Samstag, 12. Dezember 2015

Der große musikalische Rückblick 2015, Teil 12: Laut, Laut, Laut, Laut!

lightworkers.org
(ms/ts) Die letzte große Frage des musikalischen Fan-Daseins: Was macht uns zu Fans? Warum finden wir einige Musik so lebenswert, dass wir dafür unser letztes Hemd geben würden, und andere Songs und Lieder berühren uns überhaupt nicht?! Wahrscheinlich ist es ein Mix aus Einfallsreichtum, Kreativität, Äußergewöhnlichem, Varianz und dass es verdammt noch mal im Ohr hängen bleibt. So ist es kein Problem mehrere Stile gut zu finden, solange die Musik, die Songs, die Arbeit, die darin steckt, ein kleines Feuer im Hirn entzündet, dass uns aussetzen lässt und manchmal auch zu totalem Gaga abgehen lässt wie Sau. Wenn man ein so feines Gespür dafür hat, welcher Musiker was machen kann und wo seine Stärken liegen, dann heißt man mit großer Wahrscheinlichkeit Tobias Siebert und ist ein Tausendsassa. Er selbst macht Musik unter dem Namen And The Golden Choir, war Mitglied bei Delbo und Klez.e. Daneben hat er Bands wie Marcus Wiebusch, Virginia Jetzt!, Herrenmagazin, Enno Bunger oder Hund am Strand produziert. Wir sind froh, dass er uns hier heute seine drei Lieblingsalben des Jahres vorstellt!

Top 3 Alben des Jahres

1. Anna von Hausswolff - The Miraculous


Anna von Hausswolff hat mich vor einigen Monaten mit Ihrem Stück "Mountains Grave" so sehr verzaubert, dass ich sogleich gespannt auf ihr neues Album "The Miraculous" war. Und das ist ein ganz fantastisches Orgelwerk geworden. Die Schlieren weiter Gitarrengirlanden und die Doom Metal artige Orgelwucht trägt Annas starken Gesang weit über Wasser. Manchmal fühle ich mich ein klein wenig an Lisa Gerrard erinnert. 



2. Doldrums - The Air Conditioned Nightmare 

Auf dieses Album hat mich mein Label Cargo Records gebracht. Die Doldrums loopen oft und gern Teile zusammen, die aus ihren eigentlichen Liedern sein könnten und dann irgendwie das eigentliche Lied ergeben. Ergibt das Sinn? So klingt ihre Musik trotzdem sehr sehr rund und sogar live eingespielt weil nicht im langweiligen Raster der Sequenzer platziert. Ein großer Blick auf Rhythmen und Elektronik. Sehr energetisch und lief deshalb bei mir über Monate auf jeder Fahrt.



3. Die Nerven - Out 

Endlich mal wieder eine Band, die auch was zu sagen und zu schreien hat. Mir wird bei deutschen Texten ja meistens schlecht. Bei den Nerven geht mir das nicht so. Mich erinnert das an mein "Boys don´t cry" Album. Irgendwo diese Haltung. Lange Teile Musik. Three imaginary boys...



Und hier noch Tobias' eigene Musik, weil sie so zauberhaft schön ist:


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