Freitag, 11. Dezember 2015

Der große musikalische Rückblick 2015, Teil 11: Gute Orte, schlechte Orte!

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(fk/sf) Unser heutiger Jahresrückblick stammt von Flo aus St. Gallen. Politisch in der Heimat sehr engagiert, aber eigentlich überall auf der Welt zuhause und offen für alles und jeden. So verwundert es nicht, dass sich hier Bands aus England, den USA und eine überragende Geschichte aus Litauen die Klinke in die Hand drücken. Außerdem erfahrt Ihr etwas über schlechte Orte für eine gute Zeit und eine Stadt zum Sterben - aber bis dahin dauerts ja hoffentlich noch a bisserl... Viel Spaß!




Album des Jahres:


Roots Manuva – Bleeds

Auch in diesem Jahr eine schwierige Entscheidung, denn einige bewährte Kräfte wussten zu gefallen, z.B. Blur, Noel Gallagher oder auch The Libertines. Aufstrebende und talentierte Künstler brachten ebenfalls großartige Platten heraus wie beispielsweise Everything Everything, Sufjan Stevens oder Kurt Vile.

Meine Wahl zum Album des Jahres fällt aber auf den Londoner Hip Hop-Routinier Roots Manuva. Die Dichte an erstklassigen Songs auf dem Album gab den Ausschlag für diese Entscheidung. „Don’t Breathe Out“, „Stepping Hard“, „I Know Your Face“ und „Fighting For?“ - lasst euch auf dieses Album ein, es lohnt sich.





Songs des Jahres:

1. The Chemical Brothers – Go

Stell dir vor, es ist Anfang Juni, du sitzt mit guten Freunden gemütlich in einem Biergarten in Litauen. Hinter dir hörst du Studenten, die sich über das Nachtleben in Vilnius unterhalten. „Heute sind ja noch die Chemical Brothers in der Stadt“, sagt der eine. „Schon ausverkauft“ meint der andere. Ein paar Stunden später kaufen ein Kumpel und du von einer Familie (Frau, Mann und Großmutter), jeder von ihnen in schicken Traineranzügen gewandet, Karten für das Konzert.  Drei Stunden später läufst du raus und denkst, das war GROSSARTIG, was für ein FEST! Stell dir das mal vor.



2. Kate Tempest – Bad Place for a Good Time

Stell dir vor, es tritt eine der talentiertesten Künstlerinnen aus England auf und kaum jemand schaut hin. So geschehen am Konzert von Kate Tempest am diesjährigen Open Air in St.Gallen. Zu Beginn des Auftritts war der Platz vor der kleinen Sternenbühne gähnend leer. Im Verlauf des Konzerts änderte sich das jedoch. Die charismatische Rapperin, Lyrikerin, Theater- und Romanautorin begeisterte mit ihrem emotionalen Auftritt und mit ihren genialen Songwriting die Festivalbesucher.




3. Lower Dens – To Die in L.A.

Ich war ziemlich müde und wollte eigentlich nach Hause gehen.  Irgendeine innere Stimme führte mich jedoch auf dem Nachhauseweg in das schöne Konzertlokal Palace in St.Gallen.  Dort traten an diesem Tag Lower Dens auf.  Jana Hunter und ihre Band legten einen melancholischen Auftritt hin und sangen gleich zu Beginn einen Song, der mir nicht mehr aus dem Kopf geht....


 

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