Donnerstag, 10. November 2011

We proudly present to you: MONDAY TRAMPS!

--> Update:Neuer Text zum Debütalbum!

(mb) Montagmorgen. Jeder kennt das Gefühl. Man blickt verschlafen zum viel zu früh klingelnden Wecker und kann es kaum glauben, dass das Wochenende bereits wieder vorbei ist. Wie oft spielt man mit dem Gedanken, nachdem man die Rollos hochgezogen und einen Blick ins triste Morgengrau geworfen hat, in der Arbeit anzurufen und sich einfach krank zu melden. Nur um wieder zurück ins warme Bett zu steigen und sich in seinen Daunenwickwams einzuhüllen und den Körper die nötige Ruhe zu verschaffen, die er nach den wochenendlichen Eskalierungen nötig hat. Doch Pflicht ist Pflicht, also aufstehen und die morgendliche Routine abspulen. In Oberbayern ticken die Uhren zwar genauso, der Wecker klingelt aber nicht montagmorgens. Wenn der Abend lang war, muss die Nacht zwangsläufig nicht kurz sein. Genau diese Einstellung der bayerischen Gemütlichkeit haben die drei Bandmitglieder der 2010 gegründeten MONDAY TRAMPS mit in die Wiege gelegt bekommen.

Nicht nur die bayerische Gemütlichkeit haben die drei mit der
alpenvorländlichen Muttermilch aufgesogen, sondern auch die Begeisterung und Leidenschaft für handgemachte, selbstkomponierte und arrangierte Musik. Da in der heutigen Zeit die wenigsten Bands auf allerlei technische Hilfsmittel verzichten und sowieso die großen Melodien der Vergangenheit angehören, haben die Monday Tramps ihre musikalischen Inspiration in den 60ger Jahren. Von den Rolling Stones über Bob Dylan bis zu den fuer die Tramps als groesste Inspirationsquelle geltenden Beatles sind die Vorbilder als musikalische Wurzeln identifiziert.
Die Drei betrachten sich nicht als die legitimen Erben dieser Bands, da die Fußstapfen ohne jeden Zweifel für jede Band der Welt zu groß wären, jedoch soll das musikalische Vermächtnis dieser großartigen Musikgruppen nicht sterben, sondern belebt werden. Die Band um Bassist Dominic Barden, Schlagzeuger Max Blank und Gitarrist /Singer-Songwriter Tom Appel versuchen mit ihrer Musik den Spirit und vor allem die musikalische Genialität wie Einfachheit der 60ies einzufangen, ohne dabei schlicht abpausen zu wollen. Die Monday Tramps fügen zeitgenössische wie anspruchsvolle, neue Elemente hinzu, die die Band mal funky (Lullabies), mal melancholisch verträumt (Summer is over) klingen lässt. Sänger Tom Appel versteht es geschickt mit seiner markanten, gin – tonic getränkten Stimme den Songs Energie und Tempo zu verleihen, nur um sie Sekunden später mit weich vorgetragenen Gesang abzubremsen und wie auf Federn zu betten. Schlagzeuger Max Blank und Bassist Dominic Barden missbrauchen bei diversen Akkorden ihre Instrumente bis auf das Gewalttätigste, so intensiv spielen und fühlen sie die Songs, um sie in den nächsten Akkorden wieder zu besänftigen und zu streicheln und Ihnen damit ihre tiefe Zuneigung auszudrücken. Die Kategorisierung als Indie Band lässt sich eher mit dem Ja – Stempel beantworten, jedoch ohne dabei die Hipster Etikette, der wie Pilze aus den Boden sprießenden 80ies Synthie – Sound produzierenden Indie Bands der Neuzeit, aufgedrückt zu bekommen.
Die Monday Tramps versetzen ihre Zuhörer nicht in eine nostalgische Stimmung. Man erinnert sich beim Anhören an die großen Melodien der 60ies zurück, der Sound der Monday Tramps wirkt dennoch zweifelsohne modern und zeitlos. Da kann es schon einmal passieren, dass man die Zeit vergisst. Oder den Wecker überhört. Nicht nur montags.



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