Donnerstag, 12. November 2015

Live: Steaming Satellites in Dortmund

(cg) Anfang November spielten die Salzburger Spacerocker Steaming Satellites ein großartiges Konzert im Dortmunder FZW. Die Band, die 2008 schon Portugal. the man supported hat, hatte mit den Giant Rooks aus Hamm diesmal selbst einen vielversprechenden und durchaus überzeugenden Act als Vorband im Gepäck. Zusammen mit den ca 100 Konzertbesuchern haben die beiden Bands richtig einen durch's FZW getreten. Nicht einmal die Grippe von Max Borchartd, Sänger der Steaming Satellites, konnte sie davon abhalten.



Aber der Reihe nach. Einlass um 19 Uhr, das letzte Bier wurde noch schnell vorm Eingang geleert (ca 19.50 Uhr), da hörte man auch schon die ersten Töne der Giant Rooks. Da keine Vorband auf dem Ticket stand, wurde erst gerätselt, wer da wohl spielen möge und dann, da diese ersten Töne super gut  klangen, ging es ganz schnell in Richtung Bühne.



Dafür, dass die Musik so gut war, sind die fünf Jungs aus Hamm definitiv 10 Jahre zu jung. Später konnte ich Sänger Frederik ein bisschen am Merchandise bedrängen und habe erfahren, dass sie seit einem Jahr zusammen musizieren aber alle fünf schon lange Musiker sind und die Leidenschaft zur Musik sie verbindet. Sympathisch. Und diese Leidenschaft hat man ihnen angemerkt. Großartiger Sound, solide, treibende Songs und eine tolle Stimme, die mich sehr an Milky Chance erinnert hat. Den Vergleich habe ich auch nicht als erste gezogen, das hört er öfter. Ist aber auch nicht das Schlechteste, was man einer jungen deutschen Band heute sagen kann, eine herausragende Stimme kann ja bekanntlich Türen öffnen. Und das wissen wir nicht erst, seit Annenmaykantereit.
Eine erste EP nehmen sie gerade auf und auf YouTube gibt es einen Vorgeschmack, den ich allen nur empfehlen kann:

Dann dauerte es auch nicht lange, bis die Satellites die Bühne betraten. Und sie waren sofort zu 100% da. Was für eine Bühnenpräsenz. Der ganze Raum war sofort gefüllt von einer elektrisierenden Stimmung und einer vorantreibenden Energie. Schon 2013 spielte die Band ein für mich bis heute unvergessenes Konzert in Dortmund, die Erwartungen waren also hoch.



Und sie wurden erfüllt. Gute anderthalb Stunden jagten die Österreicher einen Song nach dem Anderen über die Bühne und heizten dem Publikum ordentlich ein. Zuerst einige Songs von den früheren EP's 'The Mustache Mozart Affaire' von 2012 und 'Slipstream' von 2013, dann auch viel Neues von der 2015er EP 'Steaming Satellites'. Das neue Material fand Anklang, am meisten gefeiert wurden aber die Songs 'How dare you', 'Witches', 'The Sea', 'Another Love' und 'Notice'. Es gab auch viel Kontakt zum Publikum, was ja immer ein Pluspunkt ist. Max gestand eine schlimme Grippe, die uns allen fast den Abend gekostet hätte, aber zum Glück musste das Konzert nicht vorzeitig beendet werden. Der Qualität des Auftritts schadete sie nicht, es gab sogar eine Zugabe, die einen würdigen Abschied in die Nacht bildete. Ein großartiges Konzert, keine Wünsche mehr offen.
Solltet ihr noch die Chance haben, die Steaming Satellites am 13. November in München oder am 14. November in Salzburg zu sehen, nutzt sie! Noch sind die Karten bezahlbar, ich wünsche ihnen aber noch größere Touren in noch größeren Hallen, auch wenn ich kleinere Konzerte immer besser finde. Die Jungs hätten es verdient.


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