Sonntag, 21. Dezember 2014

Der große musikalische Rückblick 2014, Teil 21: Läuft bei dir, oder?

(mb) Um im guten Ton der aktiven Luser zu bleiben komplettiere ich nun nach meinen drei Kollegen die interne Hitparade. Und wie schwer ich mir getan habe! Nach Wochen des Grübelns, welche Platte die ominöse Betitelung „Album des Jahres“ verdient hätte, geschweige denn die Auswahl der besten Tracks bei so viel fragmentiertem Streamingdienst Musikkonsum - keine Entscheidung. Nur Intuition. Und ja, Streamingdienst und heißgeliebte Plattensammlung sehe ich komplementär nicht substituierend. Der Weg aus der Krise ist ohnehin geebnet, erwarten die Musikindustrie den ersten positiven Turnaround seit langem. Jetzt aber einfach straight zu meiner Selektion. Dass man etwas vergessen oder nicht gehört hat, "gehört" einfach zur Musik dazu. Deswegen  mein Plädoyer für mehr genaues Zuhören als schnelles anhören und weiterskippen. „Läuft  bei dir?“ – Lieber läuft es mal nicht, muss ja auch nicht alles…

Lieblingstracks 2014:

5. Hudson Mohowke – Chimes.
Geiler Imperator Beat, komplett irres Partybrett. Dachte kurzzeitig bei unserer WG-Party dass der Beat den Altbau zum Einsturz bringt. Abriss.



4. Vacationer – Wild Life
Die Perversität im Büro mutet ab und zu dem Alltag eines Zirkus an. Sich alle Kollegen bei einer Präsentation nackt vorstellen hilft manchmal Wunder. Mit diesem Song geht es noch leichter. Affenzirkus.



3. Alt-J – Left hand free
Absolut gehyptes Album 2014. Das zweite Album ist immer die Kür und die Bestätigung des Erstlings. Meiner Meinung nach sensationell gelungen, sinnentleerte Texte, abwechslungsreiche und teilweise bizarre Instrumentierung (wenn die Flöte wieder cool wird und der Hipster mit der Blockflöte bald an der Ecke steht – wait for it). Dennoch nicht durchwegs konstant, deswegen auch kein Album des Jahres. Der Song ist aber einfach F.R.E.S.H



2. Mikhael Paskalev – I Spy
Der Song ist eigentlich aus 2012, ist mir aber erst dieses Jahr unter die Nägel gekommen. Bei dem Song bin ich ganz schön oft ganz schön crazy durchs Zimmer gesprungen. Die Nachbarn auf der gegenüberliegenden Straßenseite haben mich verstört angesehen und die Rollos runtergezogen. Stimmung hoch!



1.Benjamin Booker – Violent Shiver
Krankes Rock´n`Roll Brett. Bei dem Genuschel versteht man  fast nicht um was es geht. Aber wie oft saß ich vor einer Präsentation und bin nicht weitergekommen und kam mir im stillen Büro wie der absolute Rockstar vor. Most played dieses Jahr bei mir und deshalb auch zurecht Nummer 1, vor allem wenn ein 22-Jährige mal wieder zeigen muss, was Rock´n`Roll ist.



Album des Jahres:
Bears Den – Islands.

In der engen Auswahl standen einige Acts. Aber mein folkloristisches Herz hat einfach gesiegt. Seit Jahren bin ich auf der Suche nach den nächsten mitreißenden Folk Hits, hier und da werde ich positiv überrascht, in der Gesamtheit aber einfach zu selten. Bear´s Den hat ja mit "Agape" 2013 bereits eine beeindruckende EP veröffentlicht. Dass das Album dann aber so bombastisch wird, war tatsächlich nicht abzusehen. Deswegen meine absolute Empfehlung. Ich befürchte nur dass die Band bald kein Geheimtipp mehr sein wird. Deswegen freue ich mich jetzt schon auf das Konzert im kleinen Kreise im Februar. Manchmal kann es eben sehr schnell gehen.



Bester Live –Act dieses Jahr: Beatstaks und Augustines. Mit Abstand.
Bester Festivalsong: Beatsteaks – Make a wish. 
Knapp an den Top 5 vorbei
The new basement tapes – Kansas City
The Antlers – Hotel


Da ich mich eigentlich nur sehr sehr schwer entscheiden kann, welche die besten Songs aus 2014 sind, habe ich einfach mal eine Spotify Playlist für mich gemacht. 46 Top Tracks sind drin und ich will diese auch Euch nicht vorenthalten. Lust mal rein!

Frohes Neues!

Spotify List: 2014 Top Tracks

Mach mal einen 

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