Freitag, 9. März 2012

Salz und Pepper. Ein schaurig - schaukliges Vergnügen.


(mb) Auf hoher See. Die Wellen schaukeln das Schiff gehörig. Es ist auf Kurs. An der Reling steht ein Pärchen. Sie schaukelt seine Hoden gehörig. Sie sind auf Schmusekurs. 
Mein Blick wendet sich beschämt ab und trifft den gerade an Deck kommenden Sergeant. Sergeant Pepper. Er trinkt eine Dr. Pepper. Die schmeckt bei diesem Wetter besonders lecker. 
Er kommt an mir vorbei. Ich frage, warum er Sergeant und nicht Kapitän sei. 
Der Sergeant sagte, dass diese Frage durchaus an ihm nage. 
Verlegen sieht er zu Boden, dann auf des Mannes schaukelnden Hoden und dann mich wütend an. 
Der Zuckerüberschuss bringt sein Blut gehörig in Wallung, stelle ich fest. „Sagen Sie, warum fragen Sie? Ich traurig Knopf, war doch stets mein Wunsch Lokomotivführer zu werden in meinem Kopf. “ 
Diese Fragen plagen ihn schon lange und unter dem beruhigenden Meeresklange wurde mir auf einmal bange. 
Er verlor erst sich, dann die Beherrschung. Er rastete aus, zog das Messer heraus, ging zur Reling und schubste die Hodenschauklerin über Bord. Es war Mord.
Des Sergeant´s schwellende Blutgier machte auch nicht halt vor dem konsternierten Knaben, der ohne seine Hoden im hohen Bogen und ohne zu fragen über die Reling flog. 
Irrwitzig grinsend und blinzelnd stand er in der Mittagssonne. Nun steht er an der Reling und sieht mich an. Identifiziert mich als Auslöser allen Übels. Mir wird übel. Kein Kübel in der Nähe, nur Meer in der Ferne. Mit großen Schritten und blutverschmierter Mördervisage kommt er auf mich zu. 
Ich weiche seinem weichen Blick aus. Ich stammele und sammele mich. Er fesselte und kesselte mich. Letzteres bedeutet, dass ich mich wieder über einen riesigen Kessel fand. Ich das Salz, er der Pepper. In der Suppe. Es wurde heiß. Wäre er doch Lokomotivführer geworden, dachte ich. 

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