Donnerstag, 17. März 2016

Nada Surf - You Know Who You Are

Elliot, Lorca, Caws, Gillard. Quelle: legrandmix.com
(ms) Wie sagt man so schön: Wenn die Helden der Jugend alt werden. Ja, Nada Surf sind nicht mehr die jüngsten. Das wissen sie auch und lassen es auch ihre Fans mit dem Titel ihres aktuellen, achten Albums wissen: You Know Who You Are.
Derjenige, der weiß, wer er ist, hat es gut. Nada Surf haben es gut.
Sie sind und bleiben einfach die Könige des Indie-Lovesongs. "The Proximity Effect" und "High/Low" haben ihnen die Türen geöffnet zu den großen Bühnen, zu einer irre großen Fanschar, die ihnen mittlerweile über 20 Jahren treu ist. "The Weight Is A Gift" war ein wirklich noch starkes, abwechslungsreiches, rockiges Album. Danach wurde es etwas dünn auf den Alben. Worüber noch schreiben als Familienvater, der sich irgendwie schon auf einer tollen Karriere ausruhen kann?! Die großen Liebessongs sind es nicht. Denn sie sind ja jetzt inside of love.
Dass sie aber doch Bock auf die großen Bühnen, Gigs ohne Ende und neue Songs haben, beweisen sie hiermit ein Mal mehr."You Know Who You Are" ist keine Überfliegerplatte. Das hat auch niemand erwartet. Ein zweites "Always Love" kommt einfach nicht mehr. Aber das ist nicht schlimm. Sie haben sich mit Doug Gillard ein viertes Bandmitglied geholt, der vorher schon live mit auf der Bühne stand. Somit ist live auch mehr Gitarre drin, im Studio kann man ja etwas experimentieren.
Nada Surf habe ich das erste Mal vor elf Jahren in Gelsenkirchen beim "Sport+Freunde Festival" gesehen. Seitdem komme ich nicht los von ihnen. Es ist wie eine Sucht. Sie machen einfach gute Musik. Punkt. Dazu sind sie so unheimlich sympathisch und immer gut drauf.
Das neue Album hat zwei, drei, vier starke Songs, der Rest taucht schlicht und einfach unter "ferner liefen" auf. Diese Songs sind: "Cold To See Clear", "New Bird", "Out Of The Dark" und "Rushing".
  • Cold To See Clear: Erste Single, beginnt ganz ruhig, ein toller Opener für ein Album. Dann kommen die starken Gitarren rein. "What I Arrived To, The Radio took me..."
  • New Bird: Vom Text her einfach schön, daher lohnt sich schon die Anschaffung des Albums. Die Vinyl-Version gibt es mit tollem Gatefold-Cover. Der Song treibt voran, geht ab. Hymne für einen schönen Sommertag am See.
  • Out Of The Dark: Erstmals seit langem vernimmt man Trompeten auf einem Nada Surf Song. Wer mir aus dem Stehgreif (außer "The Fox") ein anderes nennen kann, meldet sich bitte. Zudem: "You Don't Have To Run Around The Park, You Don't Have To Be Some Kind Of Hero". Ja, sie sind noch da für die großen Zeilen.
  • Rushing: Das Lied funktioniert in all seiner Schönheit nur mit dem Video zusammen. Damit ist alles gesagt.
Nada Surf, auch wenn älter geworden, sind sie eine große Band und garantieren gute Musik.
Ein Besuch ihrer Konzerte ist immer sinnvoll. Also, auf auf dorthin:

03.04.2016 - Hamburg - Mojo
04.04.2016 - Köln - Live Music Hall
05.04.2016 - Dortmund - FZW 
07.04.2016 - Amsterdam - Melkweg
17.04.2016 - Stuttgart - LKA
18.04.2016 - Berlin - Huxley's
19.04.2016 - Nürnberg - Hirsch
20.04.2016 - Wien - WUK
21.04.2016 - München - Muffathalle
22.04.2016 - Zürich - Dynamo



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