Montag, 22. Dezember 2014

Der große musikalische Rückblick 2014, Teil 22: Blühende Landschaften an Ruhr und Emscher



(sf/ms) So Leute, übermorgen ist Weihnachten, der ein oder andere von Euch hat wahrscheinlich schon Urlaub oder Ferien und liest diese Zeilen erst, wenn er völlig abgehetzt aus der Stadt zurückkommt, wo er die letzten Geschenke immer noch nicht gekauft hat und sich morgen nochmal ins Getümmel stürzen muss.

Hinter dem heutigen Türchen des luserlounge-Adventskalenders präsentiert uns Marc seine Highlights des Jahres 2014. Bisher kennt man Dortmund in erster Linie für seine Klischees: Ruhrpott, Malochen, Gelb-Schwarz und Kevin Großkreutz. Doch die Stadt
http://www.marcsuski.de/artwork.html
hat viel mehr zu bieten, hat sich zwar seinen Industriecharme bewahrt, beherbergt jedoch seit jeher auch eine lebendige Kunst- und Musikszene, die ständig wächst und nicht zuletzt durch den Erhalt des Museums am Ostwall nochmal einen Aufschwung erleben dürfte. Auch Marc ist Teil des Ganzen, gestaltet demnächst als Sieger des Ideenwettbewerbs die stark frequentierte NordWest Passage und hat sich auch als T-Shirt- und CD-Artwork-Designer (u.a. Therapy? und One Fine Day) bereits einen Namen gemacht.


Lieblingsalbum 2014

SISTERKINGKONG – Daily Grind

Sisterkingkong sind die Dortmunder Alternativeband der Stunde. Nach „She Sees Wolves“ von 2012 legen die Herren und die Dame um Sänger Dirk Cebu Geisler nun eine wunderschöne 180g Vinylplatte nach, die deutlich macht, dass die Band ordentlich an Songwriting dazugelernt hat. Klang das Debut-Album noch wie lange Fahrradtour durch spätsommerliche Weizenfelder, also recht eintönig (aber nicht schlecht, nur eben alles auf A dur!), ist „Daily Grind“ eine abwechslungsreiche und fein produzierte Platte. Die Songs zitieren die Beatles, die Pixies, Tom Petty und Bob Dylan, und das alles im besten Sinne! Grand Hotel van Cleef-Fans werden ihre helle Freude haben!




Lieblingstracks 2014

1.                  U2  - The Troubles

Klingt komisch, is aber so. Der Abschlusstrack von U2s umstrittenem Album „Songs of Innocence“, produziert von Danger Mouse, ist ein hypnotisch-langsam dahingroovender Runterzieher, der Refrain wird von Lykke Li gesungen, und was sich im ersten Moment anhört wie eine Schnapsidee, ist wahrscheinlich das Beste, was dem Song passieren konnte. Und wenn The Edge am Ende in ein episches Gitarrensolo einsteigt, der Song DANN aber ausfadet, bekomme ich jedes Mal die Krise!




2.                  Enno Bunger – Regen

„Regen“ ist so richtig was für Leute mit Trennungs-Nachwehen. Der Song ist zwar schon aus 2012, hab ihn aber erst dieses Jahr entdeckt. Ganz groß!
  




3.                  White Lies – Getting Even

Auch schon aus 2013, aber wie das manchmal so ist, zünden einige Songs erst nach einiger Zeit, so wie bei diesem aus dem letzen Album „Big TV“.
Synthisounds, fette Riffs und darüber Harry McVeighs Baritonstimme, die in bester Post Punk / Joy Division Manier auf dem Grad zwischen Pathos und Nüchternheit wandert. Genau mein Ding!






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