Freitag, 25. Juli 2014

Warum SOHN es schaffen werden!

(ms) (Pop)-Musik wird derzeit immer elektronischer. Sowohl die Mainstreamsachen im Radio als auch der noch so letzte Hype im Independent-Bereich. Marcus Wiebusch, der alte Punk-Hase, experimentiert mit elektronischen Beats und HipHop-Kram. Bands wie Alt-J, die nicht nur extrem genial sind, sondern auch mit "An awesome wave" ein grandioses Debut vor zwei Jahren hingelegt haben und im September mit dem Nachfolger bestimmt noch einen draufhauen, und dabei mit Rhythmen und Synthesizer spielen. Das schlechteste Beispiel wären sicherlich Linkin Park, die vor Dekaden mal gut waren und naja, den Rest könnt ihr euch denken. Seit ein paar wenigen Jahren erlebt Dubstep in Form von Pendulum beziehungsweise Knife Party einen riesigen Schwung nach oben. In angesagten Discos ist es den ganzen Abend lang elektronisch. Und dabei geht es wirklich richtig ab! Skrillex wurde wahnsinnig gehypted!


Die beste Brücke zwischen Radiomusik und hohen Lobgesängen in Indie-Musikzeitschriften wie Spex oder Intro schafft derzeit SOHN. SOHN ist Christopher Taylor mit seinen zwei Kumpanen. Laut dem Internetwissenslexikon Wikipedia wird seine Musik schon als Post-Dubstep bezeichnet, was auch immer das jetzt genau sein soll. Wir nehmen es mal so hin. Er war kein unbeschriebenes Blatt, als er die internationale Musikbühne betreten hat. Vorher hat er sich mit Trouble Over Tokyo ausprobiert. Seit zwei Jahren veröffentlicht er unter dem Namen SOHN. Natürlich immer groß geschrieben!
Woher der deutsche Name? Eigentlich ist die Erklärung ganz simpel: Statt in London lebt Taylor seit mehreren Jahren in Wien und irgendeine brilliante Idee brachte ihn wohl schon dazu sich so zu nennen.
Taylors Musik ist komplett elektronisch bis auf den analogen Bass, der aber sicherlich auch noch ein paar Verzerrer und Sythies durchläuft bis der schlussendliche Klang aus den Boxen strömt. Mit Keyboards, iPad und allmöglichem anderen Gerät bis an die Zähne bewaffnet erobert er derzeit die Bühnen der Welt.

theguardian.com
Die Musik ist genauso eingängig wie genial. Seine grandiose Stimme, die wohl für einen Chorknaben geeignet wäre, verfeinert die Beats und Rhythmen. Er erreicht schwindelerregende Höhen und kommt ebenso schnell wieder auf den Boden der elektronischen Tatsachen. Er vereint Sounds, die ins Ohr gehen und gern auch da bleiben mit Beats, die das Tanzbein zu diversen Aktivitäten locken.
Sein Debut "Tremors", das im Frühjahr rauskam, war ein wahnsinniger Erfolg. Wer ihn live sehen konnte, wie beispielsweise beim Melt!-Festival, konnte sich glücklich schätzen im Publikum zu stehen. Na klar, ist das eine umwerfende Atmosphäre vor Ort, und SOHNs Musik fügt sich dort nahtlos ein. Er nimmt das gebannte Publikum mit auf eine Reise und drüber hinaus lässt er sie im besten Fall gar nicht mehr los. "The Wheel" ist ein Hit der begeistert. "Artifice" ist beinahe schon viel, viel besser. Wären wir böse, könnte man es auch von Justin Timberlake singen lassen. Der wüsste aber sicherlich nicht wie man den ganzen Song zusammenbaut.

Derzeit tourt er quer durch Europa, im Herbst durch die Staaten. Wer in Wiesbaden, Düsseldorf, Berlin, Freiburg, Hamburg oder Umgebung wohnt, sollte sich auf den Weg machen und sich schnellstens ein Ticket kaufen.
SOHN hat mit Brillianz die Zeichen der Zeit erkannt, gedeutet und für seinen Vorteil umgesetzt. Daher wird er es schaffen sich oben im Musikbusiness festzusetzen und ganz zweideutig den Ton angeben!

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