich persönlich ein wahres Meisterwerk mit Auf und Ab der Stimmungen und es holt einen in fast jeder Lebenssituation ab. Ganz viel Herzblut, das man auch hört. Einfach nur schön. Identifikation mit den Liedern: 90%. Mark Forster hat mit diesem Album den Sprung nach ganz weit vorn geschafft. 

Im November und Dezember darf man dieses Schmankerl dann auch live erleben:

24.11.    Dresden
25.11.    Kassel
28.11.    Zürich
02.12.    Saarbrücken
03.12.    Aurich
05.12.    Oberhausen
06.12.    Münster
07.12.    Kiel
09.12.    Schwerin
10.12.    Bielefeld
11.12.    Bremen
15.12.    Berlin
18.12.    Erfurt
19.12.    Offenbach
20.12.    München


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