Freitag, 24. Februar 2012

Keine Sorge, Liebes! Es ist anders als du denkst.

(mb) Ob das denn nun alles sei, kam es mir heißer aus deiner Kehle entgegen. Ich halte einen Moment inne und überlege. 
Ich habe das Gefühl, dass du mir nichts mehr zu sagen hast. Ich hasse es. Suche nach einem adäquaten Thema. Erfolglos. Ich weiß so gar nicht, was dich  eigentlich interessiert. Ich weiß nur wie du bist. Immer in Bewegung. Immer in Eile, nie gestresst. Souverän im Auftreten.
Deine großen Augen lachen immer. Meine Augen werden groß und lachen, wenn du dich nach vorne beugst und mir was zeigen möchtest. Immer. Mein Herz tanzt bereits, wenn deine Brüste nur zu wippen beginnen. Doch du irritierst mich. Kaum haben wir uns nichts mehr zu sagen, bist du schon in einem Small Talk mit dem Nächstbesten. Das verletzt mich. Irgendwie. Du hast mir doch so viel gezeigt. Soviel Neues. Und meinen Geschmack dabei so oft vorzüglich getroffen. Du bist schlau. Doch trotzdem haben wir immer nur über das Eine geredet. 
Dein streng zurückgebundenes Haar, deine roten Pausbacken, die stets zu glühen schienen, als ob du gerade von der kalten Luft draußen reingekommen wärest. Mir gefällt das. Du bist nicht süß. Ich mag süße Frauen. Es frustrierte mich. Ich aß mehr, wurde dicker. Ich kann dir keinen Vorwurf machen. Immer gabst du mir alles, was ich von dir verlangt habe. Und ich war nicht zimperlich. Aber ich kann nicht mehr so weitermachen. Du hast mich hypnotisiert. Vieles was ich vorher nicht mochte, mochte ich auf einmal. Aber nur, weil du es mir gegeben hast.
Gelbwurst, Bressack, saures Lüngerl. Geht´s noch? Ganz zu schweigen davon bin ich pleite. Der Obazda geht ganz schön ins Geld. Es tut mir Leid, meine WurstthekenLOVE.
Endlich erwidere ich ihr, dass dies alles sei. Schnell drehe ich mich um und ohne aufzusehen verlasse ich schweren Schrittes die Metzgerei. Und mein Metzgermädchen.









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