Freitag, 22. Juli 2011

"Foster, Fink & Pontius" wäre auch ganz nett gewesen - sagt die Presse

(nvh) Sie sind in aller Munde. Man spricht darüber. Sie sind sogar für zwei MTV Music Awards nominiert. Klar die Rede ist natürlich von "Foster The People" und ihrem Debütalbum "Torches". 
Es ist unglaublich, wie stark man steigen und fallen kann in der heutigen Welt. Hast du es geschafft auf dich aufmerksam zu machen und es gefällt der Welt, dann spielst du ganz schnell ganz oben mit. Dazu wird dann deine Biographie noch ein bisschen aufgearbeitet und zurechtgestrickt wie hier:

"Jahrelang schlug er sich in Hollywood mit billigen Jobs durch... Nach diesem schwungvollen Album dürfte Mark Fosters Tage als Pizzafahrer wirklich nur noch eine ganz schwache Erinnerung sein." (dpa/21.07.2011)

Und schon bist du der geborene Star und ein Jeder ist Fan. 

In diesem Falle ist es auch gut so. Denn die Jungs von Foster The People haben einen guten Job gemacht. Gerade beim ersten Album ist es wichtig alles richtig zu machen, um den Erfolg einzuholen. So erging es allen - von Dylan bis Jackson. Das erste Album muss knallen - einschlagen - begeistern. Mit ihrer Mischung aus Indie, Pop und Rock treffen sie in die Mitte vieler Herzen. Die Presse geht natürlich wieder einen Schritt weiter - kompariert die Jungs mit MGMT oder Empire Of The Sun. 

"Wurden Sie von MGMT beeinflusst, Mr. Foster?" - "Nein, wir machen unseren eigenen Stil."

heißt es dann in irgendwelchen Interviews. Was die Welt vielleicht endlich mal verstehen sollte, ist, dass Musik sich genauso dreht wie die Erde selbst. In den 90ern waren es schrille Technobeats und Liebesarien von Ace of Base, im ersten Jahrzehnt dieses Jahrtausends wird es wohl der House mit irgendeinem derben Nutten-Hip-Hop gewesen sein, der die Musikwelt verändert hat und nun wird es langsam aber sicher der Indiepop daneben sein. Nicht ohne Grund sprießen die Bands aus dem Boden wie Unkraut. Auf die Frage,  von wem Mr. Foster beim Schreiben beeinflusst wird, antwortet dieser: 

"...von den Beach Boys. Vor allem wegen dem Gesang". 

Das ist eben so.

Allgemein darf man sich das Album aber trotz aller Hysterie um die Jungs ruhig kaufen und anhören. Deswegen ist man nicht gleich Mainstream. Auch wenn die Presse versucht alles daran zu setzen aus Kunst Alltägliches zu machen. Aber "Torches" ist eine gelungene Platte mit verschiedensten Einflüssen und vielen Ähnlichkeiten zu bereits bekannten Namen. Aber genau das ist eben das, was die Musik von heute und morgen  eben ausmacht. Und wie bereits erwähnt:

Das ist auch gut so!




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