Montag, 9. März 2015

Tubbe, "Keine Arbeit, lieber tanzen"

(ms) Freitagabends, du gehst mit deinen besten Freunden los, erst vielleicht ein paar Bier und was leckeres Selbstgekochtes bei dir zu essen, sanfte Musik im Hintergrund, man bequatscht, was so los war in den letzten Tagen. Merklich steigt die Stimmung, ihr lacht euch halb tot über die besten Geschichten, geht euphorisiert los in euren Lieblingsclub, starke Beats und derbe Hooks lassen euch bis morgens tanzen. Samstag, erst leicht verkatert, zu späterer Stunde kommt aber der Gedanke, dass man das am besten einfach nochmal machen sollte. Gesagt - getan. Cut. Sonntag, blauer Himmel, bestes Frühlingswetter, ab an den See, Picknickdecke, die Sonnenstrahlen kitzeln im Gesicht. Euer Soundtrack des Wochenendes mit wehmütigem Blick auf den verhassten Montag: "Keine Arbeit, lieber tanzen." Interpret: Tubbe. Jetzt mit neuem Album, das am Freitag via Audiolith in allen vorstellbaren Formaten erscheinen wird.

Quelle: hoerbefehl.com
Tubbe?! Schon mal gehört, genau, mit "Liebe. Fertig." unter anderem, das war 2012. Jetzt steht das neue Album in den Regalen und wir raten dringend, es euch zuzulegen! Es ist nämlich nicht nur extrem tanzbar, sondern watet mit Gesellschaftskritik und Sprüchen auf, die am besten in großen Lettern an große Wände gehören, gespayt, getaggt, egal!
Dass das ganze auf hohem Niveau geschieht, wundert nicht. Stefanie ist studierte Musikerin (E-Bass), Klaus ist Sounddesigner. Profession trifft auf Leidenschaft trifft auf starke Beats mit Texten, die schnell im Kopf hängen bleiben. Das ganze geht auf Deutsch und auf Englisch. Das nervt bei einigen Bands, Tubbe verpacken das so gut, dass es nicht auffällt, positiv gemeint.
Das beweist sich direkt im Opener "Sechzehn Zwerge", wer da schon nicht still halten kann, dem ist definitiv nicht zu helfen. Der "Punkopa" erinnert etwas an eine aktuelle Versicherungs-Werbung, ist aber wesentlich cooler und als Anregung zu verstehen, dass man mehr im Hier und Jetzt leben, sonst heißt es doch "one day, baby, we'll be old... ." "Dummheit sticht Armut" ist eines der Slogans, die man sich tätowieren möchte. Zudem ist es eine ausgezeichnete Single mit einem gewalttätig-knuffigen Video (s.u.). "In Berlin" bringt all die Parolen auf den Punkt, die sowohl den Kitsch, die Realität und die Vorurteile, die die Stadt betreffen, auf den Punkt bringen: "In Berlin, da darf man das!"


Doch nicht nur diese exemplarisch herausgepickten Songs wissen zu überzeugen, alle 10 Tracks bieten Sommer, gute Laune, Widerstand, Tanzen, Liebe. Live geht das auch ab, und zwar hier:

20.03.2014 Hamburg - Molotow
02.04.2015 Berlin - Privatclub
11.04.2015 München - Milla
16.04.2015 Hannover - Café Glocksee (mit Egotronic)
17.04.2015 Oberhausen - Druckluft
18.04.2015 Münster - Gleis 22 (mit Egotronic)
25.05.2015 Weissenhäuser Strand - L-Beach
30.04.2015 Dresden - Scheune (mit Egotronic)
01.05.2015 Frankfurt - Zoom (mit Egotronic)
02.05.2015 Köln - Gebäude 9 (mit Egotronic)
15.05.2015 Leipzig - Täubchenthal (mit Egotronic)


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